Die Musealisierung der Gegenwart

Von Grenzen und Chancen des Sammelns in kulturhistorischen Museen

Kulturhistorische Museen sind im 21. Jahrhundert mehr denn je gefordert, die Besucherinnen und Besucher in ihrem unmittelbaren Jetzt abzuholen und gesellschaftliche Prozesse und Probleme aufzugreifen. Was bedeutet dies für das museale Sammeln?

Die Texte dieses Bandes beschreiben aktuelle Entwicklungen in der Museumslandschaft und legen dar, was die Musealisierung der Gegenwart für die Sammlungskonzepte und -strategien der Museen bedeutet. Dabei werden Beiträge aus der deutschen und niederländischen Museumspraxis und theoretische Zugänge zum Thema aus kulturwissenschaftlicher Perspektive vereint.

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2014-03-12, 218 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2494-6

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Sophie Elpers

Sophie Elpers, Amsterdamer Meertens Institut, Niederlande

Anna Palm

Anna Palm, Universität Mainz, Deutschland

... mit Sophie Elpers und Anna Palm

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In unserem Buch werden Grenzen und Chancen des musealen Sammelns von Gegenwart im 21. Jahrhundert theoretisch diskutiert und zugleich Einblicke in die Praxis geliefert. Mit seinen vielfältigen Beiträgen regt der Band zu einer notwendigen Debatte über ein brandaktuelles Thema an. Sind doch kulturhistorische Museen im 21. Jahrhundert mehr denn je gefordert, die Besucher in ihrem unmittelbaren Jetzt abzuholen und gegenwärtige gesellschaftliche Prozesse und Probleme aufzugreifen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit ausführlichen Beschreibungen und Analysen zu Sammlungsstrategien eröffnet die Publikation neue Perspektiven zu aktuellen Herausforderungen vieler kulturhistorischer Museen. Diese liegen insbesondere in der Erweiterung bestehender und in dem Aufbau neuer Sammlungen – bezogen auf das Jetzt. Die Beiträge zeigen, dass unterschiedliche Museumstypen (u.a. Freilichtmuseen) und unterschiedliche Themen spezifische Sammlungstätigkeiten erfordern, und diskutieren die Frage nach den Expertinnen und Experten. Eine Stärke des Buches liegt darin, dass es Beiträge zur deutschen wie niederländischen Museumstheorie und -praxis vereint.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema ›Musealisierung der Gegenwart‹ nimmt in aktuellen Museumsdebatten einen zentralen Platz ein. Die vorliegende Publikation fokussiert den besonderen Aspekt des Sammelns und will damit die verschiedenen Akteurinnen und Akteure des Feldes anregen, sich vertiefend mit den Grenzen und Chancen des Sammelns von Gegenwart auseinanderzusetzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wir würden gerne mit Expertinnen und Experten diskutieren, die an der Umsetzung der UNESCO Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beteiligt sind. Museen werden in diesem Kontext zunehmend mit dem Sammeln der immateriellen Gegenwart konfrontiert werden und als Heritage Brokers auftreten. Wo liegen hier die Grenzen und die Chancen? Die Ergebnisse unseres Buches sollen bei der Diskussion als Ausgangs- und Vergleichspunkt dienen.

Andererseits ist zu diskutieren, ob durch die Musealisierung von Gegenwart der Trend einer ›Übermusealisierung‹ insbesondere im Bereich der materiellen Kultur verstärkt wird.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unser Buch versteht sich als Diskussionsbeitrag im Rahmen laufender Museumsdebatten und aktueller Museumspraxis, indem es vielfältige Aufsätze zu Herausforderungen, Grenzen und Chancen des Sammelns der Gegenwart liefert.

»Ob Museen durch diese Art der Ausrichtung auf gegenwärtige Phänomene und Prozesse wirklich als ›orientierende Stabilitätsinstitutionen‹ fungieren werden, wie es die beiden Herausgeberinnen postulieren, wird die Zukunft erweisen. Einen Schritt in diese Richtung sind Sophie Elpers und Anna Palm mit ihrer anregenden Veröffentlichung in jedem Falle gegangen.«
Esther Gajek, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, (2015)
»Die Stärke des vorliegenden Sammelbandes liegt in der binationalen und facettenreichen Vernetzung von Museumstheorie und praktischen Sammlungsbeispielen.
Eine anregende Lektüre für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit theoretischen wie praktischen Fragen des zeitgenössischen musealen Sammelns und Ausstellens in kulturhistorischen Museen beschäftigen.«
Cathrin Anderson, Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde, 59 (2014)
Besprochen in:

Standbein Spielbein, 99 (2014)
Mitteilungen, 4 (2014)
Volkskunde, 2 (2015), Marc Jacobs
H-Soz-u-Kult, 08.03.2016, Steffi de Jong
Merkur, 72/7 (2018), Christian Demand
Autor_in(nen)
Sophie Elpers / Anna Palm (Hg.)
Buchtitel
Die Musealisierung der Gegenwart Von Grenzen und Chancen des Sammelns in kulturhistorischen Museen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
218
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2494-6
DOI
10.14361/transcript.9783839424940
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM HBTB JHMC
BISAC-Code
ART059000 HIS054000 SOC002010
THEMA-Code
GLZ NHTB JHMC
Erscheinungsdatum
2014-03-12
Auflage
1
Themen
Museum, Kulturgeschichte
Adressaten
Museologie, Kulturanthropologie, Volkskunde, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Museum, Freilichtmuseum, Sammeln, Sammlungskonzepte, Sammlungsstrategien, Materielle Kultur, Gegenwartskultur, Kulturgeschichte, Museumswissenschaft, Kulturanthropologie, Kulturelle Bildung

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