Sichtbare Soziologie

Visualisierung und soziologische Wissenschaftskommunikation in der Zweiten Moderne

Ist die Soziologie eine unsichtbare Wissenschaft? Ausgehend von dieser Frage und vor dem Hintergrund der These der reflexiven Verwissenschaftlichung (Ulrich Beck) beschäftigt sich Gerald Beck mit der Rolle von Visualisierungen an der Schnittstelle zwischen Soziologie und Öffentlichkeit sowie mit ihrem Einfluss auf die soziologische Wissensproduktion. Aus einer semiotischen und in den Science & Technology Studies geschulten Perspektive arbeitet er zudem die Chancen, Risiken und Aufgaben heraus, die sich mit einer zunehmenden Nutzung von Visualisierungen in der Soziologie ergeben, und formuliert Vorschläge, wie diesen zu begegnen wäre. Die Studie zeigt: Es geht nicht mehr um die Frage, ob, sondern wie die Soziologie Visualisierungen in Zukunft einsetzt.

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2013-09-24, 226 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2507-3

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Gerald Beck

Gerald Beck, Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Deutschland

... mit Gerald Beck

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Welt die Soziologie braucht. Leider erreicht die Soziologie die Welt viel zu selten. Deshalb habe ich dieses Buch geschrieben – als Anregung für Soziologinnen und Soziologen, mehr Energie und Leidenschaft in die visuelle Kommunikation ihrer Arbeit zu stecken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Visualisierung ist nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern tief im Prozess der soziologischen Wissensproduktion verwurzelt. In der intensiven Kooperation von Design und Wissenschaft entstehen neue Wissensformen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Visualisierung ist zu einem großen Thema geworden. Die Kartierung von Kontroversen versucht beispielsweise mit ihren Visualisierungen Debatten zu ermöglichen wo diese früher eher verhindert wurden. Die Frage ist, mit welchen visuellen Hilfsmitteln das möglich ist. Das beschäftigt sowohl Teile der Soziologie als auch die Disziplinen Kunst und Design. Andere Aspekte des Buches sind u.a. die Frage nach visuellen Methoden oder dem Verhältnis von Soziologie und Öffentlichkeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die den Sozialwissenschaften mehr Visualität zutrauen; und mit allen, die vom Gegenteil überzeugt sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es geht darum, wie die Soziologie die Wende zum Bild meistern kann, ohne dabei ihre Reflexivität zu opfern.

»Das Buch [...] rückt das wichtige Thema der visuellen Wissensproduktion und -kommunikation in der Soziologie in den Mittelpunkt. Die als explorativ ausgewiesene Studie kann für dieses Forschungsfeld daher einen interesasanten Beitrag liefern.«
Axel Philipps, Forum Qualitative Sozialforschung, 15/1 (2014)
Besprochen in:
http://science-evolution.ch, 22.10.2013, Andreas König
Autor_in(nen)
Gerald Beck
Buchtitel
Sichtbare Soziologie Visualisierung und soziologische Wissenschaftskommunikation in der Zweiten Moderne
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
226
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2507-3
DOI
10.14361/transcript.9783839425077
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA PDR
BISAC-Code
SOC026000 SCI075000
THEMA-Code
JHBA PDR
Erscheinungsdatum
2013-09-24
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Wissenschaft, Bild
Adressaten
Soziologie, Designforschung, Kommunikationswissenschaft, Wissenschaftsforschung
Schlagworte
Soziologie, Design, Wissenschaftskommunikation, Visualisierung, Mapping Controversies, Zweite Moderne, Gesellschaft, Wissenschaft, Bild, Soziologische Theorie, Wissenschaftssoziologie, Wissenssoziologie, Bildwissenschaft

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