Werbung mit Behinderung

Eine umstrittene Kommunikationsstrategie zwischen Provokation und Desensibilisierung

Menschen mit Behinderungen kommen in kommerziellen Werbeanzeigen nur selten vor. Dies kann aus Sicht Betroffener als Akt der Stigmatisierung empfunden werden, ist aus der Perspektive der Werbenden jedoch mit der Angst vor negativen Konsumentenreaktionen begründet. Doch inwieweit sind diese Bedenken noch zeitgemäß?

Martin Eckerts soziologische Studie zu dieser hierzulande innovativen Thematik stellt sich der Herausforderung, ein nahezu unsichtbares Phänomen empirisch zu analysieren. Er verknüpft hierbei die Perspektiven der Werbung und der Medienwirkungsforschung mit (in der Wissenschaft wie in der Gesellschaft) hochaktuellen Fragestellungen der Disability Studies.

32,99 € *

2014-03-17, 356 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2537-0

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Martin Eckert

Martin Eckert, Wadgassen, Deutschland

... mit Martin Eckert

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Thematisch bewegt sich dieses Werk am Puls der Zeit, doch wird – zumindest, was den deutschsprachigen Raum betrifft – zugleich forschungstheoretisches Neuland betreten. Zudem sind der Untersuchungsgegenstand und die Kernbefunde für die interessierte Öffentlichkeit sicherlich gleichermaßen interessant und relevant wie für die Wissenschaft oder die Werbepraxis.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Verknüpfung von Behinderung und Werbung ist bislang hierzulande eher ungewöhnlich. Dies ist im Übrigen durchaus überraschend, wenn man näher darüber nachdenkt. Denn der Behinderungsthematik kommt – nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt massenmedialer Repräsentationsformen – eine durchaus zunehmende Bedeutung zu. Und die Auseinandersetzung mit den – bisweilen ja recht selektiven – Menschenbildern der Werbung ist ohnehin als zumindest latent stets aktueller ›Dauerbrenner‹ einzustufen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gerade im angloamerikanischen Raum steht das Zusammenspiel von Behinderung und Werbung schon länger auf der Tagesordnung. Hierzulande steckt die Debatte dagegen noch eher in den Kinderschuhen, denn im deutschsprachigen Raum war diese Thematik bisher allenfalls gelegentlich in der wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion präsent. Die vorliegende Veröffentlichung kann insofern möglicherweise entscheidende Impulse für den weiteren Diskurs liefern.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Hier bin ich nicht auf bestimmte Zielgruppen oder gar Einzelpersonen festgelegt. Denn das Werk richtet sich letztlich an alle, denen an einer sachlichen und ernsthaften Auseinandersetzung mit den darin thematisierten Fragestellungen gelegen ist. Ob aus wissenschaftlichem oder beruflichem, persönlichem bzw. privatem Interesse ist zunächst zweitrangig.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Werbung mit Behinderung bleibt als Kommunikationsstrategie wohl umstritten, bietet jedoch offenbar auch mehr Potenzial als angenommen.

»Die wissenschaftlichen Fundierungen, die erarbeiteten/abgeleiteten Kerngedanken und empirisch gestützten Untersuchungsergebnisse – und das ist eine durchaus unerwartet erfreuliche Leseerfahrung – regen auf vielfältige Weise zum Weiterdenken an und sind sicherlich auch auf viele andere Aufgabenbereiche der Arbeit mit Menschen mit Behinderung übertragbar.«
Mathias Stübinger, www.socialnet.de, 09.06.2015

Besprochen in:

www.lehrerbibliothek.de, 31.07.2014, Oliver Neumann
Autor_in(nen)
Martin Eckert
Buchtitel
Werbung mit Behinderung Eine umstrittene Kommunikationsstrategie zwischen Provokation und Desensibilisierung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
356
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2537-0
DOI
10.14361/transcript.9783839425374
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFFG JFCA
BISAC-Code
SOC052000 SOC029000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT JBFM JBCC1
Erscheinungsdatum
2014-03-17
Auflage
1
Themen
Medien, Körper
Adressaten
Soziologie, Disability Studies, Medienwissenschaften sowie Praktiker_innen in Behindertenverbänden und der Werbepraxis
Schlagworte
Behinderung, Werbung, Diversity, Medienethik, Massenmedien, Inklusion, Medien, Körper, Medienästhetik, Popkultur, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft

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