Bildung zum Weltmenschen

Rabindranath Tagores Philosophie und Pädagogik

Wie kann es gelingen, sich zu einem »Weltmenschen« zu bilden, der den ganzen Kosmos in sich selbst umfasst? Dies ist die bestimmende Frage der Bildungsphilosophie Rabindranath Tagores (1861-1941), des als »Goethe Indiens« gefeierten Literatur-Nobelpreisträgers. »Bildung zum Weltmenschen« zeigt zum ersten Mal die enge Verflechtung von Tagores komplexem philosophischen und pädagogischen Denken.

Tagore verbindet indische und westliche Ideen miteinander und schöpft daraus einen originellen spirituellen Humanismus. In seinen pädagogischen Experimenten erweist er sich als radikaler Vordenker für eine neue künstlerische, interkulturelle, spirituelle und naturverbundene Bildungspraxis.

36,99 € *

2013-12-06, 430 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2544-8

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Christine Kupfer

Christine Kupfer, Edinburgh Napier University, Schottland

... mit Christine Kupfer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Welt noch nicht genug gelernt hat, wie man die Bedingungen für ein freies, erfülltes Leben schafft. Und man allzu oft sogar vergisst, was dies bedeutet – nicht nur im persönlichen Bereich, sondern vor allem auch was die Bildungslandschaft anbelangt; und nicht nur für uns selbst, sondern für alle Menschen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Rabindranath Tagore wird in Deutschland erst seit einigen Jahren wiederentdeckt. Er gibt Inspiration für eine befreite Bildungspraxis – durch Lernen in Bewegung und in der Natur, durch Kultivierung von Offenheit gegenüber dem kulturell Anderen, durch Kreativität statt Konsum. Bei Tagore werden abstrakte Ideen wie Freiheit, Liebe und Natur zu klaren Konzepten. Tagore weist originelle Wege auf, wie Bildung zwischenmenschlich, international, spirituell und ökologisch sein kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bildungsforschung versteht sich als internationale Disziplin. Dennoch werden nicht-westliche Ansätze immer noch zu wenig beachtet – nicht zuletzt, weil man sie nicht oder nur oberflächlich kennt. Bei den Reformen der letzten Jahre sind Fragen von Kreativität, von Erfülltsein und von Weltverbundenheit in den Hintergrund getreten, während rein ›marktrelevante‹ Fähigkeiten wichtiger wurden. Mit Tagores origineller Anthropologie lässt sich diese einseitige Ausrichtung neu überdenken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Lehrern, die vielleicht bereits die eine oder andere Idee Tagores umgesetzt haben und sich durch ihn inspiriert fühlen. Mit Philosophen, die Tagores philosophische Anthropologie für neue Debatten aufgreifen. Und mit Bildungsphilosophen, Politikern und Schulleitern, die den Mut haben, Tagores pädagogische Ideen im deutschen Bildungskontext aufzugreifen und zu realisieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Bildung zum Weltmenschen« gelingt, wenn Lernen durch Handlung und Liebe eine innige Verbundenheit zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen schafft.

»Christine Kupfer stößt [...] mit ihrem Buch in eine durchaus aktuelle Diskussion.« Fachbuchjournal, 1 (2018)
»Kupfer hat [...] ein grundlegendes Standardwerk der deutschsprachigen Tagore-Rezeption vorgelegt, das allen zu empfehlen ist, die einen ersten Einstieg in das pädagogische Denken Tagores suchen.«
Arabella Unger, Tertium Comparationis, 22/2 (2016)
»Ein offener und weiter Blick auf den indischen Welt-Dichter und seine Menschen-Bildung.«
Arnold Köpcke-Duttler, Das Kind. Zeitschrift für Montessori-Pädagogik, 55 (2014)
Besprochen in:
Südasien, 1 (2014), Heinz Werner Wessler
Autor_in(nen)
Christine Kupfer
Buchtitel
Bildung zum Weltmenschen Rabindranath Tagores Philosophie und Pädagogik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
430
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2544-8
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA HBTR
BISAC-Code
EDU040000 POL045000
THEMA-Code
JNA NHTR
Erscheinungsdatum
2013-12-06
Auflage
1
Themen
Bildung
Adressaten
Pädagogik, Philosophie, Südasienwissenschaften, Indologie, Geschichte, Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft, Anthropologie
Schlagworte
Indien, Pädagogik, Kultur, Philosophie, Asien, Reformpädagogik, Postkolonialismus, Anthropologie, Tagore, Bildung, Bildungstheorie

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