Museen kultureller Vielfalt

Diskussion und Repräsentation französischer Identität seit 1980

Kulturelle Alterität ist längst in der Mitte der französischen Gesellschaft angekommen. Seit 1980 wird der angemessene Umgang mit ihr diskutiert und »kulturelle Vielfalt« gefördert. Nadine Pippel zeigt, wie die Auseinandersetzung mit dem pluralistischen Identitätsverständnis der Frankophonie zur Revision der nationalen Identitätskonstruktion geführt hat.

Am Beispiel zweier neuer Pariser Museen, des »Musée du quai Branly« und der »Cité nationale de l'histoire de l'immigration«, zeichnet sie zudem nach, wie sich diese Auseinandersetzung um französische Identität und kulturelle Alterität in der musealen Repräsentation niedergeschlagen hat.

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2013-10-08, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2549-3

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Nadine Pippel

Nadine Pippel, Leibniz Universität Hannover, Deutschland

... mit Nadine Pippel

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch zeigt, dass das Verhältnis von ›nationaler Identität‹ und ›kultureller Vielfalt‹ in Frankreich noch immer virulent ist. Denn trotz politischer und gesellschaftlicher Debatten in den letzten 30 Jahren ist die Frage, wie ›kulturelle Vielfalt‹ in das nationale Selbstverständnis aufgenommen werden kann, noch nicht abschließend beantwortet worden. Vor dem Hintergrund betrachte ich unterschiedliche Umgangsweisen mit Identität und Alterität – die von einer Ausblendung ›kultureller Vielfalt‹ bis hin zu einer für Unterschiede blinden Affirmation reichen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ich verstehe die behandelten Museen nicht nur als Wegbereiter eines neuen französischen Selbstverständnisses, das sein Vorbild in der pluralistischen Identitätskonzeption der Frankophonie findet. Zugleich nehme ich sie als Spiegel und maßgebliche Stabilisatoren einer unsicher gewordenen Konstruktion von ›nationaler Identität in den Blick. Mit diesen Überlegungen arbeitet das Buch‹ einen Zusammenhang von Gesellschaftsdebatten und Museumsrepräsentation heraus, der bislang nur wenig erforscht worden ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

›Kulturelle Vielfalt‹ ist, besonders in Frankreich, erst wenig wissenschaftlich umrissen und erfasst worden, auch wenn es natürlich zahlreiche Forschungsdebatten um die Themen Migration, Integration und ›nationale Identität‹ gibt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit interessierten Lesern und Intellektuellen wie beispielsweise Michel Wieviorka. Sicher auch mit Lilian Thuram, der nicht nur ein herausragender Fußballer war, sondern sich seit Jahren aktiv dafür einsetzt, Vorurteile und Rassismen abzubauen. Und schließlich auch eine spannende Ausstellung im Musée du quai Branly, einem der Untersuchungsgegenstände des Buchs, kuratiert hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Versuche und Schwierigkeiten, den Umgang mit kultureller Alterität in Frankreich neu zu definieren: in politisch-gesellschaftlichen Debatten um Identität, Migration und Integration und in zwei neuen Pariser Museen.

Besprochen in:

Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft, 11 (2013)
Autor_in(nen)
Nadine Pippel
Buchtitel
Museen kultureller Vielfalt Diskussion und Repräsentation französischer Identität seit 1980
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2549-3
DOI
10.14361/transcript.9783839425497
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM HBJD JFFN
BISAC-Code
ART059000 HIS013000 SOC007000
THEMA-Code
GLZ NHD JBFH
Erscheinungsdatum
2013-10-08
Auflage
1
Themen
Kultur, Museum, Migration
Adressaten
Romanistik, Kulturwissenschaften, Museologie, Geschichte
Schlagworte
Französische Identität, Kulturelle Vielfalt, Frankophonie, Museen, Musée Du Quai Branly, Cité Nationale De L'histoire De L'immigration, Museum, Migration, Kultur, Museumswissenschaft, Französische Geschichte, Postkolonialismus, Kulturwissenschaft

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