Im Dispositiv interkultureller Kommunikation

Dilemmata und Perspektiven eines interdisziplinären Forschungsfelds

Aus Sicht der Kulturwissenschaften ist interkulturelle Kommunikation als Forschungsfach längst in eine Theorie-Krise geraten – und gewinnt zugleich weiter an gesellschaftlicher Relevanz. Dominic Busch liest die bisherige Forschung unter einer neuen Perspektive, indem er interkulturelle Kommunikation als Dispositiv begreift. Dies gewährt neue Einblicke in unterschiedliche Festschreibungen vermeintlicher Wirkweisen von Kultur auf soziales Handeln. Auf Grundlagen der Ethnomethodologie wird so ein dispositivtheoretisch informierter Rahmen für eine zukünftige Erforschung interkultureller Kommunikation entwickelt.

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2013-08-27, 492 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2555-4

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Dominic Busch

Dominic Busch, Universität der Bundeswehr München, Deutschland

... mit Dominic Busch

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Über interkulturelle Kommunikation ist schon sehr viel geschrieben worden: Das Thema hat seinen festen Platz in westlichen Diskursen, klingt dadurch teils fast schon altbacken und bekommt doch – unter oft wechselnden sozialpolitischen Schlagworten – eine immer größere Relevanz zugeschrieben. Entstanden sind Diskurse, die sich sehr oft im Kreis drehen. Dieses Buch nimmt erstmals diese diskursive Geschlossenheit der Debatte radikal ernst – und sucht konsequent nach neuen Forschungswegen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Vorwurf der Unproduktivität gegenüber einer Erforschung interkultureller Kommunikation lässt sich mit dem Dispositivbegriff Foucaults nicht nur theoretisch erfassen, sondern vor allem auch systematisch, vollständig und im Hinblick auf alle Konsequenzen ausleuchten. Erst auf dieser systematischen Grundlage kann ein praxistheoretischer Forschungsansatz aufgebaut werden, der der erfassten Problematik konsequent Rechnung trägt und eine zukünftige konstruktive Forschung ermöglichen kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es geht um nicht weniger als um die Frage danach, ob die Handlungsrelevanz von Kultur angesichts eines gesellschaftspolitisch weitverzweigten und verwobenen Diskurses um Kulturalität und kulturelle Zugehörigkeit überhaupt noch sinnvoll erforscht werden kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sowohl mit denen, die sich für eine Erforschung interkultureller Kommunikation interessieren als auch mit denen, die dieser Debatte müde sind. Michel Foucault wäre dabei ein Ehrengast.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Interkulturelle Kommunikation hat als Thema ein enormes Eigenleben entwickelt und erfordert daher diskurstheoretisch informierte Forschungsmethoden.

»Buschs Studie [...] beeindruckt durch die Breite des ausgewerteten Materials.«
Jan-Christoph Marschelke, Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft, 1 (2015)
»Ein ganz ausgezeichnetes Werk.«
Franz Hamburger, www.socialnet.de, 15.01.2014
Besprochen in:
Swiss Migration News, 12 (2013)
Autor_in(nen)
Dominic Busch
Buchtitel
Im Dispositiv interkultureller Kommunikation Dilemmata und Perspektiven eines interdisziplinären Forschungsfelds
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
492
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2555-4
DOI
10.14361/transcript.9783839425558
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC PDR
BISAC-Code
SOC022000 SCI075000
THEMA-Code
JBCC PDR
Erscheinungsdatum
2013-08-27
Auflage
1
Themen
Kultur, Wissenschaft
Adressaten
Interkulturelle Kommunikation, Kulturwissenschaften, Sprachwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Ethnologie, Gender Studies
Schlagworte
Interkulturelle Kommunikation, Forschungsüberblick, Dispositiv, Ethnomethodologie, Membership Categorization Analysis, Kultur, Wissenschaft, Interkulturalität, Kultursoziologie, Wissenschaftssoziologie, Wissenssoziologie, Soziologie

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