Die Medialität der Mode

Kleidung als kulturelle Praxis. Perspektiven für eine Modewissenschaft

Kleidung und Bildende Kunst, Kleidung und Architektur, Kleidung und Politik – in der Kleidermode finden sich vielfache mediale Wechselwirkungen. Kleidung, wenn sie zu Mode, also zu einer kulturellen Praxis wird, besitzt eine eigene Medialität und integriert als Mittlung zwischen Subjekt und Umwelt Themen wie Globalisierung, Nachhaltigkeit und Transkulturalität.

Die Beiträge des Bandes mit einem Vorwort von Harold Koda (Costume Institute/Metropolitan Museum of Art, New York) zeigen: Internet, Blogs und die Verbreitung über soziale Netzwerke lassen die Kleidermode eine neue Ebene des kommunikativen Austauschs formen. Diese Entwicklungen haben Konsequenzen für die Weiterentwicklung modetheoretischer Ansätze und der Konstitution einer Wissenschaft der Mode.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort - Medialität der Mode

    Seiten 9 - 12
  4. Einführung zu einer Medialität der Mode

    Seiten 13 - 28
  5. High and Low - Das Ende der hundertjährigen Mode

    Seiten 31 - 40
  6. Mode

    Seiten 41 - 58
  7. Jenseits der Mode liegt das Schweigen - Über die Unmöglichkeit das Undenkbare zu denken

    Seiten 59 - 72
  8. Mode als Objekt der Wissenschaften und der Wissensgeschichte

    Seiten 73 - 86
  9. Zwischen ›Lesbarkeit‹ und ›Unlesbarkeit‹ der Kleider-Codes

    Seiten 89 - 108
  10. ModeMedien - Transmedialität und Modehandeln

    Seiten 109 - 126
  11. Mode auf Papier

    Seiten 127 - 144
  12. Kreative Liaisons in Paris

    Seiten 147 - 166
  13. Modezeiten - Bildwelten

    Seiten 167 - 182
  14. Wie man die hegemoniale Idee der Mode als westliches Konzept auseinandernimmt

    Seiten 185 - 194
  15. Mode als ästhetische Metapolitik

    Seiten 195 - 210
  16. Die »Choreotopografie« oder das Schreiben von Modenschauräumen

    Seiten 213 - 232
  17. Zur Räumlichkeit von Mode - Vestimentäre räumliche Praktiken

    Seiten 233 - 250
  18. Mode und die Praxis des Kuratierens

    Seiten 251 - 264
  19. Kleider, die berühren

    Seiten 265 - 288
  20. Der Kalte Krieg im Anzug

    Seiten 291 - 314
  21. Die Sprache der Mode am Beispiel von Verbergen und Entblößen

    Seiten 315 - 330
  22. »Böse« Mode?

    Seiten 331 - 344
  23. Vestimentäre Einschreibungen - Über mediale Verknüpfungen in der Kleidermode

    Seiten 345 - 374
  24. Literatur

    Seiten 375 - 404
  25. Autorinnen und Autoren

    Seiten 405 - 411
  26. Backmatter

    Seiten 412 - 414
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32,99 € *

2015-07-10, 414 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2559-2

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Rainer Wenrich

Rainer Wenrich, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland

... mit Rainer Wenrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Modewissenschaft ist allgemein ein Feld, das sich in einem Entwicklungsprozess befindet. Dies betrifft ein interdisziplinäres Zusammenwirken, die Erarbeitung von Forschungsansätzen ebenso wie eine wachsende internationale Zusammenarbeit. Mit der vorliegenden Publikation habe ich mich auf diesen Weg begeben, um diese Bestrebungen gemeinsam mit wunderbaren Beiträger_innen aus Deutschland, England und Amerika zu unterstützen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die »Medialität der Mode« zeigt, dass es ein schnelles Thema ist, das man nur für einen Augenblick fassen kann. Ein Blick auf die Repräsentation von Mode im Internet und in den sozialen Netzwerken, aber auch in den beeindruckenden Ausstellungen der jüngeren Zeit macht dies sichtbar. Es geht um Simultanität und was immer mehr zählt, ist das unmittelbare Mitteilen von Innovationen in der Mode. Immer wichtiger wird es auch, die Rahmenbedingungen der Produktion von Kleidung zu durchleuchten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Modewissenschaft sind wir bestrebt, den Forschungsdiskurs weiterzuentwickeln und ihn lebendig zu halten. Im deutschsprachigen Raum agieren wir u.a. aus der Perspektive der Kunst- und Kostümgeschichte und aus den Literaturwissenschaften. Ein Thema wie die ›Medialität‹ ist hierin fest verortet und erhält durch kontinuierliche technische Innovationen und stilistische ›shifts‹ enorme Bereicherung. Hier den Anschluss nicht zu verlieren, ist für unsere Forschung entscheidend.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich eine Diskussionsrunde initiieren mit Harold Koda und Andrew Bolton aus dem Bereich der Ausstellung von Kleidermode, Issey Miyake und Iris van Herpen als Innovator_innen im Feld der Produktion von Kleidung und Alexandre de Betak als Schöpfer faszinierender Präsentationsräume.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein mehrperspektivischer Blick auf Kleidung und Mode und relevante Entwicklungsprozesse am Beginn des 21. Jahrhunderts.

»Es gibt verschiedenste Hervorbringungsarten von Mode, die zusammengenommen ihre Medialität ausmachen. Der hier besprochene Sammelband bildet einen guten Ausgangspunkt, um darüber weiter nachzudenken.«
Leonie Häsler, Zeitschrift für Volkskunde, 112/2 (2017)
»Dieses Buch beinhaltet eine reichliche Sammlung von Aufsätzen zum Thema Mode aus Vergangenheit und Gegenwart, die bis in die Zukunft hineinreichen. Die Beiträge können die wissenschaftliche Auseinandersetzung [...] bereichern.«
textil, 4 (2015)
Besprochen in:
taz, 28./29.11.2015, Brigitte Werneburg
SWR2, Die Buchkritik, 07.01.2016
Kunst + Unterricht, 401-402 (2016), Anna Maria Loffredo
Regardes croisés, 6 (2016), Emilie Hammen
Autor_in(nen)
Rainer Wenrich (Hg.)
Buchtitel
Die Medialität der Mode Kleidung als kulturelle Praxis. Perspektiven für eine Modewissenschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
414
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2559-2
DOI
Warengruppe
1585
BIC-Code
JFCK AKT
BISAC-Code
DES008000 SOC022000
THEMA-Code
JBCC3
Erscheinungsdatum
2015-07-10
Auflage
1
Themen
Mode
Adressaten
Kunst- und Kostümgeschichte, Modetheorie/Fashion Studies, Designgeschichte, Soziologie, Kulturanthropologie
Schlagworte
Modetheorie, Kleidung, Fashion Studies, Kleidermode, Globalisierung, Soziale Netzwerke, Mode, Kulturtheorie, Kultursoziologie, Kulturanthropologie, Kulturwissenschaft

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