Transkulturelle Dynamiken

Aktanten – Prozesse – Theorien

Das Konzept der »transkulturellen Dynamiken« dient in diesem Band dazu, die zunehmende Mobilität und gegenseitige Durchdringung von Kulturen zu fassen. Die Beiträge betrachten Artefakte, soziale Praktiken und Phänomene der Hoch- wie der Populärkultur aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Disziplinen (u.a. American Studies, Sinologie, Sportsoziologie, Ethnologie, Geschichts-, Medien-, Theater- und Literaturwissenschaft). Sie untersuchen, welchen Gesetzmäßigkeiten »transkulturelle Dynamiken« unterliegen, welche Rollen verschiedene Aktanten einnehmen und inwieweit sich Theorien und Methoden einer transdisziplinären Transkulturalität entwickeln lassen.

Inhalt

  1. Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. INHALT

    Seiten 5 - 6
  4. Einleitung. Transkulturelle Dynamiken - Entwicklungen und Perspektiven eines Konzepts

    Seiten 7 - 30
  5. Historische Quellen, literarische Erzählungen, phantasievolle Konstruktionen. Die vielen Leben der Theodora von Byzanz

    Seiten 31 - 62
  6. Transkulturelle Dynamiken im US-amerikanischen Showbusiness des Gilded Age 1870-1900

    Seiten 63 - 90
  7. Essen als Kulturkontakt. Frühe Expeditionsberichte aus Kanada und Australien

    Seiten 91 - 118
  8. Transkulturelle Erfahrung und Migration in der anglophonen kanadischen Literatur

    Seiten 119 - 138
  9. Neue Deutsche Welle. Über die Produktivität transkultureller Missverständnisse

    Seiten 139 - 164
  10. Amerikanisierung, Glokalisierung, Branding. EuroDisney, 1992

    Seiten 165 - 198
  11. Transkulturalität als ,Klein-Werden' durch Reise, Migration und Translation. Zé do Rocks Fom winde ferfeelt/O erói sem nem um agá

    Seiten 199 - 226
  12. Idiome von Zentrum und Peripherie. Transkulturalität in einer asiatischen Grenzregion

    Seiten 227 - 254
  13. Transkulturelle Dynamiken im TV. Theoretische Perspektiven und Anwendungsfelder am Beispiel von Fernsehserien

    Seiten 255 - 284
  14. Bodytalk. Grenzziehungen und Transkulturalität im Sport

    Seiten 285 - 306
  15. Transkulturalität und Transdifferenz im indigenen Kino in Australien und Neuseeland

    Seiten 307 - 342
  16. Wagner Goes East. Transkulturelle Dimensionen einer deutschen Opernlegende

    Seiten 343 - 366
  17. AUTORINNEN UND AUTOREN

    Seiten 367 - 370
  18. ABBILDUNGSVERZEICHNIS

    Seiten 371 - 373
  19. Seiten 374 - 376
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34,99 € *

2015-01-12, 376 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2563-9

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Jutta Ernst

Jutta Ernst, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

Florian Freitag

Florian Freitag, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

... mit Florian Freitag

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Debatte um Migration und Integration ist derzeit in Deutschland besonders aktuell. Wolfgang Welschs Konzept der Transkulturalität zeigt, dass diese Debatte aber häufig viel zu simplifizierend geführt wird. ›Multikulti‹ einerseits und enges Schubladendenken andererseits werden der Realität nicht annähernd gerecht. Kulturelle Berührungs- und Konfliktpunkte sind oft anders gelagert, als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Die Beispiele in unserem Band zeigen dies sehr nachdrücklich.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Transkulturelle Dynamiken macht zunächst einmal deutlich, wie vielfältig transkulturelle Phänomene sind. Von Kanada bis Australien, von Wagner bis Fußball – Transkulturalität lässt sich beinahe überall ausmachen. Daneben öffnet unser Band insbesondere den Blick für die historische Dimensionen von Transkulturalität. Die Beiträge betrachten etwa einerseits kulturelle Phänomene aus früheren Epochen, denken aber andererseits Transkulturalität über Epochengrenzen hinweg, also diachron.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dies ist stark von der Disziplin abhängig. In der Sportsoziologie scheint Transkulturalität etwa bislang kaum Beachtung gefunden zu haben; in der (Nord)Amerikanistik sind grenzüberschreitende kulturelle Dynamiken und Prozesse bislang eher unter dem Paradigma des Transnationalen gefasst worden. Die Lateinamerikanistik, aus der das Konzept ja ursprünglich stammt, ist da etwas ›weiter‹. Unser Band zeigt jedoch, dass Transkulturalität für alle diese Disziplinen fruchtbar gemacht werden kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die meinen, Disneyland sei amerikanisch und die Neue Deutsche Welle sei deutsch. Sie haben nicht unrecht. Aber ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Menschen und Kulturen haben mehr gemeinsam und unterscheiden sich in vielfältigerer Weise als man es häufig vermuten würde – und das war schon immer so, überall.

»Für KulturmanagerInnen liefert dieser Band [...] vielfältiges Hintergrundwissen zu einzelnen kulturellen Phänomenen, die Grenzen überschritten haben, sowie allgemein zum Thema Kulturtheorie, die man bei der Gestaltung offener kultureller Konzepte im Hinterkopf behalten sollte.«
Lena Weyers, www.kulturmanagement.net, 24.02.2017
Besprochen in:
IDA-NRW, 21/2 (2015)
Autor_in(nen)
Jutta Ernst / Florian Freitag (Hg.)
Buchtitel
Transkulturelle Dynamiken Aktanten – Prozesse – Theorien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
376
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2563-9
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC
Erscheinungsdatum
2015-01-12
Auflage
1
Themen
Kultur
Adressaten
American Studies, Canadian Studies, Sinologie, Cultural Studies, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Postcolonial Studies
Schlagworte
Kultur, Medien, Film, Literatur, Theater, Musik, Antike, Migration, Globalisierung, Cultural Studies, Kulturtheorie, Kulturwissenschaft

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