Theater entwickeln und planen

Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste

Deutschlands Theaterlandschaft ist einmalig. Doch immer wieder fehlt den Stadt- und Staatstheatern das Geld, um die steigenden Kosten der personalintensiven Apparate zu finanzieren. Die freien Gruppen hangeln sich von Projekt zu Projekt. Die meisten Tanz- und Theaterschaffenden befinden sich dauerhaft in einer prekären sozialen Lage.

Welche Reformen sind überfällig, welche Produktionsformen braucht Theater, welche Neuorientierungen sind notwendig, um die Not zu wenden? Das Buch will die Debatte um das deutsche Bühnenwesen befördern und versammelt dazu Experten der Kultur- und Theaterwissenschaften, die Überlegungen zu einer zukünftigen Theaterlandschaft vorstellen.

Mit Beiträgen von Christopher Balme, Henning Fülle, Heiner Goebbels, Günther Heeg, Ingrid Hentschel, Armin Klein, Friedemann Kreuder, Birgit Mandel, Peter Marx, Annemarie Matzke, Alexander Pinto, Thomas Oberender, Matthias Rebstock, Jens Roselt, Thomas Schmidt, Esther Slevogt, Geesche Wartemann und Birte Werner.

24,99 € *

2013-10-15, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2572-1

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Wolfgang Schneider

Wolfgang Schneider, Department of Cultural Policy, University of Hildesheim, Germany

... mit Wolfgang Schneider

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch ist relevant, weil es einen vielfältigen, kritischen Blick auf die deutsche Theaterlandschaft gewährt und längst überfällige Reformen vorschlägt. Es geht nicht nur um die Darstellung des Status Quo, in der sich Stadt- und Staatstheater sowie Freie und Private Theater befinden, sondern auch darum aufzuzeigen, welche notwendigen Neuorientierungen nachhaltig wirken könnten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Darstellenden Künste diskutieren gelegentlich selbst schon mal Perspektiven, wie sich Theater organisatorisch und politisch zukünftig positionieren könnten. Von konzeptionellen Überlegungen ist das aber weit entfernt. Impulse aus der Theorie für die Praxis und Modelle für die Zukunft sollen dabei helfen mit Mut Reformen anzugehen. Es ist keine bloße Kritik am System, sondern die Eröffnung von Möglichkeiten aus der Sicht von Experten hinsichtlich Produktion, Distribution und Rezeption.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die aktuelle Lage ist offensichtlich: Es wird fusioniert, Insolvenz angemeldet, im schlimmsten Fall werden Sparten abgewickelt und Theater geschlossen. Die Freien Gruppen hangeln sich von Projekt zu Projekt, allen gemein ist die prekäre wirtschaftliche und soziale Lage der Tanz- und Theaterschaffenden und die drohende Altersarmut der Künstler. Das Buch konkretisiert die wissenschaftliche Auseinandersetzung einer Kulturpolitik für die deutsche Theaterlandschaft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich die Thesen des Buches mit Künstlern und Kommunalpolitikern erörtern, mit all denen, die für eine strukturelle Innovation von Theaterpolitik zu gewinnen sein müssten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Experten der Theater- und Kulturwissenschaften zeigen mit ihren Analysen und Reflektionen zu den Darstellenden Künsten in Deutschland, welche Reformen möglich und notwendig sind.

»Der Sammelband stellt [...] einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Forschungsdiskussion um die Institution Theater in Deutschland dar.«
Mara Ruth Käser, Forum Modernes Theater, 28 (2017)
»[Der Band] ist kein einheitlich praktisches Lehrbuch, und genau darin liegt die Stärke, ja Sprengkraft des Bandes, er wird einer Vielzahl von aktuellen Denkansätzen gerecht, argumentiert nicht reduktionistisch oder tabuisierend – vielmehr mutig und mit offenem Blick für die Notwendigkeit von Neubedenken, anders Planen, Tranformation.«
gift, 2 (20214)
»Erhellend.«
Kristof Warda, Schleswig-Holstein, 2 (2014)
Besprochen in:
Kulturforum der Sozialdemokratie, Newsletter 153 (2013)
Kultur. Politik. Diskurs, 14 (2013)
Theater der Zeit, 2 (2014), Theresa Schütz
Das Orchester, 2 (2014), Gerald Mertens
Kulturmanagement Network, 7 (2014), Leonie Krutzinna
Autor_in(nen)
Wolfgang Schneider (Hg.)
Buchtitel
Theater entwickeln und planen Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
320
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2572-1
DOI
10.14361/transcript.9783839425725
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN ANS JPQB
BISAC-Code
PER011020 PER014000 POL038000
THEMA-Code
ATD ATDS JPQB
Erscheinungsdatum
2013-10-15
Auflage
1
Themen
Kulturmanagement, Theater
Adressaten
Kulturpolitik, Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaften sowie Praktiker_innen der Kunst- und Kulturpolitik
Schlagworte
Theater, Kultur, Politik, Gesellschaft, Theaterpolitik, Kulturmanagement, Theaterwissenschaft, Theatermanagement, Kulturpolitik

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