1964 – das Jahr, mit dem »68« begann

Das Jahr 1968 wird gemeinhin mit der Überwindung überkommener Gesellschaftsstrukturen und dem Entree des bürgerrechtlichen Fortschritts verbunden. Doch dieses Datum war nicht Ausgangs-, sondern vielmehr Kulminationspunkt politischen und sozialen Wandels. Denn vieles von dem, was sich mit der Chiffre »68« verbindet, begann schon vorher. 1964 verdichteten sich zahlreiche Ereignisse zu einer Zäsur, die den gesellschaftlichen Umbruch schon vor 1968 einläutete. Mit dem Blick auf unterschiedliche Episoden aus Gesellschaft und Politik hinterfragt dieser Band den bisherigen Stellenwert von »68« und weist nach, dass ein erheblicher Teil der mentalen Modernisierung schon viel früher stattfand.

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2014-03-10, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2580-6

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Robert Lorenz

Robert Lorenz, Universität Göttingen, Deutschland

Franz Walter

Franz Walter, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

... mit Robert Lorenz und Franz Walter

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch zeigt, wie ertragreich eine (hoffentlich) sensible und vielseitige Betrachtung eines einzelnen Jahres sein kann, es entführt seine Leserschaft in eine von Wandel und Aufbruch durchwirkte Zeit und versucht, die soziale und politische Dynamik des Jahres 1964 greifbar zu machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

1968 war nicht der Ausgangspunkt zahlreicher Wandlungsprozesse, sondern ein Eruptionsjahr, in dem sich aufgestaute Energien aus den Vorjahren entluden. Die Aufsätze des Sammelbandes zeigen, dass sich etliche Reforminitiativen und Modernitätsmerkmale im Jahr 1964 konzentrierten – ein Jahr, das in seiner Bedeutung für die Dynamik der 1960er Jahre bislang unterschätzt worden ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Noch bis vor Kurzem ist die Deutung der Geschehnisse um das Jahr 1968 von unmittelbar Beteiligten dominiert worden. Daraus ergibt sich nun Raum für Inspektionen aus kritischer Distanz. Es gilt noch herauszufinden, wann gewichtige Entwicklungen begannen, welche Bedeutung bestimmten Akteuren beizumessen ist und zu welchen Zeitpunkten sich diverse Ereignisse zu einer kritischen Masse verdichteten, die die Gesellschaft veränderte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Auch wenn das nicht mehr möglich ist – aber aufschlussreich und ›packend‹ wäre vermutlich eine Diskussion mit bzw. zwischen so meinungsstarken und zugleich gegensätzlichen Charakteren aus jener Zeit wie Franz Josef Strauß und Rudi Dutschke oder Herbert Marcuse und Helmut Schelsky.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Panorama gesellschaftlicher und politischer Ereignisse eines Schlüsseljahres der Bundesrepublik.

Besprochen in:

ORLIS, 3 (2014)
www.lehrerbibliothek.de, 11.06.2014, Dieter Bach
Portal für Politikwissenschaft, 16.10.2014, Natalie Wohlleben
H-Soz-u-Kult, Nikolai Wehrs, 13.11.2014
Autor_in(nen)
Robert Lorenz / Franz Walter (Hg.)
Buchtitel
1964 – das Jahr, mit dem »68« begann
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2580-6
DOI
10.14361/transcript.9783839425800
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD JPWF HBLW3
BISAC-Code
HIS014000 POL003000 HIS037070
THEMA-Code
NHD JPWG
Erscheinungsdatum
2014-03-10
Auflage
1
Themen
Politik, Zivilgesellschaft
Adressaten
Zeitgeschichte, Soziologie, Politikwissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Protest, Gesellschaft, Kulturwandel, Modernisierung, Bürgerrechte, 1968, 1964, Politik, Zivilgesellschaft, Deutsche Geschichte, Soziale Bewegungen, Zeitgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Politikwissenschaft

Franz Walter über die Hintergründe

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