Lokale Identität und ländliche Revitalisierung

Die japanische Keramikstadt Arita und die Grenzen der Globalisierung

Arita steht für japanisches Porzellan, Tradition und eine transnationale Geschichte. Seit den 1990er Jahren jedoch ist die lokale Keramikbranche von einer Absatzkrise betroffen.

Welche Strategien entwickeln lokale Akteure, um die Krise zu überwinden, und welche Rolle spielt dabei lokale Identität? Vor dem Hintergrund der japanischen Dezentralisierungs- und Regionalentwicklungspolitik diskutiert Cornelia Reiher die Frage nach den Perspektiven lokaler Handwerkscluster im globalen Kapitalismus. Sie zeigt: Aritas ökonomische und kulturelle Marginalisierung und deren soziale Folgen stehen für die Herausbildung einer neuen Peripherie an den Rändern der OECD-Welt.

44,99 € *

2014-03-12, 298 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2596-7

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Cornelia Reiher

Cornelia Reiher, Freie Universität Berlin, Deutschland

... mit Cornelia Reiher

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In der Untersuchung der japanischen Keramikstadt Arita werden Debatten über Globalisierung, Kapitalismus, lokale Identitäten und Dezentralisierung mit den Lebenswirklichkeiten im ländlichen Japan innovativ verknüpft. Viele der im Buch aufgegriffenen Themen werden auch in vielen anderen OECD-Ländern im Zusammenhang mit ländlichen Räumen diskutiert. Darüber hinaus berührt das Buch spannende Themen wie die Entführung koreanischer Töpfer und die Beziehungen zwischen der DDR und Japan.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch bietet eine neue Sicht auf das ländliche Japan und das Lokale, das weder statisch und abgeschlossen ist noch der Globalisierung hilflos gegenübersteht. Stattdessen werden lokale Identitäten im Dienste ökonomischer Revitalisierung über die Abgrenzung zu Europa, den asiatischen Nachbarländern und dem japanischen Nationalstaat fortlaufend konstruiert. Der ländliche Raum in Japan wird hier im Kontext von Globalisierungsvorgängen untersucht, ohne dabei die Binnenperspektive auszublenden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch leistet einen Beitrag zu den Debatten über die Zukunft ländlicher Räume und Ökonomien und zur Beziehung zwischen dem Lokalen, Nationalen und Globalen. Darüber hinaus werden die Verflechtungen von Kultur, Ökonomie und Politik mit dem Ergebnis diskutiert, dass die Probleme ländlicher Räume nur über eine interdisziplinäre Herangehensweise in ihrer Komplexität erfassbar sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Eine fruchtbare Diskussion könnte sich mit Raumplanern, mit lokalen Unternehmern und Politikern in und außerhalb Deutschlands ergeben, die mit ähnlichen Problemen wie ihre japanischen Kollegen

konfrontiert sind. Im Gespräch mit Kollegen aus den Area Studies und aus den Sozialwissenschaften wäre die Frage nach den konkreten, empirisch fassbaren Wechselwirkungen zwischen Globalisierungsprozessen und lokalen Realitäten im interregionalen Vergleich spannend.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der nachhaltigen Revitalisierung von Handwerksclustern in Japan stehen die staatliche Regionalentwicklungspolitik und der globale Kapitalismus entgegen.

»The strength of this timely book is the meticulous analysis of the complex relations between national, regional, and local identities.
An essential reading for sociologists, political scientists, and cultural anthropologists.«
Stephanie Assmann, ASIEN, 139 (2016)
Autor_in(nen)
Cornelia Reiher
Buchtitel
Lokale Identität und ländliche Revitalisierung Die japanische Keramikstadt Arita und die Grenzen der Globalisierung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
298
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2596-7
DOI
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JFFS
BISAC-Code
SOC015000 POL033000 SOC026000
THEMA-Code
RGC GTQ
Erscheinungsdatum
2014-03-12
Auflage
1
Themen
Raum
Adressaten
Japanologie, Geographie, Global Studies, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Praktiker_innen aus den Bereichen Stadt- und Raumplanung sowie Regionalentwicklung
Schlagworte
Lokale Identität, Globalisierung, Regionalpolitik, Japan, Porzellan, Revitalisierung, Raum, Kulturgeographie, Sozialgeographie, Asien, Geographie

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