Leistung

Das Endstadium der Ideologie

Der Begriff »Leistung« ist in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft omnipräsent. Doch auf die Frage, was Leistung ist, folgt in der Regel Schweigen. Lars Distelhorst geht in seinem Essay dieser Leerstelle auf den Grund und vermag so eine tiefgehende Kritik an der »Leistungsgesellschaft« zu üben. Er zeigt: Jede Rede von Leistung mündet in einen unauflösbaren Widerspruch. Was hinter dem Leistungsbegriff liegt, ist nicht weniger als die Leere einer Gesellschaft, deren Zentrum in der Akkumulationsbewegung des Kapitals zu suchen ist, während sie die letzten Karten der Ideologie spielt.

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2014-01-09, 192 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2597-4

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Lars Distelhorst

Lars Distelhorst, Hoffbauer Berufsakademie Potsdam, Deutschland

... mit Lars Distelhorst

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Alle sind sich einig darüber, die ›modernen‹ westlichen Gesellschaften seien Leistungsgesellschaften. Wenn alle einer Meinung sind, sollte man immer genauer hinsehen. Was ist eigentlich Leistung? Warum werden wir häufig trotz aller Anstrengung nicht belohnt? Das hat sicher jeder und jede schon mal am Frühstückstisch diskutiert. Vielleicht stimmt da also irgendwas nicht, vielleicht ist das mit der Leistungsgesellschaft einfach Unsinn. Genau diesen Fragen spürt das Buch nach.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die verbreitete Kritik an der Leistungsgesellschaft besteht häufig aus einer Aneinanderreihung von Klagen. Wir müssen alle soviel arbeiten usw. Anschließend wird meistens geraten, es langsamer angehen zu lassen. Mein Buch versucht sich an einer wesentlich grundlegenderen Kritik. Es geht darum zu zeigen, inwiefern jede Rede von Leistung und Leistungsgesellschaft schlicht und ergreifend Unsinn ist, wir aber gerade diesen Unsinn so dringend brauchen.

3.Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft zu?

Da Leistung an allen Ecken und Enden der Gesellschaft diskutiert wird, ist es für jeden und jede ratsam, sich damit auseinanderzusetzen, was eigentlich verhandelt wird. Schließlich sind alle von diesem Diskurs betroffen.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Das Buch ist nicht nur für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen interessant. Es richtet sich ebenso an Menschen außerhalb der scientific community. Im Idealfall führen Gedanken wie die im Buch formulierten zu der Überlegung, ob wir nicht andere Begriffe als die heute verwendeten (Leistung usw.) brauchen, wenn wir die Gesellschaft beschreiben wollen. Diese Diskussion betrifft die Form der Gesellschaft selbst und kann damit nur eine öffentliche sein.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wer immer mich in eine spannende Diskussion verwickelt, ist mir willkommen.

6. Ihr Buch in einem Satz:

Das ganze Gerede von Leistung ist zwar Quatsch, doch sind wir darauf angewiesen, um der Leere einer Gesellschaft zu entgehen, die seit langem ihr Thema verloren hat.

»Der teilweise ein wenig ausufernde [...] Stil wird von einer bewussten politischen Haltung begleitet, die in ihrer Offenheit seinesgleichen sucht und sich gerade nicht hinter den üblichen Neutralitätsgeboten versteckt.«
Stefan Selke, Soziologische Revue, 38/4 (2015)
»Das Buch liefert jede Menge Aha-Erlebnisse und fordert genauso oft zum Widerspruch auf. Langweilig ist es niemals. Eine Streitschrift vom Feinsten.«
Barbara Knab, Psychologie Heute, 11 (2014)
»Eine Streitschrift vom Feinsten.«
Barbara Knab, Psychologie Heute, 11 (2014)
»Die Konsequenzen dieser Analyse, die sich in Schärfe und Treffsicherheit zwischen der Dialektik der Aufklärung und Slavoj Zizek bewegt, mögen nicht jedem gefallen. Der Relevanz seiner Befunde tut dies keinen Abbruch.«
Alexander Struwe, Portal für Politikwissenschaft, 24.04.2014
Besprochen in:

Deutschlandradio, 13.01.2014
Neues Deutschland, 13.-16.03.2014
www.lehrerbibliothek.de, 05.05.2014, Oliver Neumann
Pädagogik, 6 (2014), Jörg Schlömerkemper
neues Deutschland, 15.08.2014
junge Welt, 25.08.2014, Sebastian Friedrich
Zeitschrift für Theaterpädagogik, 10 (2014), Gerd Koch
Christine Berberich, Theologische Revue, 1 (2015)
Autor_in(nen)
Lars Distelhorst
Buchtitel
Leistung Das Endstadium der Ideologie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
192
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2597-4
DOI
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPA JPF
BISAC-Code
POL010000 POL042000 POL032000
THEMA-Code
JPA JPF
Erscheinungsdatum
2014-01-09
Auflage
1
Themen
Zeitdiagnose, Politik, Neoliberalismus
Adressaten
Politikwissenschaft, Soziologie, Soziale Arbeit, Kulturwissenschaft, Philosophie, Wirtschaftswissenschaft, Volkswirtschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Leistung, Leistungsgesellschaft, Kapitalismus, Ideologie, Kultur, Politik, Neoliberalismus, Politische Theorie, Politikwissenschaft

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