Un-Wohl-Gefühle

Eine Kulturanalyse gegenwärtiger Befindlichkeiten

Gegenwärtige westliche Gesellschaften sind von einem Paradoxon gekennzeichnet: Einem gesellschaftlichen Imperativ auf Wohlgefühle korrespondiert eine alarmierende Zunahme an psychischen Leidenszuständen. Burnout, Angstzustände, Depressionen – auch Selbstwahrnehmungen basieren zusehends auf einem therapeutischen Blick.

International renommierte Wissenschaftler_innen, darunter Christina von Braun, Monica Greco, August Ruhs und Paul Stenner, gehen in diesem Buch aus transdisziplinärer Perspektive der Frage nach, wie diese Entwicklungen analysiert und erklärbar gemacht werden können.

29,99 € *

2016-01-15, 282 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2630-8

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Elisabeth Mixa

Elisabeth Mixa, Universität Wien, Österreich

Sarah Miriam Pritz

Sarah Miriam Pritz, Universität Hamburg, Deutschland

Markus Tumeltshammer

Markus Tumeltshammer, Wien, Österreich

Monica Greco

Monica Greco, Goldsmiths, University of London, UK

... mit Elisabeth Mixa

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Intensivierung der Debatten rund um Emotionen verweist auf grundlegende Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge. Beispielgebend dafür ist der Wellness-Diskurs, aber auch die öffentliche Thematisierung psychiatrischer Diagnosen wie Depression und Burnout seit der Jahrtausendwende. Eine kritische Befragung und fundierte Kulturanalyse dieser Phänomene hat sich geradezu aufgedrängt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet das Buch?

Das Buch denkt viele Selbstverständlichkeiten quer, bürstet sie gegen den Strich. Im Durcharbeiten gesellschaftlicher Zusammenhänge und individueller Befindlichkeiten wird es also möglich, sowohl eine aktuelle Gesellschaftsdiagnose zu skizzieren als auch individuelle Gefühle als Parameter für gesellschaftliche Verhältnisse zu lesen. Eine gemeinsame Botschaft könnte, in Anlehnung an Michel Foucault, lauten: Mit diesen Analysen wird sichtbar, dass wir freier leben könnten, als wir es eigentlich tun, obwohl wir das, was wir tun, weitestgehend freiwillig machen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Inhalte des Buches, die vor allem in der Herangehensweise ein Forschungsdesiderat markieren, behandeln ein aktuelles und brisantes Thema. Mit der inter- bzw. transdisziplinären Perspektivierung der Fragestellungen ist ein wohl notwendiger, allerdings in der Scientific Community selten auffindbarer Zugang gelungen. Schließlich versammelt der Band theoretisch-abstrakte Beiträge und Theoretisierungen aus der Praxis, was in dieser Form eine neue Qualität der Betrachtungen hervorbringt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

»Un-Wohl-Gefühle« ist für Expert/-innen genauso wie für alle am Thema Interessierten lesens- und diskutierenswert. Eine der Innovationen des Buches besteht darin, dass Theoretiker/-innen aus der therapeutischen Praxis mit Wissenschafter/-innen unterschiedlicher, mit der Fragestellung betrauter Disziplinen ein brisantes gesellschaftliches Phänomen zu ihrem gemeinsamen Thema machen. Diese Herangehensweise markiert einen Anfang. Es ist wünschenswert, diesen fruchtbaren Polylog fortzusetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Un-Wohl-Gefühle« ist eine Kulturanalyse gegenwärtiger Befindlichkeiten in westlichen Gesellschaften.

»Insbesondere aufgrund der disziplinären Vielfalt der Artikel stellt der Sammelband [...] eine anregende Lektüre dar und ermuntert zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Unwohlsein und Wohlbefinden in der gegenwärtigen Gesellschaft.«
Dominique Autschbach, KULT_online, 49 (2017)
»Für ExpertInnen oder Interessierte mit thematischer Vorbildung lesens- und diskutierenswert.«
www.bvpraevention.de, 14.07.2016
»Eine sehr anregende und zum produktiven Eigendenken animierende Lektüre.«
Walter Hollstein, NZZ am Sonntag, 24.04.2016
Besprochen in:
Deutschlandfunk Kultur, 23.02.2016, Catherine Newmark
www.konturen.de, 14.03.2016
ZPID PSYNDEX 2016
Buchtitel
Un-Wohl-Gefühle Eine Kulturanalyse gegenwärtiger Befindlichkeiten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
282
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2630-8
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFFH MBS
BISAC-Code
SOC022000 SOC057000
THEMA-Code
JBCC JBFN MBS
Erscheinungsdatum
2016-01-15
Auflage
1
Themen
Kultur, Medizin, Zeitdiagnose
Adressaten
Soziologie, Psychologie, Psychoanalyse, Kulturwissenschaften, Medizin, Philosophie, Geschichtswissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Burnout, Depression, Diskurs, Emotion, Affekt, Gesellschaftsdiagnose, Kultur, Psychoanalyse, Stress, Medizin, Cultural Studies, Kultursoziologie, Medizinsoziologie, Kulturtheorie, Kulturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung