Pop & Mystery

Spekulative Erkenntnisprozesse in Populärkulturen

Die Auseinandersetzung mit den Grenzen und Grenzüberschreitungen vernünftigen Verstehens ist ein wesentlicher Bestandteil von phantastisch-spekulativen Erzählungen in populären Medienkulturen.

Populärkulturelle Wissensproduktionen entfalten sich häufig im unaufgelösten Spannungsfeld von Wissen und Glauben, Realität und Simulation, Natürlichem und Übernatürlichem. Sie bleiben grundlegend spekulativ.

»Pop & Mystery« untersucht anhand von Film, Fernsehen, Musik und Internet, wie spekulative Wissensproduktionen und Wissensirritationen einerseits inszeniert und diskutiert werden – und wie sie sich andererseits medial, technisch, gesellschaftlich und kulturell auswirken.

Hierbei spielen populärkulturelle Medienkulturen mit den Regeln der Fiktionen und Fiktionsdiskurse und setzen dabei Normen mimetischer Konventionen außer Kraft.

29,99 € *

2015-07-23, 204 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2638-4

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Marcus S. Kleiner

Marcus S. Kleiner, Hochschule der populären Künste, Berlin, Deutschland

Thomas Wilke

Thomas Wilke, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland

... mit Marcus S. Kleiner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

»Pop & Mystery« diskutiert eine aktuelle gesellschaftliche Entwicklung, die bisher kaum systematisch erforscht wurde: Der große internationale Boom an Mystery-Erzählungen in Populären Medienkulturen wird in den einzelnen Beiträgen als Symptom einer rational erschöpften und ausgeschöpften Gesellschaft aufgefasst, in der Erkenntnis- sowie Verstehensprozesse weniger rational und Vernunft-basiert stattfinden, sondern wesentlich intuitiv erfolgen. Hierbei wird die Spekulation über die Grenzen und Grenzüberschreitungen vernünftigen Verstehens bzw. einer rationalen Ordnung der Dinge spektakulär bzw. zum Spektakel, dass einen ›thrill‹ des Spekulierens und am Spekulieren offenbart.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Populäre Kulturen, Popkulturen und Populäre Medienkulturen werden als Kulturen des Spekulativen ausgewiesen. Medialisierte, populärkulturelle Wissensproduktionen entfalten sich häufig im unaufgelösten sowie unauflösbaren Spannungsfeld von Wissen und Glauben, Leben und Tod, Realität und Simulation, Natürlichem und Übernatürlichem, Mensch und Maschine. Sie bleiben grundlegend spekulativ, wobei sie dem Spekulativen zugleich einen Realitätssinn und dem Realen einen Möglichkeitssinn verleihen. ›Das Wirkliche ist nur ein Sonderfall des Möglichen und deshalb auch anders denkbar‹, wie Dürrenmatt behauptet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

»Pop & Mystery« leistet einen Beitrag zur systematischen Konturierung der Populär- und Popkulturforschung im Kontext der Kultur-, Medien- und Sozialwissenschaften.

Darüber hinaus stellt das Buch den ersten systematischen Forschungsbeitrag zu diesem Thema im Kontext der Populär- und Popkulturforschung dar.

Zudem besteht ein Bezug zur aktuellen Debatte um den sog. ›Spekulativen Realismus‹ (Armen Avanessian/Björn Quiring, Abyssus Intellectualis. Spekulativer Horror; Armen Avanessian, Realismus jetzt. Spekulative Philosophie und Metaphysik für das 21. Jahrhundert) – wenngleich das Erkenntnisinteresse von »Pop & Mystery« nicht auf eine Aktualisierung von Ontologie, Metaphysik oder einer Auseinandersetzung mit dem Absoluten fokussiert ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am Liebsten diskutieren?

Mit den Autor/-innen von Mystery-Medienerzählungen und den Fans dieses Genre.

5. Ihr Buch in einem Satz:

I want to believe.

»Wer sich mit dem Spekulativen in der Popkultur befassen will oder sich mit dem Thema Mystery auf einer wissenschaftlichen Ebene beschäftigen möchte, kann hier auf eine thematisch sehr ausgedehnte Quelle bauen.«
Wadim Neesbors, MEDIENwissenschaft, Studentische Sonderpublikation 2017
Autor_in(nen)
Marcus S. Kleiner / Thomas Wilke (Hg.)
Buchtitel
Pop & Mystery Spekulative Erkenntnisprozesse in Populärkulturen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
204
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2638-4
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFCA JFD
BISAC-Code
SOC022000 SOC052000
THEMA-Code
JBCC1 JBCT
Erscheinungsdatum
2015-07-23
Auflage
1
Themen
Popkultur, Medien
Adressaten
Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Philosophie, Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaften, Soziologie, Musikwissenschaft
Schlagworte
Pop, Medien, Kultur, Film, Fernsehen, Wissen, Mystery, Science Fiction, Popkultur, Medienästhetik, Medientheorie, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft

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