Die Sicherheit der Menschenrechte

Bekämpfung des Menschenhandels zwischen Sicherheitspolitik und Menschenrechtsschutz

Die Verabschiedung der UN-Konvention gegen transnationale organisierte Kriminalität im Jahr 2000 (UNTOC) führte zu einer zunehmenden Institutionalisierung des Politikfeldes Menschenhandelsbekämpfung durch zahlreiche nationale und internationale Akteure. Bärbel Heide Uhl untersucht die politischen und institutionellen Menschenhandelsdiskurse erstmals in einem Spannungsfeld: Wie konstituieren die als gegensätzlich wahrgenommenen politischen Konzepte des Menschenrechtsschutzes und der Sicherheitspolitik Maßnahmen gegen Menschenhandel? Eine kritische Rezeption von Menschenrechtstheorien und des Begriffs der Sicherheit zeigt sogar eine Komplizenschaft beider Konzepte auf, in Folge derer die politische und administrative Identität des »gehandelten Menschen« entsteht.

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2014-06-17, 238 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2640-7

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Bärbel Heide Uhl

Bärbel Heide Uhl, Sachverständige zur Bekämpfung von Menschenhandel, Berlin, Deutschland

... mit Bärbel Heide Uhl

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Welt braucht Bücher!

Um die politische Welt in ihrer transnationalen Komplexität zu verstehen, bedarf es mehr und tiefer gehende Auseinandersetzungen als nur schnelle Schlagabtausche im Format von 140 Zeichen, wie es die Praxis der digitalen Kommunikation suggeriert. Ich hoffe, dass ich mit dem Buch eine Diskussion über das Spannungsfeld internationaler Menschenrechts- und Sicherheitspolitik, sowohl in ihrem Gegensatz als auch in ihrer Komplizenschaft, anregen kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Anti-Menschenhandelspolitik hat sich zu einer festen Größe der internationalen politischen Agenda etabliert. Dabei dient sie auf der einen Seite als Legitimierung der massiven Überwachungspraxis durch die NSA oder als Begründung für eine Ausweitung des Grenzkontrollsystems EUROSUR. Andererseits sind politische Maßnahmen gegen Menschenhandel fest in den internationalen Menschenrechtsdiskursen verankert. Wie greifen diese beiden als bisher gegensätzlich wahrgenommenen Konzepte ineinander?

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch reiht sich mit folgender Schlüsselfrage in die Forschungsdebatte zu IB-Theorien ein:

Welche Konsequenzen hat eine Strategie der Versicherheitlichung der Menschenrechte für unser Verständnis von Sicherheit und Menschenrechten?

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Lesern/-innen, die Interesse haben an kritischen Konversationen zu Menschenrechtstheorien, an Konzepten der Sicherheitspolitik und neugierig sind auf die Debatte zur Entstehung des Politikfelds ›Bekämpfung des Menschenhandels‹. Dabei hoffe ich, dass die Diskussion sowohl in der akademischen als auch der politisch-operativen Welt – und vor allem – miteinander geführt wird.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Der eigentliche Kontrast, der mich beschäftigt, ist nicht zwischen Opfer und Täter, sondern zwischen Opfersein und Freisein.‹ (Ruth Klüger)

»Das vorliegende Werk gibt einen exzellenten Einblick in die Entwicklung der Menschenrechtspolitik um die Jahrtausendwende, gerade in Hinsicht auf Menschenhandel.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 24.07.2014
Besprochen in:

Wissenschaft & Frieden, 3 (2014)
Portal für Politikwissenschaft, 30.10.2014, Christian Patz
International Journal of Refugee Law, 27/2 (2015), Dorothea Czarnecki
Autor_in(nen)
Bärbel Heide Uhl
Buchtitel
Die Sicherheit der Menschenrechte Bekämpfung des Menschenhandels zwischen Sicherheitspolitik und Menschenrechtsschutz
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
238
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2640-7
DOI
Warengruppe
1739
BIC-Code
JPVH JPS JPSN2
BISAC-Code
POL035010 POL011000
THEMA-Code
JPVH JPS JPSN
Erscheinungsdatum
2014-06-17
Auflage
1
Themen
Recht, Mensch
Adressaten
Politik, Soziologie, Sozialwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit und mit Menschenhandelsfragen befasste Institutionen
Schlagworte
Menschenrechte, Menschenhandel, UNTOC, Europa, USA, Politik, Sicherheit, Mensch, Recht, Internationale Politik, Europäische Politik, Politikwissenschaft

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