Subjekt mit Körper

Die Erschreibung des Selbst bei Jean-Jacques Rousseau, Karl Philipp Moritz und W.G. Sebald

Wer bin ich? Um diese Frage dreht sich jedes autobiografische Schreiben – auch die literarische Selbsterforschung von Jean-Jacques Rousseau, Karl Philipp Moritz und W.G. Sebald.

Erzählerisch radikal erforschen ihre Texte die Widersprüche moderner Subjektivität. Martina Läubli richtet den Blick auf die Verschränkung von Denk- und Körpererfahrungen und von Körper und Männlichkeit. Sie zeigt, wie die Aufklärer Rousseau und Moritz die philosophische Trennung von Körper und Geist in literarischer Form unterwandern – und wie Sebald am Ende des gewaltsamen 20. Jahrhunderts versucht, die Scherben moderner Subjektivität aufzusammeln.

34,99 € *

2014-04-09, 302 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2655-1

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Martina Läubli

Martina Läubli, Zürich, Schweiz

... mit Martina Läubli

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wer bin ich? Wie möchte ich leben? Bin ich frei? – auf diese Fragen gibt es noch keine definitive Antwort. Jean-Jacques Rousseau, Karl Philipp Moritz und W.G. Sebald stellen sie in ihren Texten so radikal, dass sie uns Lesende mit ihrer existenziellen Unruhe anstecken. Sie laden uns ein, unser eigenes Subjektsein zu hinterfragen. An fremden, zeitfernen und zugleich modernen Biografien erkennt man bestimmte Dinge klarer als im Blick auf das eigene Leben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es denkt über die fundamentalen Voraussetzungen modernen Menschseins nach. Unser Leben und Denken funktioniert nie getrennt von unserem Körper, sondern stets in ihm und mit ihm. Das ist ein hochaktuelles Thema. Die Aufmerksamkeit für den Körper öffnet den Blick für die Frage nach Männlichkeit und Geschlecht: Schon vor über 200 Jahren war es möglich, den männlichen Körper als schwach und fehlerhaft darzustellen – und das Bild männlicher Autonomie und Vorherrschaft zu hinterfragen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Subjekttheorien und Gender-Debatten erkunden das Menschsein aktuell in verschiedenen Dimensionen. Für beide Themen hat die Lektüre von Rousseau, Moritz und Sebald viel zu bieten. Sie stellen sich der Frage des Subjektseins schonungslos, als schwache, zwanghafte, getriebene männliche Subjekte. So erklingt aus dem 18. Jahrhundert eine erhellende Kritik am Begriff des Normalen und der Normierung des Menschen. Das Buch fordert heraus, das Menschsein unter dem Aspekt der Verletzlichkeit neu zu denken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für die Freiheit und anthropologische Fragen interessieren: mit Literaturwissenschaftlern/-innen, Kulturhistorikern/-innen, Gender-Wissenschaftlern/-innen, Philosophen/-innen, Psychologen/-innen...

5. Ihr Buch in einem Satz:

Texte über den Versuch, Subjekt zu sein – trotz aller Verletzungen und der Unverfügbarkeit des eigenen Körpers.

Besprochen in:

Revista de Filología Alemana, 23 (2015), Marcello D. Burello
Autor_in(nen)
Martina Läubli
Buchtitel
Subjekt mit Körper Die Erschreibung des Selbst bei Jean-Jacques Rousseau, Karl Philipp Moritz und W.G. Sebald
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
302
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2655-1
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT000000
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2014-04-09
Auflage
1
Themen
Körper, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Masculinity Studies
Schlagworte
Literatur, Subjektivität, Männlichkeit, Gender Studies, Körper, Jean-Jacques Rousseau, Karl Philipp Moritz, W.G. Sebald, Allgemeine Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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