Die Natur der Sittlichkeit

Grundlagen einer Theorie der Institutionen nach Hegel

Filipe Campello arbeitet in diesem Buch eine an Hegel anschließende Auffassung der menschlichen Natur für die Skizzierung einer Theorie der Institutionen heraus. Er betrachtet das Verhältnis zwischen Natur und Institutionen in doppelter Weise: Eine deskriptive Perspektive bezieht sich auf die Rolle der Gefühle und Affekte innerhalb sozialer Praktiken. Eine zweite, normative Perspektive untersucht den Beitrag dieser Verständnisweise zu einer Theorie der Institutionen, wenn sie sich nicht nur auf strikt vernünftige und kalkulierende Subjekte bezieht, sondern auch auf deren sozial vermittelte, »zweite Natur« – etwa auf Triebe, Neigungen und Leidenschaften. Es zeigt sich, dass Hegels Sittlichkeitstheorie nicht nur eine historische und immanente Sozialontologie darstellt, sondern auch ein Resultat seiner Kritik an verfälschten Formen sozial orientierter Gefühle ist.

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2015-02-27, 234 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2666-7

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Filipe Campello

Filipe Campello, Bundesuniversität von Pernambuco, Brasilien

... mit Filipe Campello

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch liefert einen originellen Beitrag zu einem stets präsenten, aber oft übersehenen Thema, nämlich der Rolle von Gefühlen innerhalb sozialer Praktiken. Es geht somit um ein Thema, das weitreichende Konsequenzen für eine Vielzahl praktischer Handlungskontexte hat, so etwa für Paarbeziehungen oder politisches Handeln.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch sieht die in der politischen Philosophie gegenwärtig weit verbreitete Tendenz, nur die kognitiv-rationalen Kräfte in politischen Kontexten zu betrachten, als verkürzt an, und widmet sich daher der Frage, wie auch die Naturdimension des Menschen angemessen zu berücksichtigen sei. Die im Anschluss an Hegel rekonstruierte Konzeption sozialen Handelns stellt den affektiven Gehalt sozialer Praktiken in den Vordergrund und untersucht illustriert diese Auffassung am Beispiel des ökonomischen Handelns und der politischen Gefühle.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Untersuchung verfolgt ein doppeltes Ziel. Ein erstes – in Form einer Interpretation von Hegels politisch-philosophischem Programm – besteht darin, Hegels Sittlichkeitstheorie als eine Antwort auf die Frage auszulegen, wie die menschliche Natur zu verstehen ist. Ein zweites Ziel der Arbeit ist es, Grundaspekte dieser an Hegel anschließenden Institutionentheorie für die aktuelle philosophische Debatte fruchtbar zu machen. Das Buch versucht zu zeigen, dass innerhalb des Sozialen die zuerst natürlichen Formen von Trieben und Begierden zu kooperativen und fürsorglichen Handlungsgestalten formiert werden, die sich dann als elaborierte Willensformen in verschiedene soziale Kontexte integrieren lassen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Hegels Interpreten und politischen und Sozialphilosophen, ebenfalls mit Sozialwissenschaftlern und Politologen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In den sozial und institutionell vermittelten Praktiken werden Affekte als ›denzentrierte‹, ›sittliche‹ herausgebildet, die andere miteinbeziehende Handlungen ausdrücken.

Besprochen in:
Hegel Studien, 50 (2017), Philipp Erbentraut
Autor_in(nen)
Filipe Campello
Buchtitel
Die Natur der Sittlichkeit Grundlagen einer Theorie der Institutionen nach Hegel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
234
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2666-7
DOI
Warengruppe
1525
BIC-Code
HPC HPS
BISAC-Code
PHI016000 PHI019000 PHI034000
THEMA-Code
QDH QDTS
Erscheinungsdatum
2015-02-27
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Politik, Ethik
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Politik, Gefühle, Soziale Praktiken, Menschliche Natur, Hegel, Gesellschaft, Ethik, Deutsche Philosophiegeschichte, Politische Philosophie, Sozialphilosophie, Philosophie

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