Wissen wir, was ein Körper vermag?

Rhizomatische Körper in Religion, Kunst, Philosophie

Die Frage »Wissen wir, was ein Körper vermag?« ist für Spinozas Ethik zentral, weil sie die leibliche Fundierung geistiger Tätigkeiten in den Blick kommen lässt. Immer wieder fragt er seine philosophischen Gegner, wie sich die »schlafwandlerische Kreativität« der Natur verstehen lässt, kraft der sie komplexe Gebilde hervorbringt, ohne sich diese im Vorhinein mental vorgestellt zu haben.

Der Band geht dieser Frage in drei Hinsichten nach: Wie kommt die nachtwandlerische Kraft der Natur in religiösen Diskursen zur Sprache? Wie zeigt sie sich in Performance-Praxis und -Theorie? Welches Bild von Denken wird durch ein solches Denken der Körper generiert?

Mit Beiträgen von Brian Massumi, Erin Manning, Marcus Steinweg u.a.

29,99 € *

2014-04-30, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2687-2

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Arno Böhler

Arno Böhler, Universität Wien, Österreich

Krassimira Kruschkova

Krassimira Kruschkova, Tanzquartier Wien und Universität für angewandte Kunst Wien, Österreich

Susanne Valerie Granzer

Susanne Valerie Granzer alias Susanne Valerie, Max-Reinhardt-Seminar/Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien, Österreich

... mit den Herausgebern

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wissen Sie, was ein Körper vermag?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Spinoza greift die Frage ›Wissen wir, was ein Körper vermag?‹ in seiner Ethik wiederholt auf, um aufzuzeigen, dass Körper ›nachtwandlerisch‹ tätig sind. Noch bevor wir als Subjekte selbst handeln, ist es die große Vernunft des Leibes (Nietzsche), die durch uns hindurch handelt. Dabei enthüllt sich eine elementare, prä-individuelle Form von Lebendigkeit (Deleuze), deren Struktur dieser Sammelband zur Sprache zu bringen versucht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Sammelband ist ein Forschungsergebnis, das aus dem mehrjährigen Forschungsprojekt ›Generating Bodies – Korporale Performanz‹ (TRP12-G21) hervorgegangen ist. Er fordert ein Denken der Körper ein, das nicht nur die hellen, lichten Zonen des Geistes, sondern auch die dunklen, obskuren Zonen der Körper reflektiert. Dabei soll ein neues Bild des Denkens generiert werden, in dem die Körperlichkeit des Philosophierens sichtbar wird. (Schlagworte: Transzendentaler Empirismus/New Materialism/Spekulativer Realismus )

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit unseren Gegnern: den Idealisten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Dort, wo sich das Denken in der Tat als ›physischer Prozess‹ begreift, ist die Philosophie auch unterwegs, ein neues, ›elementares‹ Bild des Denkens zu kreieren.

Besprochen in:

www.kritische-ausgabe.de, 24.09.2014, Ulf Lübbert
Buchtitel
Wissen wir, was ein Körper vermag? Rhizomatische Körper in Religion, Kunst, Philosophie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2687-2
DOI
10.14361/transcript.9783839426876
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB HP ABA
BISAC-Code
SOC022000 PHI015000 ART009000
THEMA-Code
JHB QDT ABA
Erscheinungsdatum
2014-04-30
Auflage
1
Themen
Körper, Religion, Kunst
Adressaten
Philosophie, Tanz- und Theaterwissenschaften, Performance Studies, Religionswissenschaften
Schlagworte
Philosophie, Körper, Performance, Arts-based Research, Religion, Spinoza, Kunst, Philosophie des Körpers, Kunsttheorie, Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft

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