Vom Versuch, Kreativität in der Stadt zu planen

Die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg

Mit dem Hype um »kreative Städte« ist eine stadtpolitische Handlungspraxis entstanden, die als »strategische Kreativplanung« weltweit Verwendung findet. Constanze Klotz zeigt beobachtbare Ansätze der Praxis auf und verortet sie mithilfe der Cultural Theory im Gesamtkontext von »Kreativität« und »Stadt«. So werden Unterschiede ebenso wie Wechselwirkungen zwischen städtischen und nicht-städtischen Strategien sichtbar. Am Beispiel der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg (2007-2013) und mithilfe von Experteninterviews arbeitet die kulturwissenschaftliche Studie stadtpolitische Interventionsmöglichkeiten für das Steuerungsparadoxon »Kreativität« heraus.

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2014-05-07, 366 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2701-5

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Constanze Klotz

Constanze Klotz, Hamburg, Deutschland

... mit Constanze Klotz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Frage, wie Kreativität und Stadtentwicklung zusammenhängen, in aller Munde ist, oftmals aber verkürzt als ein Thema verstanden wird, das sich generalstabsmäßig planen lässt. Mein Buch versteht sich als Gegenentwurf: Es zeigt Kreativität als unplanbaren, widersprüchlichen Gegenstand und entwirft Handlungsansätze für die Stadtpolitik, die dazu beitragen sollen, die ›Leerformel‹ Kreativität wieder mit Inhalt zu füllen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eine Perspektive jenseits dogmatischer Zuschreibungen zwischen ›den Kreativen‹ und ›den Planern‹. Vielmehr zeigt das Buch Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen beiden Akteursgruppen auf und wirbt damit für eine komplexere Betrachtungsweise des mitunter sehr gelittenen Themas der Nutzbarmachung von Kreativität für die Stadtentwicklung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Obwohl Städte seit jeher Taktgeber für Neuerungsprozesse verschiedenster Art sind, erfahren sie über die Metapher der ›kreativen Stadt‹ seit nunmehr etlichen Jahren eine völlig neue Zuschreibung. Die aktuelle Forschungsdebatte widmet sich dieser Entwicklung: mit konkreten Handlungsempfehlungen, aber auch mit kritischen Analysen zur politisch-strategischen Nutzbarmachung von ›Kreativität‹ für die ›Stadt‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jenen beiden Akteursgruppen, die für das konflikthafte Zusammenwirken von Kreativität und Stadt stehen: Mit Politikern und Planern, die davon ausgehen, Kreativität lasse sich losgelöst vom jeweiligen Ort, seiner Genese und seinen Akteuren in vordefinierte Instrumente und Maßnahmen überführen. Mit Künstlern und Kreativen, die davon ausgehen, dass alle städtischen Planungsversuche zur Beförderung von Kreativität zwangsläufig schlecht und zweckgebunden sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kreativität in der Stadt kann erst dann entstehen, wenn man sich von starren Planungsfantasien löst und Freiräume aber auch Verantwortlichkeiten schafft, die kreatives Denken und Handeln für ihre Akteure ermöglichen.

»Ein beachtenswertes Buch mit vielen klugen Gedanken.«
Gerald Munier, AKP, 1 (2015)
Besprochen in:

Stadt und Raum, 5 (2014)
Autor_in(nen)
Constanze Klotz
Buchtitel
Vom Versuch, Kreativität in der Stadt zu planen Die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
366
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2701-5
DOI
10.14361/transcript.9783839427019
Warengruppe
1725
BIC-Code
JFSG RPC JHB RGC
BISAC-Code
SOC026030 POL002000 SOC026000
THEMA-Code
JBSD RPC JHB RGC
Erscheinungsdatum
2014-05-07
Auflage
1
Themen
Raum, Stadt
Adressaten
Soziologie, Urban Studies sowie Praktiker_innen in Stadtplanung und Kulturpolitik
Schlagworte
Kreativplanung, Kultur- und Kreativwirtschaft, Kreativität, Stadtplanung, Hamburg, IBA, Stadt, Raum, Urban Studies, Kulturpolitik, Soziologie

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