Bildformeln

Visuelle Erinnerungskulturen in Osteuropa

Im Zeichen des Visual Turn werden Bilder als wichtiges Instrument von Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken reflektiert. Dank ihrer momentanen globalen Verbreitung gewinnen sie in den Medien selbst den Status historischer Ereignisse, werden zu »Bildakten« (Bredekamp) und erzwingen als Fakten einen historisierenden Umgang.

Aby Warburgs und Sergej M. Ejzenstejns Begriff der »Pathosformel« abwandelnd, fragt dieser Band nach ikonographischen Kodierungen, die bei der Konstitution kollektiver Gedächtnisse als wichtiges politisches Instrument fungieren und damit die Macht der Bilder mitbegründen. Im Blick auf Bildmedien und die Literatur untersuchen die Beiträge in komparatistischer Perspektive die Spezifik und Wirksamkeit von Bildformeln in verschiedenen Regionen Osteuropas.

39,99 € *

2018-01-25, 360 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2717-6

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Susi K. Frank

Susi K. Frank, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

... mit Susanne Frank

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil die Erforschung der visuellen Erinnerungskulturen in den Ländern Osteuropas deutlich hinterher hinkt hinter den Untersuchungen auf diesem Feld in Deutschland.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Konzept der ›Bildformel‹, welches der Band im an Anschluss Aby Warburgs Begriff ›Pathosformel‹ und seine Weiterentwicklung durch Horst Bredekamp und das Konzept des ›Bildakts‹ vorschlägt, eröffnet der Band eine neue Perspektive und einen neuen Ansatz zur Erforschung visueller und bildlicher erinnerungskultureller Verfahren und erprobt diese exemplarisch in Anwendung auf die osteuropäischen Länder.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Konzept der ›Bildformeln‹ schließt an eine in den letzten Jahren in Deutschland in den

Medienwissenschaften und der Kultursoziologie breit geführte Debatte zu ›Schlüsselbildern‹ und ›Schlagbildern‹ sowie an die von Horst Bredekamps und Sigrid Weigel angeregte neue Diskussion von Aby Warburgs Begriff ›Pathosformel an.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kolleg_innen aus den Kunst- und Kulturwissenschaften in Berlin und den Ländern Osteuropas, denen der Band gewidmet ist.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band untersucht, wie und warum gerade Bilder mit einem hohen Grad an ikonographischer Kodierung ein so wichtiges Instrument der nachhaltigen Prägung des kulturellen Gedächtnisses sein können und er fragt nach den Besonderheiten des Bildgedächtnisses in den Ländern Osteuropas.

Autor_in(nen)
Susi K. Frank (Hg.)
Buchtitel
Bildformeln Visuelle Erinnerungskulturen in Osteuropa
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
360
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2717-6
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD DSB
BISAC-Code
ART009000 SOC052000 LIT004110
THEMA-Code
ABA JBCT DSB
Erscheinungsdatum
2018-01-25
Auflage
1
Themen
Bild, Europa
Adressaten
Bildwissenschaft, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Osteuropäische Literatur- und Kulturwissenschaft
Schlagworte
Bildformeln, Pathosformel, Gedächtnispolitik, Erinnerungskulturen, Osteuropa, Medien, Kultur, Literatur, Visual Turn, Bild, Bildwissenschaft, Slavistik, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung