Die Kunst des Möglichen III

Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik
Band 3: Macht der Technik

Inwieweit sind unsere Handlungsvollzüge und ihre Ordnungen durch Technik bedingt? Nachdem Christoph Hubig die Ermöglichungsfunktion der Technik freigelegt (Band I) und eine Moral für den Umgang mit technischen Möglichkeiten entwickelt hat (Band II), entwirft er nun in diesem (eigenständig lesbaren) Band III in kritischer Auseinandersetzung mit Foucault und der Akteur-Netzwerk-Theorie ein technikadäquates Machtkonzept. Jenseits eines »Technikdeterminismus« oder der Behauptung einer eigendynamischen Technikevolution steht dabei der Unterschied zwischen einer Strukturdynamik und einer Netzdynamik im Vordergrund. Zudem werden die Erträge dieser Modellierung für die Frage eines Wandels von Autonomie und (ethischer) Kontrolle geltend gemacht.

29,99 € *

2015-03-23, 250 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2812-8

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Christoph Hubig

Christoph Hubig, Technische Universität Darmstadt, Deutschland

... mit Christoph Hubig

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Angesichts der Entwicklungen der Hochtechnologien ist einerseits in neuer Weise von der Macht der Technik die Rede, andererseits von Herausforderungen an eine Ethik der Technik. Wie lässt sich dies zusammenbringen? Jedenfalls nicht, wenn ein Technikdeterminismus unterstellt wird, oder mit einer ethischen Reflexion in naiver Weise verbunden wird, dass hierdurch Machtverhältnisse zu ändern wären. Vielmehr ist sowohl die spezifische Verfasstheit einer Technikmacht genauer zu untersuchen, als auch die Weise, wie wir uns zu ihr in ein Verhältnis setzen können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Unterschied zu klassischen technikphilosophischen Ansätzen wird strikt zwischen Macht und Herrschaft der Technik unterschieden, und es wird ein modales Machtkonzept (Macht als Ermöglichung) geltend gemacht, welches anschlussfähig ist an die aktuelle Machtdiskussion. Eine spezifische Ethik der Technik findet ihren Ort als Ethik eines Umgangs mit Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten präsentieren sich in Gestalt von Strukturen und Netzen (was ebenfalls oft zu Unrecht gleichgesetzt wird); die Dynamik von Strukturen und die Dynamik von Netzen sind in unterschiedlicher Weise beeinflussbar und gestaltbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Insbesondere die Ansätze von Michel Foucault und Bruno Latour (ANT) widmen sich dieser Problematik, weisen jedoch terminologische und theoretische Defizite auf, die zu beheben sind. Im Ausgang von diesen beiden Positionen wird die aktuelle Forschungsdebatte zur Mensch-Technik-›Interaktion‹ weitergeführt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sowohl Kolleg/-innen und Studierende aus den Bereichen Technikforschung und anwendungsbezogener Ethik, als auch theorieinteressierte Gestalt/-innen einschlägiger ›smarter/autonomer‹ technischer Systeme sind willkommene Gesprächspartner.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Technikethik ist nicht ›Fahrradbremse am Airbus‹ (Ulrich Beck), weil Ethik nicht bloß auf Bremswirkung und Technik nicht bloß auf Systemeigenschaften eines Airbus zu reduzieren ist.

»Mit der ›Macht der Technik‹ steht Hubig nicht nur, wie in seinen bisherigen Arbeiten, an der Spitze der Technik-Philosophie, sondern nutzt auch einige der elaboriertesten Beiträge der Philosophie der Macht, als Modaltheorie der Macht, in überzeugender Weise, um sie mit der Technikphilosophie zu verbinden.«
Kurt Röttgers, Zeitschrift für Kulturphilosophie, 10/1 (2016)
Autor_in(nen)
Christoph Hubig
Buchtitel
Die Kunst des Möglichen III Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik
Band 3: Macht der Technik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
250
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2812-8
DOI
10.14361/transcript.9783839428122
Warengruppe
1521
BIC-Code
HP HPQ HPS
BISAC-Code
PHI000000 PHI005000 PHI019000
THEMA-Code
QDT QDTQ QDTS
Erscheinungsdatum
2015-03-23
Auflage
1
Themen
Technik, Ethik
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Kulturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften
Schlagworte
Technik, Macht, Autonomie, Kontrolle, Ethik, Akteur-Netzwerk-Theorie, Foucault, Dialektik, Philosophie, Technikphilosophie, Politische Philosophie

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