Vom neuen guten Leben

Ethnographie eines Ökodorfes

Vom Gorleben-Widerstand der »Freien Republik Wendland« bis zum ersten Parteiprogramm der Grünen: Die Vision vom guten Leben auf dem Lande machte in den 1980ern wieder Furore. In den 1990ern traten dann Ökodörfer an, die Utopie zu erneuern. Welche Erfahrungen werden im ›Abenteuer Lebensstil‹ kultiviert? Inwieweit gelingt es, damit zu einer Transformation gen Nachhaltigkeit beizutragen?

Anhand des bekannten Projekts »Sieben Linden« untersucht Marcus Andreas anschaulich und kritisch die Bemühungen eines Ökodorfes um eine zeitgemäße Positionierung im Wandel.

27,99 € *

2015-06-10, 306 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2828-9

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Marcus Andreas

Marcus Andreas, Ludwig-Maximilians-Universität München und Rachel Carson Center for Environment and Society, Deutschland

... mit Marcus Andreas

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es viel zu spannend ist, sich mit den möglichen Pionieren einer ›Großen Transformation‹ (WBGU) zu befassen. Um Postwachstumsperspektiven auf ihren projektiven Verbindlichkeitscharakter zu prüfen, sollte man sie aus der Nähe kennen (lernen) – in ihrem ganzen Reichtum und mitsamt ihren Widersprüchlichkeiten. Die Analyse erlaubt es, Postwachstumsprojekte wie Ökodörfer aus ihrer Projektförmigkeit zu entlassen und weiter zu entwickeln.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durchs hohe Gras, direkt auf unsere Gesellschaft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Bogen aus Utopieforschung, Identitätspolitik und ›Großer Transformation‹ zielt auf den gesellschaftlichen Wandel. Dabei wird – auch in der Forschung – gerne nach Skalierbarkeit, Transferierbarkeit und ›best practices‹ gefragt. Ich halte dies zumeist für unpassende Fragen. Vor Ort finden spezifische Kultivierungen statt, die auch im überlokalen Zusammenwirken komplex sind und Eindimensionalität transzendieren müssen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Claus Leggewie. Ansonsten werfe ich mich gerne in das Spannungsfeld zwischen Ökos und jenen, die eine bessere Zukunft nicht ohne wirtschaftlichen Wachstum denken können.

5. Ihr Buch in einem Satz:

280 Seiten, gut zu lesen; Analysen und Anekdoten wider die Alternativlosigkeit.

»Vor dem Hintergrund einer Postwachstumsgesellschaft sind sorgfältige Analysen solcher sozialer Innovationen ein wichtiger Baustein für die Gestaltung unserer gesellschaftlichen Zukunft.«
Linda Nierling, TATuP, 25/3 (2016)
»Anschaulich, kritisch.«
Schrot & Korn, 1 (2016)
»Eine gut lesbare wissenschaftliche Publikation.«
Ivan Raduychev, Oya, 33 (2015)
Besprochen in:
www.fellbeisser.net, 7 (2015)
Umweltbriefe, 17 (2015)
Fraunhofer IRB, 9 (2015)
BUNDmagazin, 1 (2016)
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2017), Jürgen Schmid
Autor_in(nen)
Marcus Andreas
Buchtitel
Vom neuen guten Leben Ethnographie eines Ökodorfes
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
306
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2828-9
DOI
Warengruppe
1753
BIC-Code
JHMC RNT RGC
BISAC-Code
SOC002010 SOC026000 SOC015000
THEMA-Code
JHMC RNT RGC
Erscheinungsdatum
2015-06-10
Auflage
1
Themen
Natur, Raum
Adressaten
Ethnologie, Geographie, Sozial- und Kulturwissenschaften und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Ökodorf, Gemeinschaft, Kultur, Nachhaltigkeit, Transformation, Ethnografie, Sieben Linden, Raum, Natur, Kulturanthropologie, Umweltsoziologie, Kulturgeographie, Sozialgeographie

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