Poetopharmaka

Heilmittel und Gifte der Literatur

Das »poetopharmakon« ist ein poetisches Mittel mit heilender oder giftiger Wirkung. Das literatur- und medientheoretische Paradigma antwortet methodisch reflektiert auf die Digitalisierung der Kultur, in welcher das Lesen und Schreiben einer Neuprogrammierung unterzogen werden. Wie wirkt Literatur – ob in Buchform oder digital – heute? Und was sind mögliche Nebenwirkungen von morgen? Gibt es neue Mischungen, Rezepturen und Rezeptionen?

Leonhard Fuest fragt hierfür zum einen nach dem pharmazeutischen und therapeutischen Wissen in der Literatur der letzten 200 Jahre. Zum anderen entwickelt und erprobt er mithilfe einer experimentellen Aleatorik poetologische Essenzen, um auf den Medienwandel des 21. Jahrhunderts einzuwirken.

22,99 € *

2015-02-03, 148 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2830-2

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Leonhard Fuest

Leonhard Fuest, Universität Hamburg, Deutschland

... mit Leonhard Fuest

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil ich nur Bücher schreibe, die ich selbst gern lesen will, also mindestens für brauchbar halte. Und weil naturgemäß nicht brauchbar sein muss, was notwendig ist – und ich letzteres stets vorziehe.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es pointiert ein neues literatur-, medien- und kulturtheoretisches Paradigma: das des ›(poeto)pharmakon‹. Und schiebt damit eine Diskussion über intermediale Wirkungszusammenhänge und den immer schon existenziellen Einsatz von Literatur im digitalen Zeitalter an.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es reizt den Möglichkeitssinn der im Wandel befindlichen Humanwissenschaften, indem es vor allem Methodenfragen stellt. So trifft Stoff-, und Buchgelehrsamkeit auf Narko-Programm-Informatiken – mit dem Ziel einer wirksamen intermedialen Therapeutik.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Freundinnen und Freunden einer Theorie, die Experiment, Frage und Spiel sowohl den strukturellen Depressionen bürokratisierter Alltagswelt wie auch den Betäubungsmitteln und Suchtmachern neomedialer Dispositivität entgegenzuhalten sucht. Und also mit passionierten Leserinnen und Lesern, die von den Vitalfunktionen der Literatur überzeugt sind – und daran interessiert, was aus ihr und ihren Stoffen im Zeitalter digitaler Programmkulturen wird.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Intermedial wirksame ›poetopharmaka‹ nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu entwickeln, ist das Hauptanliegen dieses Buches.

»Wahnsinnsstoff.«
Jutta Person, Philosophie Magazin, 8/9 (2015)
»Nur etwas für postmodern fortgeschrittene Leser, die nicht leicht zu schockieren sind. Dann aber ein Trip.«
Katrin Schumacher, MDR Figaro, 21.05.2015
Autor_in(nen)
Leonhard Fuest
Buchtitel
Poetopharmaka Heilmittel und Gifte der Literatur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
148
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2830-2
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB DSA JFD
BISAC-Code
LIT000000 LIT006000 SOC052000
THEMA-Code
DSB DSA JBCT
Erscheinungsdatum
2015-02-03
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Psychologie, Philosophie, Pädagogik sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Literatur, Medien, Medienwandel, Poetologie, Rezeption, Digitalisierung, Pharmaka, Heilmittel, Gift, Droge, Literaturwissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft, Literaturtheorie, Medientheorie

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