Haneke

Keine Biografie

Michael Haneke ist nicht nur einer der renommiertesten Vertreter des europäischen Kinos. Seine Filme zählen, unter Einbeziehung von mitunter erstaunlichen und kuriosen Auslegungen, zu den meistkommentierten und umstrittensten der Filmgeschichte. Diese bislang umfassendste Einzelstudie zu Werk und Erfolg des Oscarpreisträgers verwehrt sich den üblichen Interpretationen und nähert sich differenziert vermittels Interviews der oftmals vorschnell etikettierten Erfolgsgeschichte Hanekes an: als Chronik einer abenteuerlichen Reise von Wien über Paris nach Cannes und bis nach Hollywood – getragen von den Gedanken des Regisseurs sowie von den Stimmen seiner Komplizen und Gegner.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Intro

    Seiten 9 - 10
  4. 0. Mit Michael Haneke zur Lage der Nation am globalen Filmmarkt: Ein Fallbeispiel

    Seiten 13 - 30
  5. 1. Artgerecht beschrieben: "Nationales" (Autoren-)Kino

    Seiten 31 - 64
  6. 2. Unheimlich heimisch: Das Haneke-Phantom und seine geopolitischen Transgressionen

    Seiten 65 - 84
  7. 3. Framing Imaginations: Bilder in wechselseitiger Relationierung mit dem Netzwerk

    Seiten 85 - 100
  8. 4. Das Weiße Band: Von einer "deutschen Kindergeschichte" über eine internationale Festivalgeschichte hin zu einer "österreichischen Erfolgsgeschichte"

    Seiten 103 - 150
  9. 5. Funny Games, Funny Games U.S.: Funny Games Ghost und materielle Meta-Stärkungen

    Seiten 151 - 168
  10. 6. Caché: Das Verborgene, das Krisenhafte und eine Urheberschaftsfrage

    Seiten 169 - 186
  11. 7. Wolfzeit: Ein Apokalypsenszenarium

    Seiten 187 - 198
  12. 8. Die Klavierspielerin: Vom Präzedenzfall zum Transzendenzfall

    Seiten 199 - 228
  13. 9. Code inconnu: Vom Widerstand als Kunst der Stunde zum Multikulturalismus als europäische Alltagspraxis

    Seiten 229 - 248
  14. 10. Am Beginn von Arthouse steht: Haneke. Und: Die Geburt einer Tragödie als Trilogie

    Seiten 249 - 256
  15. 11. Der Siebente Kontinent: Ein kollektiver Selbstmord und ein großer Schritt in die künstlerische Freiheit

    Seiten 257 - 268
  16. 12. Benny's Video: "Radikalität" und ein drohendes Aufführungsverbot

    Seiten 269 - 278
  17. 13. 71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls: Leitmotivische Motivlosigkeit und faktische Fiktionalität

    Seiten 279 - 286
  18. 14. Die Meriten einer Filmkritik wider den Mythos des romantischen Autorgenies

    Seiten 287 - 296
  19. 15. Kino im Fernsehen

    Seiten 297 - 314
  20. 16. Amour: Ein transatlantischer Reisebericht

    Seiten 315 - 372
  21. An der Sackgasse des Essentialismus vorbei: Auszug aus einem Gespräch mit Michael Haneke

    Seiten 373 - 392
  22. Bibliografie

    Seiten 393 - 418
  23. Filmografie

    Seiten 419 - 422
  24. Komplizen und Kooperationspartner

    Seiten 423 - 424
  25. Backmatter

    Seiten 425 - 428
Mehr
34,99 € *

2014-09-08, 432 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2838-8

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Katharina Müller

Katharina Müller, Universität Wien, Österreich

... mit Katharina Müller

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch erzählt, möglichst ehrlich und assoziativ, eine Erfolgsgeschichte: Es staunt, ringt mit Worten, zweifelt, irrt, hält Maß in der Bewertung von Sachverhalten, spricht mehrere Sprachen und lacht Tränen zwischen den Zeilen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Erzählung »Haneke« ist vielstimmig und damit multiperspektivisch angelegt. Sie hat an einem fernen Tag im Kino begonnen und geht Menschen, Dingen, Eindrücken, Gefühlen und ihrem Ausdruck nach. Sie weitet unablässig den Fokus und besteht auf die Sichtbarkeit einer Vielzahl von Akteuren in ihrem Handeln, das nicht zuletzt die Co-Autorschaft an diesem Buch miteinschließt. Mozartkugeln, Regengüsse und Schlachtschussapparate inkludiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es geht, versammelt unter einem Namen, um die Frage nach der Form einer (Film-)Geschichte, die in erster Linie beschreibt, nicht erklärt. Es geht um einen Filmemacher. Es geht um Kino in seiner vermeintlichen Selbstverständlichkeit. Und um das Scheitern von Bedeutung.

Das Buch erwägt – nach methodischer Maßgabe der ›Akteur-Netzwerk-Theorie‹ – den Anteil der Rahmenbedingungen und folgt einer grundlegenden Haltung: Was einen umgibt, ist meistens klüger.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit meinen beiden Großvätern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Viele Geschichten Haneke in einer – minutiös im Detail und leise dort, wo es nichts zu sagen gibt.

»Konzeptuell und in der Ausführung rundum gelungen.«
Jörg Schiffauer, ray, 3 (2015)
»Fundiertes, weitblickendes, freilich auch essayistisch anmutendes Werk.«
Harald Mühlbeyer, epd Film, 04.02.2015
»Keine klassische Werkanalyse, sondern eine sehr individuelle Mischung von subjektiven Gedanken zu Hanekes Filmen und zitierten Dokumenten der Haneke-Rezeption. Es gibt viele kluge Assoziationen zum österreichischen Kino, zum Verhältnis zwischen Film und Fernsehen, zu Hanekes Umgang mit Schauspielerinnen und Schauspielern.
Aber man kann das Buch auch zurate ziehen, wenn man gerade irgendeinen Haneke-Film gesehen hat [...]. So gesehen ist das Buch so etwas wie verbales Bonus-Material.«
Hans Helmut Prinzler, www.hhprinzler.de, 23.10.2014
»Müllers Dissertation [...] ist kein Close-up, sondern eine Totale. Hanekes Kino als umfassende Fallstudie. Global und vielstimmig.«
Karin Schiefer, www.AustrianFilm.Com, 10 (2014)
»Die größte Herausforderung sei sicher gewesen, die emotionale Verstörung, die mit dem Betrachten der Filme Hanekes einher geht, in eine neutrale Arbeit zu überführen, gibt Müller zu. Diese Aufgabe ist ihr, mit filmwissenschaftskritischen Untertönen und in einer formal fast spielerischen und romanhaften Form, ausnehmend gut gelungen.«
APA-Science, 20.10.2014
Besprochen in:

GMK-Newsletter, 10 (2014)
Die Presse, 21.10.2014, Köksal Baltaci
ORF TVThek, 21.10.2014
www.literaturkritik.de, 12 (2014), Michael Duszat
Autor_in(nen)
Katharina Müller
Buchtitel
Haneke Keine Biografie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
432
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2838-8
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA
BISAC-Code
PER004030
THEMA-Code
JBCT ATF
Erscheinungsdatum
2014-09-08
Auflage
1
Themen
Film
Adressaten
Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Production Studies, Akteur-Netzwerk-Theorie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Michael Haneke, Film, Medien, Kino, Oscar, Arthouse, Europäischer Film, Filmfestival, Cannes, Hollywood, Krieg, TV, Globalisierung, Medienwissenschaft

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