Die phantastische Gabe des Gegen-Gedächtnisses

Ethik und Ästhetik in Thomas Bernhards »Auslöschung«

Bislang gingen die meisten Interpreten davon aus, dass die »Auslöschung« das einzige tatsächlich realisierte Wahnsinnsprojekt eines bernhardschen Protagonisten ist. Viele kritisierten diese »ungeheure Schrift«, in der alles ausgelöscht und zugleich an ein KZ-Opfer erinnert werden soll, als moralischen Fehltritt. Thomas Meyer zeigt jedoch: Die Memorialpolitik der »Auslöschung« fördert ganz anderes zutage: ein Gegen-Gedächtnis, ein anderes (Ge-)Denken, das die gutgläubige Ideologie der Erinnerungsimperative durchkreuzt. »Auslöschung« ist eine unmögliche Möglichkeit, ein phantastischer Traum(a)text, der seine Realisierung nur träumt und trotzdem ein ethisches und literarisches Programm verfolgt.

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27. September 2014, 340 Seiten
ISBN: 978-3-8394-2849-8
Dateigröße: 3.3 MB

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Thomas Meyer

Thomas Meyer, Sophia und Dokkyo Universität, Tokyo, Japan

Autor_in(nen)
Thomas Meyer
Buchtitel
Die phantastische Gabe des Gegen-Gedächtnisses Ethik und Ästhetik in Thomas Bernhards »Auslöschung«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
340
ISBN
978-3-8394-2849-8
DOI
10.14361/transcript.9783839428498
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT004170 LIT000000
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
27. September 2014
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft
Schlagworte
Thomas Bernhard, Auslöschung, Phantastik, Antiautobiografie, Erbe, Literaturwissenschaft, Literatur, Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Literaturtheorie

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