Dem kolonialen Blick begegnen

Identität, Alterität und Postkolonialität in den Fotomontagen von Hannah Höch

Zwischen 1922 und 1931 schafft die Berliner Künstlerin Hannah Höch eine große Reihe an Fotomontagen, in denen sie sich mit der Repräsentation und Rezeption des Fremden im frühen 20. Jahrhundert auseinandersetzt. In ihren Arbeiten formuliert Höch nicht nur ein kritisches Statement zum Primitivismus und zu den westlich-hegemonialen Sichtweisen ihrer Zeitgenossen, sondern stellt auch eine geradezu postkoloniale Forderung nach einer transkulturellen, globalen Kunst auf. Denise Toussaints ausführliche Betrachtung und Neuinterpretation von Höchs Werken im Lichte postkolonialer Theoriebildung fügt der Wahrnehmung der Dadaistin eine bedeutende Facette hinzu und platziert sie in einem international hochaktuellen Forschungsfeld.

36,99 € *

2015-01-15, 300 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2874-6

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Denise Toussaint

Denise Toussaint, Johannesburg, Südafrika

... mit Denise Toussaint

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Postkoloniale Fragestellungen um Identität, Differenz, Hybridität und Alterität sind derzeit aktueller denn je. Die in meinem Buch besprochenen Fotomontagen von Hannah Höch nähern sich diesem Themenfeld an und deuten die Idee eines transkulturellen Kunstverständnisses bereits in den 1920er Jahren an. Die Analyse von Höch's Arbeiten ist damit gerade im zeitgenössischen Kontext mehr als spannend.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch fügt dem Diskurs um den Primitivismus ein wichtiges Argument hinzu, indem es mit Hannah Höch eine Künstlerin bespricht, die das Phänomen Primitivismus nicht nur kritisiert, sondern ihm einen konstruktiven Gegenentwurf zur Seite stellt. Zudem wird auch Hannah Höch selbst hier in einem neuen Licht gedeutet und der Analyse ihres Werkes eine wichtige Facette hinzugefügt, die vor allem im aktuellen, globalen Kunst-Kontext unbedingt beachtet werden muss.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Notwendigkeit einer Umdeutung westlicher Kunstbegriffe und der Neudefinierung der Kategorie ›Kunstgeschichte‹ im globalen Kontext spiegelt sich derzeit in zahlreichen Debatten wider. Die Diskurse um die Idee der Transkulturalität und die Versuche zur World Art History/History of World Arts nehmen zunehmend Bedeutung an. Hannah Höch's Fotomontagen bieten zu diesen Feldern interessante Ansatzpunkte und wichtige Vorlagen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Vertretern der postkolonialen Theorie und all denen, die an der Idee und Umsetzung einer globalen, transkulturellen Kunst arbeiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein anschauliches, kurzweiliges Beispiel für eine konstruktive Umdeutung lange vernachlässigten Materials.

Besprochen in:
www.socialnet.de, 30.03.2015, Jos Schnurer
Bildpunkt, 39 (2016), Jens Kastner
www.histara.sorbonne.fr, 20.10.2017, Aurélie Arena
Autor_in(nen)
Denise Toussaint
Buchtitel
Dem kolonialen Blick begegnen Identität, Alterität und Postkolonialität in den Fotomontagen von Hannah Höch
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
300
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2874-6
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD AJ ACX HBTR
BISAC-Code
PHO005000 ART015100 POL045000
THEMA-Code
JBCT AJ AGA NHTR
Erscheinungsdatum
2015-01-15
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Fotografie, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften, Ethnologie, Visual Culture
Schlagworte
Hannah Höch, Dada, Primitivismus, Kolonialismus, Postkolonialismus, Fotomontage, Weimarer Republik, Kulturwissenschaft, Postcolonial Studies, Fotografie, Kunst, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstwissenschaft

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