Postkolonialismus und (Inter-)Medialität

Perspektiven der Grenzüberschreitung im Spannungsfeld von Literatur, Musik, Fotografie, Theater und Film

Im Horizont der Germanistik haben sich gerade in den vergangenen Jahren die Postkolonialen Studien als ein lebendiges und vielfältiges Forschungsparadigma etablieren können.

Im Anschluss daran macht sich der Band eine (inter-)mediale Ausweitung der postkolonialen Perspektive zur Aufgabe – verknüpft mit der Frage, wie dies Chancen zur Überschreitung der doch starken Schriftzentriertheit in der Postkolonialen Germanistik bieten kann. Die Beiträge beschäftigen sich vor allem kritisch mit der Darstellung kultureller Fremdheit in Literatur, Musik, Fotografie, Theater und Film im 20./21. Jahrhundert sowie ihren intermedialen Schnitt- und Grenzbereichen.

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2016-10-24, 392 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2899-9

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Laura Beck

Laura Beck, Universität Lüttich, Belgien

Julian Osthues

Julian Osthues, Universität Luxemburg, Luxemburg

... mit den Laura Beck und Julian Osthues

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Postkolonialen Studien innerhalb der Germanistik etabliert haben, fragten wir uns nach möglichen Wegen zukünftiger Forschung – und da erschien uns die Frage nach dem Potenzial einer intermedialen Perspektive vielversprechend, um neue Gegenstandsbereiche, Relektüren sowie theoretische und interdisziplinäre Kopplungsmöglichkeiten und ihre Synergien in den Blick zu rücken. Hauptanliegen des Projekts ist eine Öffnung, Erweiterung und Ausdifferenzierung der postkolonialen Perspektive, die wir programmatisch als ›intermediale Ausweitung der postkolonialen Germanistik‹ verstehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Uns war es wichtig, das Primat der Literatur hinter uns zu lassen und eine thematische Bandbreite zu wählen, die sich über die Bereiche Literatur, Film, Fotografie, Musik und Theater erstreckt und dabei vielfältige Verknüpfungen erlaubt. Vor allem will der Band das ›inter‹ in vielfacher Hinsicht ernst nehmen. Durch die Art und Weise, wie die Beiträge soziologische, film-, medien- und literaturwissenschaftliche Ansätze aufgreifen und z.T. interdisziplinär verkoppeln, werden hermetische Grenzvorstellungen der Forschung virulent. Nicht zuletzt regt die Intermedialität selbst zu einer solchen interdisziplinären Ausweitung der Perspektive an, wovon ein germanistischer, häufig immer noch sehr stark literaturzentrierter Blick profitieren kann, da ihr Gegenstand – die Literatur – in sich immer schon intermedial codiert ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Im Fokus stehen gewissermaßen drei Grenzüberschreitungen, die über das Verhältnis von (Inter-)Medialität und postkolonialen Perspektiven aufgerufen werden. Neben der Ausweitung von Themen, Ansätzen und Gegenstandsbereichen kommt es zu Revisionen etablierter Positionen, die auch über die intermediale Ausrichtung provoziert werden. Mit der Frage nach der Kontinuität der Forschung trägt der Band ferner Rechnung, indem überwiegend Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, die sich als Doktoranden oder Postdoktoranden dem Thema widmen – und das, indem sie ausgetretene Pfade der Forschung verlassen oder Desiderate (z.B. Theater, Musik) in den Blick rücken.

»Der Band [illustriert] das immense Potential zur thematischen und methodischen Diversifizierung bzgl. (Inter-)Medialität im Bereich postkolonialer Studien; er weist auf die Notwendigkeit hin, Medienkonzepte postkolonial zu schärfen und zeigt umgekehrt, wie eine intermediale Perspektive Methoden und Theorien der Postcolonial Studies kritisch erneuern kann.«
Fermin Suter, Germanisch-Romanische Monatsschrift, 67/4 (2017)
»Die verschiedenen Beiträge des Bandes beleuchten die ihnen jeweils spezifischen Dimensionen in unterschiedlichen, von der bisherigen Rolle literaturwissenschaftlicher Betrachtungen abweichenden Ansätzen und bieten auf diese Weise einer kritischen sowie breit aufgestellten Ausweitung des Diskussionshintergrundes Raum.«
Matthias Langenbahn, SPEKTRUM IRAN, 30/1 (2017)
Autor_in(nen)
Laura Beck / Julian Osthues (Hg.)
Buchtitel
Postkolonialismus und (Inter-)Medialität Perspektiven der Grenzüberschreitung im Spannungsfeld von Literatur, Musik, Fotografie, Theater und Film
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
392
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2899-9
DOI
10.14361/9783839428993
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB HBTR JFD
BISAC-Code
LIT004170 POL045000 SOC052000
THEMA-Code
DSB NHTR JBCT
Erscheinungsdatum
2016-10-24
Auflage
1
Themen
Literatur, Medien, Postkolonialismus
Adressaten
Literatur-/Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Postcolonial Studies/Postkoloniale Studien, Interkulturalität
Schlagworte
Literatur, Musik, Film, Theater, Fotografie, Medien, Postkolonialismus, Germanistik, Medienästhetik, Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft

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