Die pädagogische Konstruktion von Elternautorität

Eine Ethnographie der Familienhilfe

Wie erlangen Eltern ihre Erziehungsfähigkeit (wieder)?

Diemut König präsentiert ethnographische Beobachtungen zur pädagogischen Ordnung in der Familienhilfe. Die Analyse professioneller Herstellungsweisen zur Erlangung einer »angemessenen« Elternautorität zieht die Kapitalientheorie Pierre Bourdieus heran und untersucht die Strategien der Kapitalienakkumulation der begleiteten Familien.

Die ethnographische Studie verdeutlicht den Rahmen professioneller Handlungsstrategien einer Habitustransformation und leistet damit einen Beitrag zur Erforschung pädagogischer Interaktionsformen und deren Übertragbarkeit in andere (pädagogische) Handlungsfelder.

29,99 € *

2014-11-18, 228 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2925-5

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Diemut König

Diemut König, htw saar, Deutschland

... mit Diemut König

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Untersuchung verdeutlicht die zentrale Dimension einer ressourcenorientierten Sozialen Arbeit mit Familien, insbesondere mit Eltern, und kann zahlreiche Perspektiven für eine ressourcenerschließende sowie -fördernde Haltung der professionell tätigen Akteure aufzeigen, die auch über das Feld der Jugendhilfe hinausweisen. Adäquat genutzt bietet die Untersuchung des Modellprojektes ›Integrative Familienhilfe‹ somit Ansätze zur nachhaltigen Stärkung, Veränderung oder Konstruktion von Elternautorität.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In dem Band werden die Ebenen und unterschiedlichen Vorgehensweisen der Erarbeitung einer gesunden Elternautorität in pädagogischen Interaktionen rekonstruiert. Überdies wird die Frage thematisiert, wie einmal im Kontext der Jugendhilfeeinrichtungen konstruierte Autorität in andere Felder wie z.B. die Familie übertragbar wird. Die Anerkennung elterlicher Autoritätspositionen durch Fachkräfte muss bei deren Verlassen des Familiensystems in einen Transfer der symbolischen Position einer autoritätsanerkennenden und -regulierenden Instanz auf systeminterne Personen münden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Rekonstruktion von in Ritualen gelebten Beziehungen zwischen Eltern und Kindern wurde bereits in mehreren ethnographischen Studien erforscht. Exemplarisch sei hier nur der Band »Erziehung bei Tisch« von Kathrin Audehm genannt. Darüber hinaus gewinnt derzeit eine wirksamkeitsorientierte Forschung im Bereich der Pädagogik (evidence based practice) zunehmend an Bedeutung für die nachhaltige Gestaltung sowie Finanzierung Sozialer Arbeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wenn ich frei wählen könnte, würde ich meinen Band im Hinblick auf die Möglichkeiten der Habitustransformation gerne mit Pierre Bourdieu diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Professionelle Haltungen in der Kinder- und Jugendhilfe können adäquate Autoritätspositionen innerhalb von Familien nachhaltig fördern.

»Die Untersuchung von Diemut König sollte in den Handapparaten der Schulen, Hochschulen und Einrichtungen der Sozialen Arbeit und der Sozialdienste zur Verfügung stehen!«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 02.02.2015
Besprochen in:

Das Jugendamt, 5 (2015)
Erziehungswissenschaftliche Revue, 14/6 (2015), Christine Wiezorek
Autor_in(nen)
Diemut König
Buchtitel
Die pädagogische Konstruktion von Elternautorität Eine Ethnographie der Familienhilfe
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
228
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2925-5
DOI
Warengruppe
1578
BIC-Code
JKSN JHBK
BISAC-Code
SOC025000 SOC026010
THEMA-Code
JKSN JHBK
Erscheinungsdatum
2014-11-18
Auflage
1
Themen
Familie, Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaft, Soziologie, Ethnologie, Kulturanthropologie, Sozialpädagogik sowie Praktiker_innen in der Sozialen Arbeit
Schlagworte
Ethnographie, Soziale Arbeit, Familie, Autorität, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Bildung, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Familiensoziologie, Verwaltung, Pädagogik

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