Zuhause? Fremd?

Migrations- und Beheimatungsstrategien zwischen Deutschland und Eurasien

Seit Beginn der 1990er Jahre sind Menschen zwischen Deutschland und Osteuropa, Russland sowie Zentralasien in Bewegung. Die Beiträge dieses Bandes widmen sich diesen neuen post-sozialistischen Migrationen, Remigrationen und Verortungen in Eurasien und nehmen damit die im Vorgängerband »Zuhause fremd« (2006) begonnenen Debatten zu Fragen der Zugehörigkeit und Beheimatung wieder auf. Der Einbezug sowohl der Herkunfts- als auch der Ankunftsorte ermöglicht eine über reine Integrationsfragestellungen hinausgehende transnationale Perspektive, die insbesondere an der zahlenmäßig größten bundesdeutschen Einwanderergruppe der (Spät-)Aussiedler_innen entwickelt wird.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Zuhause? Fremd? Eine Bestandsaufnahme

    Seiten 9 - 24
  4. »Ich versteh das immer noch nicht.«

    Seiten 27 - 52
  5. Russlanddeutsche als kulturelle Hybride

    Seiten 53 - 72
  6. Heterogene Selbstbilder

    Seiten 73 - 90
  7. Die Bedeutung der Religion für den Identifikations- und Migrationsprozess der Russlanddeutschen

    Seiten 91 - 106
  8. Russische Reisebüros in Deutschland

    Seiten 107 - 118
  9. Sozialkapital und transnationale unternehmerische Tätigkeiten

    Seiten 119 - 146
  10. Nicht geboren zum im Deutschland leben

    Seiten 149 - 170
  11. Rückwanderung von (Spät-)Aussiedlern nach Russland

    Seiten 171 - 192
  12. Geförderte Rückkehr von Spätaussiedlern in ihre Herkunftsregionen

    Seiten 193 - 204
  13. Ein leichtes Spiel?

    Seiten 205 - 238
  14. Rückkehrentscheidung aus Genderperspektive

    Seiten 239 - 274
  15. Einmal Deutschland und wieder zurück

    Seiten 275 - 290
  16. Zwischen transnationaler Verstörung und Entzauberung

    Seiten 293 - 314
  17. »Mir kommt es vor, als hätte ich zwei Leben? eines in Kasachstan und eines hier«

    Seiten 315 - 354
  18. Informelle (trans-)nationale soziale Sicherung von Kasachstandeutschen in Deutschland

    Seiten 355 - 378
  19. Transnationale Beziehungen hochqualifizierter Migranten aus Russland und der Ukraine in Frankfurt am Main

    Seiten 379 - 408
  20. Bildungserfolgreiche (Spät-)Aussiedler zwischen Deutschland und Russland

    Seiten 409 - 432
  21. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

    Seiten 433 - 434
  22. Abstracts

    Seiten 435 - 450
  23. Autorinnen- und Autorenverzeichnis

    Seiten 451 - 458
  24. Backmatter

    Seiten 459 - 460
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39,99 € *

2015-01-14, 460 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2926-2

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Markus Kaiser

Deutsch-Kasachische Universität (DKU) (Almaty), Kasachstan

Michael Schönhuth

Michael Schönhuth, Universität Trier, Deutschland

... mit Markus Kaiser und Michael Schönhuth

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der Band erschließt in dieser Form erstmalig die Remigration der bundesdeutschen Spätaussiedler und die neu etablierten räumlichen Figurationen durch Rückkehr in post-sozialistische Staaten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Schwerpunkt liegt nicht mehr nur auf der Integration in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auf den bisher kaum berücksichtigten Möglichkeiten von transnationalen Lebensentwürfen. Gerade für die Spätaussiedlerforschung und -politik ist diese Perspektive ungewohnt und verlangt nach politischen und gesellschaftlichen Antworten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Band thematisiert Mobilität und Immobilität als sich wechselseitig beeinflussende Prozesse neu vor dem Hintergrund entstehender transnationaler Räume. Er versteht sich als innovativer Beitrag zum ›spatial turn‹ sowie ›cultural turn‹ in der Migrations- und Identitätsforschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

International mit Jean-Pierre Cassarino, Florenz, der die Remigrationsforschung am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz vorangetrieben hat; national mit Hartmut Koschyk, Berlin, der als Beauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten der Bundesregierung für die Politikgestaltung (mit)verantwortlich ist; und natürlich mit Russlanddeutschen sowohl hier in Deutschland als auch in Russland, Kasachstan und Kirgisistan.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Zuhause? Fremd? – das Dilemma aller Migranten.

»Multiperspektivität ist die Stärke des Sammelbandes und zeugt von der Relevanz und Sinnhaftigkeit unterschiedlichster Zugänge.«
Anna Flack, Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde (2016)
»Der vorliegende Band zeichnet sich nicht nur durch den aktuellen thematischen Bezug aus, sondern auch durch einen Beitrag zur Schließung bestehender Forschungslücken. Es soll gewürdigt werden, dass der bikulturelle Blick auf die Russlanddeutschen im vorliegenden Band neue Sichtweisen eröffnet. Der Band ist ein inhaltlich interessanter Beitrag zur gesellschaftskritischen Diskussion über Migration und Migrationsfolgen.«
Olga Frik, www.socialnet.de, 29.09.2015
»Wer sich mit der Lebenslage von Russlanddeutschen und dem Potential transnationaler Lebenswege vertraut machen möchte, wird keine andere Publikation finden, die so aktuell und sachkundig informiert.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 10.03.2015
Autor_in(nen)
Markus Kaiser / Michael Schönhuth (Hg.)
Buchtitel
Zuhause? Fremd? Migrations- und Beheimatungsstrategien zwischen Deutschland und Eurasien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
460
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2926-2
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFN JFFS JFC
BISAC-Code
SOC007000 POL033000 SOC026000 SOC022000
THEMA-Code
JBFH GTQ JBCC
Erscheinungsdatum
2015-01-14
Auflage
1
Themen
Europa, Migration
Adressaten
Soziologie, Ethnologie, Europäische Geschichte sowie Migrationsforschung und -beratung und (Spät-)Aussiedlerforschung und -beratung
Schlagworte
Migration, Remigration, Identität, Zugehörigkeit, Postsozialismus, Aussiedler, Integration, Transnationalität, Europa, Globalisierung, Kultursoziologie, Osteuropäische Geschichte, Soziologie

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