Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregionen

Das Beispiel der Großregion SaarLorLux: Wirtschaft – Politik – Alltag – Kultur

Wie entstehen grenzüberschreitende Regionen und was charakterisiert sie?

Am Beispiel der Großregion SaarLorLux untersuchen die aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg stammenden Beiträger dieses Bandes die gesellschaftliche Praxis an EU-Binnengrenzen. Sie diskutieren die Praktiken von institutionellen Akteuren und von Grenzraumbewohnern in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, politische Kooperation sowie Alltag, Medien und Kultur.

Die sozial- und kulturwissenschaftlichen Beiträge situieren die Großregion SaarLorLux zwischen grenzüberschreitenden Lebenswirklichkeiten und politischen Konstruktionen.

34,99 € *

2015-07-20, 348 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2927-9

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Christian Wille

Christian Wille, Université du Luxembourg, Luxemburg

... mit Christian Wille

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es ist das erste Buch, das sich derart umfassend und wissenschaftlich fundiert mit der Großregion SaarLorLux auseinandersetzt. Es kann als multidisziplinäres Kompendium dieser Grenzregion gelesen werden, aber auch als kritische Annäherung an grenzüberschreitende Raumproduktionen. Das Buch bündelt somit neues Wissen über die Großregion SaarLorLux und leistet einen empirischen Beitrag in den Border Studies.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch hinterfragt die zumeist vorausgesetzte Existenz von Grenzregionen. Die Autoren untersuchen dafür grenzüberschreitende Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen als Mechanismen von Raumproduktionen. Darüber werden Einsichten gewonnen in diskursive und handlungspraktische Raumkonstruktionen, ihre Logiken und in die Rolle von nationalen Grenzen. Das Zusammenspiel von Lebenswirklichkeiten und politischen Konstruktionen zeigt, dass sie oft nur bedingt ineinandergreifen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den Border Studies hat sich eine Forschungshaltung durchgesetzt, die als ›Dezentrierung der Grenze‹ bezeichnet werden kann und auf das soziale Verhandeln von Grenzen fokussiert. Dabei aus dem Blick geraten jedoch oft territoriale Gliederungen als Bedingungen und Anleitungen von sozialen Grenzverhandlungen. Die Buchbeiträge greifen die territoriale und soziale Dimension von Grenzen aber gleichermaßen auf und stellen sie in einen Zusammenhang.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Durch die thematische Vielfalt und multiplen Zugänge spricht das Buch unterschiedliche Disziplinen an, für Geographen und Soziologen ist es aber eine besonders spannende Lektüre. Denn erprobte Denkmodelle für Raum, Gesellschaft oder Kultur greifen in grenzüberschreitenden Zusammenhängen selten und fordern neue Sichtweisen ein. Diese gemeinsam zu diskutieren und für die Border Studies fruchtbar zu machen, ist außerordentlich lohnenswert.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Autoren untersuchen die Großregion SaarLorLux als soziale (Re-)Produktion und zeigen wie grenzüberschreitende Regionen entstehen.

»Ein sehr interessantes und umfangreiches Werk, welches das Spannungsfeld zwischen politischer Konstruktion und Lebenswirklichkeit verdeutlicht und die häufig angesprochene Vielfalt der Großregion SaarLorLux anschaulich widerspiegelt.«
Beate Caesar, Hémecht, 2 (2016)
»Eine Publikation, die für alle an der Regionalentwicklung, Raumplanung, Sozial- und Wirtschaftsgeographie sowie Industriegeographie und historischen Geographie interessierte Leser nachdrücklich empfohlen werden kann.«
Gabi Troeger-Weiß, disP, 2 (2016)
»Räume [...] sind immer nur die, die ihre Bewohner gestalten. Dieser konstruktivistische Raumbegriff kann sich als analytisch ebenso wertvoll wie vielfältig erweisen, gerade wenn die Bedeutung geographischer Grenzlinien weiter in den Hintergrund tritt.«
Matthias Lemke, Portal für Politikwissenschaft, 06.10.2016
»Die Stärke der Publikation liegt in ihrem interdisziplinären Ansatz [...]. Einen tieferen Einstieg in die Themen kann ein Sammelband, der so viele Zugänge zu einer Fragestellung präsentiert, nicht bieten.«
Ines Funk, Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur, 356 (2015)
Besprochen in:
Lëtzebuerger Journal, 05.11.2015, Patrick Welter
Tageblatt, 05.11.2015, Claude Wolf
arbeitnehmer, 2 (2016), Silvia Buss
Portal für Politikwissenschaft, 06.10.2016, Matthias Lemke
Berichte. Geographie und Landeskunde, 90 (2017), Joachim Burdack
Soziokulturelles Radio Luxemburg, 08.11.2015
Autor_in(nen)
Christian Wille (Hg.)
Buchtitel
Lebenswirklichkeiten und politische Konstruktionen in Grenzregionen Das Beispiel der Großregion SaarLorLux: Wirtschaft – Politik – Alltag – Kultur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
348
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2927-9
DOI
10.14361/9783839429273
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC JHB RGC JPSN2
BISAC-Code
SOC022000 SOC026000 POL011000
THEMA-Code
JBCC JHB RGC JPSN
Erscheinungsdatum
2015-07-20
Auflage
1
Themen
Kultur, Raum, Politik, Europa
Adressaten
Geographie, Politikwissenschaften, Soziologie, Medienwissenschaften, Europäische Ethnologie, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Europa, Großregion, SaarLorLux, Zusammenarbeit, Grenzraumstudien, Regionalisierung, Kultur, Raum, Politik, Kultursoziologie, Europäische Politik, Kulturgeographie, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung