Mitspielfähigkeit

Sportliches Training als formative Praxis

Soziale Ordnungen und »ihre« Subjekte bewirken sich gegenseitig. Am Beispiel des sportakrobatischen Trainings geht Kristina Brümmer der Frage nach dem »Wie« dieses wechselseitigen Konstitutionsprozesses nach. Praxeografische Feinanalysen von Trainingsepisoden zeigen, wie es den Akteuren gelingt, gemeinsam mit der Unsicherheit riskanter sozialer Praktiken umzugehen, die notwendigen Mitspielkompetenzen zu erwerben und sich als »Mitspieler« zu subjektivieren. Die Studie, die sich im Schnittfeld von Praxissoziologie, Subjektivierungsforschung und Sportwissenschaft bewegt, bezieht Theorie, Methodologie und Empirie dialogisch aufeinander – und ist damit für die »Theorie« ebenso interessant wie für die »Praxis«.

Auszeichnung

Dissertationspreis "Soziologie des Körpers und des Sports" 2016 der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

34,99 € *

2014-12-15, 290 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2932-3

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Kristina Brümmer

Kristina Brümmer, Universität Oldenburg, Deutschland

... mit Kristina Brümmer

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil das Buch die in den Sozial- und Kulturwissenschaften viel beachteten Fragen danach, wie soziale Ordnungen (re-)produziert oder verändert werden und was dabei mit ›ihren‹ Subjekten geschieht, an einem ungewöhnlichen Gegenstand diskutiert: der Sportakrobatik. Das Buch gibt einen Überblick über aktuelle wissenschaftliche Diskussionen sowie einen detaillierten Einblick in Trainingsprozesse, an denen die theoretisch verhandelten Fragen und Probleme Anschaulichkeit erlangen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Über die Verbindung von Sportwissenschaft, Praxis- und Interaktionstheorien und Konzepten der Subjektivierung zeichnet es in mikrologischen Analysen verschiedener Trainingsepisoden nach, wie Mitspielfähigkeiten erworben werden, die quer zu üblichen Entgegensetzungen von implizit und explizit, körperlich und reflexiv oder mental und affektiv liegen. Diese Mitspielfähigkeiten ermöglichen es den Akrobatinnen nicht nur, Praktiken wie vorgesehen auszuführen, sondern sie auch kreativ zu verändern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der aktuellen praxistheoretischen Diskussion werden Praktiken gern als gelingende Vollzüge oder Routinen perspektiviert. Meine Studie rückt demgegenüber stärker die Störanfälligkeit, Unsicherheit und Ausgangsoffenheit gemeinsamer Praxis in den Blick. Sie macht deutlich, dass zum Mitspielen in riskanten Konstellationen mehr gefordert ist als ein routiniertes Vorgehen, nämlich bspw. Fähigkeiten zur (multimodalen) Reflexion und Selbstkorrektur sowie ein gegenseitiges Vertrauen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den Akrobatinnen und ihren Trainern, die mich zwei Jahre lang als neugierige Beobachterin an ihrem Training haben teilnehmen lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kurz und knapp: ›Praxistheorie meets Sportakrobatik‹.

Autor_in(nen)
Kristina Brümmer
Buchtitel
Mitspielfähigkeit Sportliches Training als formative Praxis
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
290
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2932-3
DOI
10.14361/transcript.9783839429327
Warengruppe
1729
BIC-Code
JHB JHBS JHBA
BISAC-Code
SOC022000 SPO066000 SOC026000
THEMA-Code
JHB JHBS JHBA
Erscheinungsdatum
2014-12-15
Auflage
1
Themen
Körper
Adressaten
Soziologie, Kulturwissenschaft, Sportwissenschaft sowie Sportler_innen und Trainer_innen
Schlagworte
Praktiken, Körper, Sport, Wissen, Subjektivierung, Sportwissenschaft, Soziologische Theorie, Psychologie, Soziologie

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