Der Ausstellungskatalog 2.0

Vom Printmedium zur Online-Repräsentation von Kunstwerken

Der gedruckte Katalog bei Kunstausstellungen wird zunehmend von virtuellen Präsentationsformen ergänzt oder gar abgelöst. Basierend auf der Skizzierung gedruckter Vorläufer geht Karin Mihatsch der Entwicklung der sogenannten »Web-catalogue-documents« nach und zeigt, wie diese im Web 2.0 veröffentlichte eigenständige Website die Funktionen und Inhalte eines gedruckten Katalogs teilweise aufnimmt und sie mit Hilfe der Möglichkeiten des neuen Mediums inhaltlich und strukturell weiterführt.

Die kulturwissenschaftliche Analyse konzentriert sich auf Wechselwirkungen zwischen Katalog, Präsentationsformen, Reproduktionstechniken und Rezeptionsformen und fokussiert den für die museale Entwicklung und das damit verbundene Katalogwesen bedeutsamen französisch- und deutschsprachigen Raum.

39,99 € *

2015-05-05, 386 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2959-0

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Karin Mihatsch

Karin Mihatsch, Projektmanagerin und Wissenschaftlerin, Graz und Wien, Österreich; Paris, Frankreich

... mit Karin Mihatsch

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Es existiert Literatur, die eine teilweise Zusammenfassung der Entwicklung der Sammlungs- und Ausstellungskataloge gibt, sowie Abhandlungen, die sich auf spezielle Publikationen konzentrieren; jedoch genau der Mangel an einem einen durchgehenden Überblick gebenden Hauptwerk veranlasst mich, meinen Beitrag in ebendiesem Feld fußen zu lassen. Die Weiterführung meiner Untersuchung im Web 2.0 komplettiert die Auseinandersetzung vom aktuellen Standpunkt aus.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einerseits schafft »Der Ausstellungskatalog 2.0« Verständnis für die Entwicklung des Sammlungs- und Ausstellungskatalogs aus historischer Sicht; andererseits wird ein Konzept zur Überführung dieses Mediums ins Web 2.0 dargelegt, das sich im hier vorgestellten Modell des ›Web-catalogue-documents‹ zusammenfassen lässt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Auseinandersetzung mit der Überführung des Sammlungs- und Ausstellungskatalogs ins Web 2.0 ist derzeit außerordentlich aktuell: Heute stehen einer jungen Generation, die mit den neuen Technologien aufwächst, ältere Nutzer, die über andersartiges Userwissen verfügen, gegenüber. So treffen derzeit (noch) verschiedene Nutzergenerationen aufeinander, die sehr unterschiedlich mit den Neuen Medien umgehen. Genau diese Diversität bietet einen fruchtbaren Boden, um die aktuellen Entwicklungen differenziert zu analysieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde mein Buch gerne – rein hypothetisch – mit dem französischen Philosophen, Historiker und Semiotiker Louis Marin besprechen. Eine generelle Diskussion mit dem im Jahr 1992 verstorbenen Marin rund um das von ihm etablierte binäre Konzept von ›catalogue-en-acte‹/›catalogue-document‹ sowie eine gemeinsame Durcharbeitung meiner Fortführung dieses Modells würden eine Bereicherung der theoretischen Auseinandersetzung darstellen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es skizziert die Entwicklung des gedruckten Ausstellungs- und Sammlungskatalogs und erörtert darauf aufbauend das Konzept des ›Web-catalogue-documents‹, einer Form des Online-Katalogs.

Autor_in(nen)
Karin Mihatsch
Buchtitel
Der Ausstellungskatalog 2.0 Vom Printmedium zur Online-Repräsentation von Kunstwerken
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
386
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2959-0
DOI
10.14361/9783839429594
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM AB
BISAC-Code
ART059000 BUS100000 ART000000
THEMA-Code
GLZ AB
Erscheinungsdatum
2015-05-05
Auflage
1
Themen
Museum, Kunst
Adressaten
Kulturwissenschaft, Museologie sowie Praktiker_innen im Bereich Kunstausstellung und Katalogwesen
Schlagworte
Ausstellungskatalog, Sammlungskatalog, Web 2.0, Internet, Museum, Kunst, Museumswissenschaft, Praktische Museumskunde, Kunstwissenschaft

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