Theater und Taubheit

Ästhetiken des Zugangs in der Inszenierungskunst

Wie gestaltet man ein Theater, das die körperlichen und kulturellen Unterschiede zwischen Gehörlosen und Hörenden berücksichtigt? Wie wird dabei mit Verständigungsschwierigkeiten umgegangen? Und welche Machtgefälle und Diskriminierungsstrukturen bestehen?

Diese erste umfassende Studie zum Theater von und für Gehörlose in Europa verknüpft ästhetische, ethische und politische Fragestellungen miteinander. Rafael Ugarte Chacóns Buch richtet sich an Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftler_innen ebenso wie an Praktiker_innen des inklusiven Theaters.

39,99 € *

2015-05-05, 344 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2962-0

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Rafael Ugarte Chacón

Rafael Ugarte Chacón, Leibniz Universität Hannover, Deutschland

... mit Rafael Ugarte Chacón

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Dem Konzept der Inklusion wird in öffentlichen Debatten zunehmend mehr Raum zugestanden. Allerdings werden die Bereiche der Kunst und Kultur dabei bislang kaum berücksichtigt. Dieses Buch stellt die Frage, wie man Inklusion, Theater und Ästhetik zusammen denken kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum einen wird gezeigt, dass eine rein medizinisch begründete Perspektive auf Taubheit unzureichend ist, da sprachliche, soziale und kulturelle Faktoren ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Zum anderen soll anhand von Ästhetiken des Zugangs im Theater dargelegt werden, dass die Differenz zwischen Hörenden und Gehörlosen nicht nur als lästige Gegebenheit, sondern als ästhetisches Potenzial begriffen werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den letzten Jahren beschäftigt sich die Theaterwissenschaft vermehrt mit Inszenierungen, in denen Schauspieler/-innen mit Behinderung auftreten. Allerdings werden die Ansprüche eines Publikums mit unterschiedlichen Behinderungen zumeist nicht näher betrachtet. Auch wird Taubheit in der Regel ausgeklammert, da sie aufgrund des sprachlich-kulturellen Selbstverständnisses Gehörloser einen Sonderfall darstellt. Diese Lücke soll durch das Buch geschlossen werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Menschen, die es gelesen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die erste umfassende Studie zum Theater von, für und mit Gehörlosen in Europa, wobei ästhetische mit ethischen und politischen Perspektiven verbunden werden.

»Es ist ein besonderer Wert von Chacóns Arbeit, dass sie zum Nachdenken über hörendes Selbstverständnis anregt.«
Anja Werner, Jahrbuch Literatur und Medizin, 8 (2016)
»Die theoretische Einbindung von Philosophen wie Foucault mit seinen Machtverhältnissen eröffnet auch Leuten, die sich bereits ausgiebig mit Deaf Studies beschäftigt haben, ganz neue Perspektiven.«
Wille Felix Zante, Deutsche Gehörlosen-Zeitung, 7 (2015)
Besprochen in:
Das Zeichen, 101 (2015), Tomas Vollhaber
https://titel-kulturmagazin.net, 28.08.2015, Philip J. Dingeldey Schnecke, 12 (2016)
Autor_in(nen)
Rafael Ugarte Chacón
Buchtitel
Theater und Taubheit Ästhetiken des Zugangs in der Inszenierungskunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
344
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2962-0
DOI
10.14361/9783839429624
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN JFFG JFC
BISAC-Code
PER011020 SOC029000 SOC022000
THEMA-Code
ATD JBFM JBCC
Erscheinungsdatum
2015-05-05
Auflage
1
Themen
Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Cultural Studies, Kulturwissenschaft, Deaf Studies, Disability Studies sowie Gebärdensprachdolmetschen, Dramaturgie und Theaterpädagogik
Schlagworte
Theater, Gehörlosigkeit, Gebärdensprache, Inklusion, Ästhetik, Theaterwissenschaft, Behinderung, Cultural Studies, Körper

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung