Lebensgeschichte als Bildungsprozess?

Perspektiven bildungstheoretischer Biographieforschung

Die bildungstheoretische Biographieforschung, eine Verknüpfung der traditionell eher getrennten Denkformen der Bildungstheorie und der empirischen Bildungsforschung, gehört mittlerweile zu den breit rezipierten Forschungsansätzen der Erziehungswissenschaft.

Dieser Band versammelt Beiträge, die anhand eines Interviews mit einem jungen Mann aus einer türkischen Migrantenfamilie das Erkenntnis- und Reflexionspotenzial des Ansatzes ausloten, und u.a. fragen, wie im Rahmen biographischer Forschung sowohl die gesellschaftlichen und diskursiven Bedingungen individueller Bildungsprozesse als auch die normativen Implikationen des Bildungsbegriffs angemessen berücksichtigt werden können.

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2014-11-03, 356 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2970-5

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Hans-Christoph Koller

Hans-Christoph Koller, Universität Hamburg, Deutschland

Gereon Wulftange

Gereon Wulftange, Universität Hamburg, Deutschland

... mit Hans-Christoph Koller und Gereon Wulftange

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil dieses Buch den Versuch unternimmt, bei der Betrachtung biographischer Bildungsprozesse anspruchsvolle Theoriebildung und empirische Konkretion miteinander zu verbinden. Damit wird ein Beitrag zur Überwindung der klassischen ›Fronstellung‹ zwischen Bildungstheorie einerseits und empirischer Bildungsforschung andererseits geleistet, der beide Thematisierungsformen von Bildung in ein wechselseitig produktives Spannungsverhältnis bringt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band stellt eine Verknüpfung zweier traditionell eher getrennter erziehungswissenschaftlicher Denkformen dar, der Bildungstheorie und der empirischen Bildungsforschung, und lotet am Beispiel eines Interviews mit einem jungen Mann aus einer türkischen Migrantenfamilie das Erkenntnis- und Reflexionspotenzial dieses Verknüpfungsversuchs aus.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die bildungstheoretische Biographieforschung gehört mittlerweile zu den breit rezipierten Forschungsansätzen der Erziehungswissenschaft. In dem Band werden kritische Einwände gegen diesen Ansatz ebenso erörtert wie weiterführende Vorschläge entwickelt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Lehrenden und Studierenden der Erziehungswissenschaft, die Interesse an der Frage haben, wie sich Bildungsprozesse lebensgeschichtlich vollziehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band zeigt am Beispiel einer Migrantenbiographie, auf die sich alle Beiträge beziehen, wie Bildungstheorie und empirische Bildungsforschung gewinnbringend verknüpft werden können.

»Der Sammelband ist für alle an bildungstheoretischer Biographieforschung Interessierten gewinnbringend. Spannend ist er auch unter methodischen Aspekten, insbesondere für mit qualitativer Auswertung narrativer Interviews Forschende.«
Patricia Arnold, www.socialnet.de, 11.08.2015
Besprochen in:
www.lehrerbibliothek.de, 18.02.2015, Oliver Neumann
Fachportal Pädagogik, 2 (2015)
Autor_in(nen)
Hans-Christoph Koller / Gereon Wulftange (Hg.)
Buchtitel
Lebensgeschichte als Bildungsprozess? Perspektiven bildungstheoretischer Biographieforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
356
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2970-5
DOI
10.14361/transcript.9783839429709
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA
BISAC-Code
EDU040000 EDU036000 SOC026000
THEMA-Code
JNA
Erscheinungsdatum
2014-11-03
Auflage
1
Themen
Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaft, Soziologie, Migrationsforschung
Schlagworte
Biografieforschung, Bildungstheorie, Erziehungswissenschaft, Bildung, Bildungsforschung, Bildungssoziologie, Pädagogik

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