Lebensgeschichte als Bildungsprozess?

Perspektiven bildungstheoretischer Biographieforschung

Die bildungstheoretische Biographieforschung, eine Verknüpfung der traditionell eher getrennten Denkformen der Bildungstheorie und der empirischen Bildungsforschung, gehört mittlerweile zu den breit rezipierten Forschungsansätzen der Erziehungswissenschaft.

Dieser Band versammelt Beiträge, die anhand eines Interviews mit einem jungen Mann aus einer türkischen Migrantenfamilie das Erkenntnis- und Reflexionspotenzial des Ansatzes ausloten, und u.a. fragen, wie im Rahmen biographischer Forschung sowohl die gesellschaftlichen und diskursiven Bedingungen individueller Bildungsprozesse als auch die normativen Implikationen des Bildungsbegriffs angemessen berücksichtigt werden können.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  4. Einleitung

    Seiten 7 - 18
  5. Indexikalität und Verweisräume in Bildungsprozessen

    Seiten 19 - 46
  6. Über Ehre und Erfolg im »Katz-und-Maus- Spiel«. Versuch einer holistischen Interpretation der Bildungsgestalt eines jungen Erwachsenen

    Seiten 47 - 78
  7. »Aufstieg durch Bildung« - Versionen der Selbstbeschreibung im Interview mit Hakan Salman

    Seiten 79 - 102
  8. Bildung und Biographie. Zur Erschließung von Bildungsprozessen in Lebensgeschichten durch Differenzierung des narrationsstrukturellen Verfahrens

    Seiten 103 - 126
  9. »Das war das Bedeutendste daran, dass ich mich so verändert habe.« Mit Ehrgeiz und Ansporn über Umwege zum Ziel - der ?Bildungsweg? Hakans

    Seiten 127 - 152
  10. Lernen als Positionswechsel: Komparative Analysen als Perspektive der bildungstheoretisch orientierten Biographieforschung

    Seiten 153 - 172
  11. Wissenspfade in der Biographie von Hakan Salman

    Seiten 173 - 192
  12. »Da ist meine Welt zusammengebrochen.« Zur Krise und ihrer affektiven Dimension als Herausforderung für Bildungsprozesse

    Seiten 193 - 216
  13. Subjektivation und transformatorische Bildungsprozesse im Interview mit Hakan Salman

    Seiten 217 - 238
  14. »Es ist wieder dasselbe Katz-und-Maus- Spiel« í Die Frage nach Bildungswegen und die Suche nach Bildungsprozessen

    Seiten 239 - 260
  15. Fremdheitszuschreibungen als Anstoß für transformatorische Bildungsprozesse?

    Seiten 261 - 284
  16. »? desto eingedeutschter wurde ich.« Eine rassismuskritische Perspektive auf (Hakan Salmans) Bildung

    Seiten 285 - 304
  17. Autorinnen und Autoren

    Seiten 305 - 308
  18. Anhang: Transkript des Interviews mit Hakan Salman

    Seiten 309 - 352
  19. Backmatter

    Seiten 353 - 356
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39,99 € *

2014-11-03, 356 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2970-5

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Hans-Christoph Koller

Hans-Christoph Koller, Universität Hamburg, Deutschland

Gereon Wulftange

Gereon Wulftange, Universität Hamburg, Deutschland

... mit Hans-Christoph Koller und Gereon Wulftange

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil dieses Buch den Versuch unternimmt, bei der Betrachtung biographischer Bildungsprozesse anspruchsvolle Theoriebildung und empirische Konkretion miteinander zu verbinden. Damit wird ein Beitrag zur Überwindung der klassischen ›Fronstellung‹ zwischen Bildungstheorie einerseits und empirischer Bildungsforschung andererseits geleistet, der beide Thematisierungsformen von Bildung in ein wechselseitig produktives Spannungsverhältnis bringt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band stellt eine Verknüpfung zweier traditionell eher getrennter erziehungswissenschaftlicher Denkformen dar, der Bildungstheorie und der empirischen Bildungsforschung, und lotet am Beispiel eines Interviews mit einem jungen Mann aus einer türkischen Migrantenfamilie das Erkenntnis- und Reflexionspotenzial dieses Verknüpfungsversuchs aus.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die bildungstheoretische Biographieforschung gehört mittlerweile zu den breit rezipierten Forschungsansätzen der Erziehungswissenschaft. In dem Band werden kritische Einwände gegen diesen Ansatz ebenso erörtert wie weiterführende Vorschläge entwickelt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Lehrenden und Studierenden der Erziehungswissenschaft, die Interesse an der Frage haben, wie sich Bildungsprozesse lebensgeschichtlich vollziehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band zeigt am Beispiel einer Migrantenbiographie, auf die sich alle Beiträge beziehen, wie Bildungstheorie und empirische Bildungsforschung gewinnbringend verknüpft werden können.

»Der Sammelband ist für alle an bildungstheoretischer Biographieforschung Interessierten gewinnbringend. Spannend ist er auch unter methodischen Aspekten, insbesondere für mit qualitativer Auswertung narrativer Interviews Forschende.«
Patricia Arnold, www.socialnet.de, 11.08.2015
Besprochen in:
www.lehrerbibliothek.de, 18.02.2015, Oliver Neumann
Fachportal Pädagogik, 2 (2015)
Autor_in(nen)
Hans-Christoph Koller / Gereon Wulftange (Hg.)
Buchtitel
Lebensgeschichte als Bildungsprozess? Perspektiven bildungstheoretischer Biographieforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
356
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-2970-5
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA
BISAC-Code
EDU040000 EDU036000 SOC026000
THEMA-Code
JNA
Erscheinungsdatum
2014-11-03
Auflage
1
Themen
Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaft, Soziologie, Migrationsforschung
Schlagworte
Biografieforschung, Bildungstheorie, Erziehungswissenschaft, Bildung, Bildungsforschung, Bildungssoziologie, Pädagogik

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