Der Cliffhanger und die serielle Narration

Analyse einer transmedialen Erzähltechnik

Der Cliffhanger, also die Erzähltechnik, in einem spannenden Moment eine serielle Erzählung zu unterbrechen, steht im Zentrum dieser Studie. Vincent Fröhlichs Analysen reichen von »1001 Nacht« über viktorianische Fortsetzungsromane, französische Feuilletonromane, Kinoserien, Radio-Seifenopern, neue TV-Serien bis hin zu E-Books, Games und Webserien. Das Buch bietet nicht nur eine überfällige historische Perspektive auf den Cliffhanger, die serielle Narration und deren Entstehungsbedingungen, sondern arbeitet zudem heraus, wie reich die Formen und wie vielseitig die Charakteristika dieser Forschungsgegenstände sind und

wie sehr bisher ihr kultureller und narrativer Stellenwert unterschätzt wurde.

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2015-04-14, 674 Seiten
ISBN: 978-3-8376-2976-7

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Vincent Fröhlich

Vincent Fröhlich, Universität Gießen, Deutschland

... mit Vincent Fröhlich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Geschichte des Cliffhangers und der seriellen Narration bisher nicht erzählt wurde – und weil sie mindestens genauso spannend ist wie ein guter Cliffhanger. Zum ersten Mal werden für die serielle Narration und den Cliffhanger eigene Begrifflichkeiten und Kategorien eingeführt, die historisch hergeleitet sind. Außerdem wurden zahlreiche der hier analysierten Primärtexte bisher noch nie in ihrem seriellen Erscheinungsbild betrachtet. Diese Pionierarbeit macht dabei weder vor Epochen-, Medien- oder Sprachgrenzen (Mittelarabisch, Französisch, Englisch und Deutsch) halt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dies ist die erste Studie, welche eine historische Perspektive auf die serielle Fortsetzungs-Narration und den Cliffhanger wirft. Damit wird gleichzeitig ein wichtiger Beitrag geleistet, diese zwei Forschungsgegenstände zu bestimmen, über die verschiedenen Medien und Epochen hinweg ihre Kontexte und Merkmale aufzuzeigen und lang gepflegte Vorurteile über Serialität hinter sich zu lassen. Serielle Narration und ihre Erzähltechniken werden dadurch als übergreifende Prinzipen beschreib- und kategorisierbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das sogenannte Quality-TV ist sowohl im Feuilleton als auch in der Wissenschaft ein sehr aktueller und viel diskutierter Gegenstand. Das Buch ermöglicht, die serielle Narrationswelle der Gegenwart in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Auch aktuelle Themen wie Fan-Fiction, Cross-mediales Marketing und die Einführung neuer technischer Medien sind fester Bestandteil der Geschichte der seriellen Narration. Zudem gibt die Studie der transmedialen Erzähltheorie wichtige Impulse.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die Fans von Serien und seriellen Erzählungen sind; die fasziniert sind von den Qualitäten serieller Fortsetzungsnarration und wissen wollen, wie serielle Narration funktioniert; die zur seriellen Narration forschen; die langlebige Charaktere und komplexe Handlungsstränge lieben; und jenen, die in einer Unterbrechung wie dem Cliffhanger nicht immer nur Spannung, sondern in ihr gelegentlich auch Poesie entdecken können.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine überfällige und spannende Herausarbeitung der Formen und Funktionen des Cliffhangers sowie der Geschichte der seriellen Fortsetzungsnarration und ihrer Kontexte.

»Dem Autor ist eine nicht nur umfassende, sondern auch höchst informative Studie gelungen, die einen weiten historischen Bogen von mündlichen Erzählungen bis hin zu aktuellen Serien im Fernsehen und bei Streamingdiensten spannt.«
Lothar Mikos, tv diskurs, 20/3 (2016)
»Das Analysemodell [ist] anschlussfähig für die weitere Forschung zu seriellen Erzählungen in jeglichen Medienformaten. Die transhistorisch wie transmedial gelungene Beweisführung Fröhlichs zum Cliffhanger als der seriellen Erzählstrategie bietet das theoretische Fundament und zahlreiche Ausgangspunkte hierfür.«
Jana Zündel, MEDIENwissenschaft, 1 (2016)
O-Ton: »Fortsetzung folgt« – Vincent Fröhlich im Gespräch mit Tanja Runow bei Deutschlandfunk Corso am 25.06.2015.
http://bit.ly/2ysCB0B
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 7/8 (2015)
Autor_in(nen)
Vincent Fröhlich
Buchtitel
Der Cliffhanger und die serielle Narration Analyse einer transmedialen Erzähltechnik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
674
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-2976-7
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD DSB
BISAC-Code
SOC052000 LIT000000
THEMA-Code
JBCT DSB
Erscheinungsdatum
2015-04-14
Auflage
1
Themen
Medien, Fernsehen, Literatur
Adressaten
Medienwissenschaft, Narratologie, Literaturwissenschaft, Film- und Fernsehwissenschaft, Populärkultur, Literatur- und Mediengeschichte sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Serialität, TV-Serien, Erzähltechnik, Transmedialität, Narratologie, 1001 Nacht, Medien, Literatur, Fernsehen, Medienästhetik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft

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