Urbanes Räumen

Pädagogische Perspektiven auf die Raumaneignung Jugendlicher

Die Fähigkeit, sich in der Gesellschaft zu orientieren, umfasst mehr als das Lesen von Karten oder die Kenntnis topographischer Landmarken. Im Sinne eines zentralen Bildungsanspruchs gehört auch dazu, eigene Standpunkte zu reflektieren und sie kritisch mit anderen abgleichen zu können. Um zu verstehen, wie sich Jugendliche ihr Bild von der Welt machen, rekonstruiert Romy Hofmann deren implizite, unausgesprochene Handlungsmuster und zeigt auf, was sich in ihren Formen der Raumaneignung dokumentiert. Die hierbei erarbeitete Typenbildung erlaubt die Formulierung von Konsequenzen für den Geographieunterricht sowie darüber hinaus die Arbeit mit Jugendlichen, um sie bei der Entfaltung eines geographischen Weltbildes zu unterstützen.

34,99 € *

2015-04-29, 468 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3011-4

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Romy Hofmann

Romy Hofmann, FAU Erlangen-Nürnberg, Deutschland

... mit Romy Hofmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

›Raum‹ ist eine zentrale Kategorie menschlichen Lebens: räumlich orientieren und verorten wir uns, sei es beim Lesen von Nachrichten aus aller Welt oder dem Spazieren durch eine Stadt. »Urbanes Räumen« ist ein Buch, das essentielle Fragen nach der Relevanz räumlicher Fragestellungen greifbar macht, indem Perspektiven jugendlicher Raumwahrnehmung und -aneignung Berücksichtigung finden. Plädiert wird zudem für eine kritische Auseinandersetzung mit sonst unhinterfragten Denk- und Handlungsweisen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In der Studie gerät die Perspektive von Jugendlichen in ihrer Rolle als Schüler/-innen in den Blick. Durch einen unvoreingenommenen Zugang zu ihrer je eigenen Behandlung von Raum/Räumlichkeit wird ihr Wissen und Können zum Ausgangspunkt für Geographieunterricht genommen und damit anders als über quantitative Festschreibungen möglich. Übergeordnet steht die ›neue‹ Perspektive, was Geographie(-Unterricht) auch umfassen sollte, nämlich die Thematisierung sowie Abstrahierung subjektiver Raumvorstellungen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die empirische Erforschung von Raumvorstellungen Jugendlicher im schulischen Kontext stellt eine Herausforderung in der Hinsicht dar, da diese von einer Vielzahl an Faktoren abhängig sind und deren Berücksichtigung im Sinne einer ›Subjektzentrierung‹ damit erschwert wird. Innerhalb der Geographiedidaktik blieben solche Fragen bisher weitestgehend unergründet. Mit dieser Arbeit wird ein methodisch innovativer Vorschlag zur verstehenden Erfassung auch in interdisziplinärer Hinsicht geliefert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wichtig erscheint eine Diskussion der Studie mit Geographielehrkräften, die einen kritischen Blick aus unterrichtspraktischer Sicht einnehmen. Die thematische Breite des Buches erlaubt zudem, methodische Fragen aus der Geographie mit Fachpersonal aus dem Bereich der Sozialraum- und Jugendarbeit intensiver zu beleuchten und dabei beide Arbeitsfelder zu befruchten. Mit Expertise aus der Kunst ergeben sich zusätzliche praktische Anknüpfungspunkte zur Sichtbarmachung von Raum(-Vorstellungen).

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Urbanes Räumen« erörtert theoretische Sichtweisen auf Raum und bereichert diese mit empirischen Erkenntnissen zu den Raumvorstellungen Jugendlicher.

Besprochen in:

Planerin, 3 (2015)
Literaturdatenbank ORLIS, 4 (2016)
Geographie aktuell & Schule, 222 (2016)
Autor_in(nen)
Romy Hofmann
Buchtitel
Urbanes Räumen Pädagogische Perspektiven auf die Raumaneignung Jugendlicher
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
468
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3011-4
DOI
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JFSG
BISAC-Code
SOC015000 SOC026030
THEMA-Code
RGC JBSD
Erscheinungsdatum
2015-04-29
Auflage
1
Themen
Raum, Stadt
Adressaten
Soziologie, Soziale Arbeit, Kunst, Germanistik
Schlagworte
Neue Kulturgeographie, Jugendgeographien, Raumaneignung, Geographieunterricht, Pädagogik, Dokumentarische Methode, Raum, Stadt, Sozialgeographie, Urban Studies, Jugend, Geographie

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