Gefühlswelten im Zoo

Eine Emotionsgeschichte 1900-1945

Einmal einen Löwen streicheln, sich vor dem Gorilla gruseln, ein Tier als Freund begrüßen oder die Seelenverwandtschaft mit fremdartigen Lebewesen fühlen – das macht seit dem 20. Jahrhundert die Faszination eines Zoobesuches aus.

Auf kulturgeschichtlicher Ebene untersucht Nastasja Klothmann die verschiedenen Emotionen, die bei Menschen durch Zootiere hervorgerufen werden. Vom allgemeinen Stellenwert der Tiere in der Gesellschaft bis hin zum persönlichen Verhältnis von Zeitzeugen während der Weltkriege zeichnet sie den Wandel im Umgang mit Wildtieren nach. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen neben dem Tierpark Hagenbeck die zoologischen Gärten in Leipzig und Berlin sowie der kleinere Nürnberger Tiergarten.

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2015-06-29, 430 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3022-0

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Nastasja Klothmann

Nastasja Klothmann, Universität Hamburg, Deutschland

... mit Nastasja Klothmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In meinem Buch geht es um Emotionen und Tiere. Gefühle besitzen, bedeutet m.E. zu leben und ist daher schon ein spannendes Thema. Beziehen sich die Emotionen auf Tiere wird es noch interessanter, da Tiere uns so nahe sind, sie mit uns leben, vielleicht sogar uns ähneln und dann doch wieder nicht. Hier kochen die Emotionen hoch, hier lässt sich streiten. Das Tier-Mensch-Verhältnis ist ein Thema, das uns im Innersten berührt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die vorliegende Studie beschäftigt sich erstmals aus emotionsgeschichtlicher Sicht mit dem Verhältnis von Menschen und Tieren in deutschen Zoos in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es werden hier somit nicht nur verschiedene Institutionen miteinander verglichen oder von deren Alltag und den sie umgebenden sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten erzählt, sondern auch zentrale Fragen rund um die Gefühlsthematik behandelt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den letzten Jahren häufen sich die Beiträge zum Verhältnis zwischen Mensch und Tier, so dass bereits von einem ›animal turn‹ gesprochen wird; und im Juli 2015 brachte sogar die interdisziplinäre Fachzeitschrift Tierstudien eine eigene Ausgabe zum Zoo heraus. Die Verbindung zur Emotionsgeschichte ist jedoch neu und schließt damit eine Forschungslücke.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit jedem, der sich für die Thematik interessiert und das Buch gelesen hat. Es eignet sich zur Diskussion mit Wissenschaftlern der Human-Animal Studies, Historikern, Zoodirektoren und Biologen, bietet aber auch jedem anderen Leser ausreichend Gesprächsstoff.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Spannende Lektüre zur Beziehung zwischen Mensch und Tier.

»[Das Buch] beleuchtet erstmals die Beziehung zwischen
Mensch und Tier in Bezug auf den historischen Wandel der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ermöglicht dem Rezipienten damit neuartige Einblicke.«
Tiergarten, 1 (2017)
»A well-written and well-researched study.«
Herman Reichenbach, International Zoo News, 63/4 (2016)
Besprochen in:
www.fellbeisser.net, 7 (2015)
WAZA News, 4 (2015), Gerald Dick
Tiergartenzeitung, 13 (2016), Mathias Orgeldinger
Autor_in(nen)
Nastasja Klothmann
Buchtitel
Gefühlswelten im Zoo Eine Emotionsgeschichte 1900-1945
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
430
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3022-0
DOI
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB JFFZ
BISAC-Code
HIS054000 HIS000000 NAT039000 SOC000000 NAT039000
THEMA-Code
NHTB JBFU
Erscheinungsdatum
2015-06-29
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Tier
Adressaten
Kulturwissenschaft, Emotionsgeschichte, Philosophie, Zoologie, Kulturgeschichte sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Emotionen, Tiere, Zoo, Geschichte, Deutschland, 20. Jahrhundert, Hagenbeck, Tier, Kulturgeschichte, Emotionsgeschichte, Tiergeschichte, Geschichtswissenschaft, Human Animal Studies

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