Zwischen Verklärung und Verführung

Die Frau in der französischen Plakatkunst des späten 19. Jahrhunderts

Ende des 19. Jahrhunderts avancierten Plakate von Frankreich ausgehend von bloßer Werbung zu einer veritablen Kunstform. Als Blickfang dienten vor allem Frauenfiguren – von der verklärten Idealgestalt bis hin zur verführerischen Lebedame. Anhand der zentralen Werbestereotype der damaligen Zeit erläutert Barbara Martin, welche Vorstellungen von Weiblichkeit den Darstellungen zugrunde liegen und wie Plakate das Rollenbild der Frau in der Gesellschaft spiegelten und zugleich veränderten.

Untersucht werden Werke von Jules Chéret bis Théophile-Alexandre Steinlen, von Alfons Mucha bis Henri de Toulouse-Lautrec.

39,99 € *

2016-02-22, 450 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3077-0

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Barbara Martin

Barbara Martin, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Deutschland

... mit Barbara Martin

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In Frankreich nahm nicht nur die Plakatkunst-Bewegung der Jahrhundertwende ihren Ausgang, auch wurden hier erstmals Frauenfiguren als maßgebliche Werbeträger eingesetzt. Bis heute erfreut sich die frühe Plakatkunst höchster Beliebtheit bei einem breiten Publikum. Welche Funktionen das im Plakat omnipräsente Bild der Frau erfüllte, welche Wertvorstellungen transportiert werden, findet üblicherweise jedoch kaum Beachtung.

Doch geben gerade Plakate als frühes Massenmedium Aufschluss über die damalige Wahrnehmung von Frauen in der Öffentlichkeit, über ein sich wandelndes Rollenbild zwischen Unterordnung und beginnender Emanzipation.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Erstmals wird eine umfassende, kritische Untersuchung der Frauendarstellungen der frühen französischen Plakatkunst unternommen. Anhand zahlreicher Bildbeispiele werden zentrale Typen herausgearbeitet, in ihrem sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Kontext näher beleuchtet und im Sinne einer feministischen Kunstgeschichte kritisch hinterfragt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zwar hat die Plakatkunst der Jahrhundertwende zahlreiche hervorragende Untersuchungen erfahren, doch wurden Fragestellungen der Gender Studies und der feministischen Kunstgeschichte hierbei meist außen vorgelassen. Der feministische Ansatz wie auch die Behandlung von Gender-Fragen mögen nicht neu sein, doch bleiben sie aktuell – gerade vor dem Hintergrund der in unserer Zeit neu zu verortenden Geschlechterrollenbilder.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Interessant wäre sicher ein Austausch mit Experten auf dem Gebiet der französischen Plakatkunst der Jahrhundertwende wie etwa Ségolène Le Men oder Nicholas-Henri Zmelty.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band leistet eine kritische Untersuchung der Frauenfiguren in der frühen Plakatkunst Frankreichs – von der verklärten Idealgestalt bis zur verführerischen Lebedame.

»Eine material- und kenntnisreiche, umfassende Erschließung der Thematik.«
sehepunkte, 17/2 (2017)
»Die Arbeit von Barbara Martin bietet nicht nur wertvolle Analysen zu genderspezifischen Aspekten, sondern geht ebenso auf das sozial- und wirtschaftshistorische sowie das mediengeschichtliche Umfeld der besprochenen Plakate ein.
Eine erfreuliche und qualitätsvolle Bereicherung der Literatur zu den Themenfeldern Plakatgeschichte und Gender Studies.«
Bernhard Denscher, http://www.austrianposters.at, 28.05.2016
»Die Dissertation [zeigt] nicht nur eindrucksvoll anhand zahlloser prägnanter Beispiele, welche Frauen›bilder‹ die französische Gesellschaft vor der Jahrhundertwende prägten, sie verdeutlicht zugleich, wie das Werbeplakat dazu beitrug, das gesellschaftliche Bild der Frau zu verändern.
Ulrich Schnakenberg, H-Soz-u-Kult, 28.07.2016
»Insgesamt eine sehr vielseitige, umfangreiche und informative Dokumentation der Plakatkunst.«
Peter Dahms, TanzInfo Berlin, 25.07.2016
Besprochen in:
Jahrbuch des Frankreichzentrums, 15 (2015), Ingeborg Rabenstein-Michel
Autor_in(nen)
Barbara Martin
Buchtitel
Zwischen Verklärung und Verführung Die Frau in der französischen Plakatkunst des späten 19. Jahrhunderts
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
450
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3077-0
DOI
Warengruppe
1582
BIC-Code
ACV JFSJ
BISAC-Code
ART015100 SOC032000
THEMA-Code
AGA JBSF
Erscheinungsdatum
2016-02-22
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Bildwissenschaft, Gender Studies, interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Plakat, Frauenbild, 19. Jahrhundert, Frankreich, Jules Chéret, Kunst, Gender, Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts, Gender Studies, Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung