Antje Matern (Hg.)

Urbane Infrastrukturlandschaften in Transformation

Städte – Orte – Räume

Infrastrukturlandschaften sind ein Phänomen der Moderne, das sich in den städtischen Wachstumsphasen herausgebildet hat. Mit ihrer materiellen Persistenz überformen sie die Eigenarten und Ästhetik von Räumen – selbst dann, wenn ihre Artefakte nicht mehr gebraucht werden und aus der Nutzung gefallen sind. Die aktuellen politischen und technologischen Transformationen erhöhen den Bedarf einer Auseinandersetzung mit den infrastrukturellen Relikten der Moderne und erzeugen ein wachsendes wissenschaftliches Interesse. Doch welche funktionalen und ästhetischen Werte verbinden wir mit den Infrastrukturräumen und wie beeinflussen die wandelnden gesellschaftlichen Ansprüche, Leitbilder und Technologien die Stadtlandschaften und den Umgang mit ihren Artefakten?

Dieser Band bringt u.a. den Stadtgeographen Matthew Gandy, den Spaziergangsforscher Henrik Sturm sowie Landschafts-/Architekt_innen, Künstler_innen und Sozialwissenschaftler_innen zusammen. Sie alle gehen den Fragen nach, wie und durch wen diese Räume (um-)gestaltet werden sowie welche Wissensbestände oder historischen Ordnungen darin wiederkehren. In der Betrachtung ausgewählter internationaler Stadträume werden in diesem Band historische, sozialwissenschaftlich-analytische sowie gestalterisch-künstlerische Sichtweisen auf (alternde) Infrastrukturen und ihre Wechselwirkungen mit Stadträumen eingefangen und deren Gestaltung hinterfragt.

29,99 € *

2016-05-25, 218 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3088-6

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Antje Matern

Antje Matern, Brandenburgisch Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland

... mit Antje Matern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Wachstumsphasen der Moderne haben uns zahlreiche Bahnflächen, Hafenanlagen oder E-Werke hinterlassen, die heute in Form und Funktion aus der Zeit fallen und eine Haltung zwischen Vergessen, Erinnern oder Überprägen provozieren. Die Autor_innen dieses Buches widmen sich dem zentralen gesellschaftlichen Thema, wie in einer Umbruchphase mit den Relikten einer ablaufenden Ära umgegangen werden kann. Durch unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge und künstlerische Perspektiven erkunden sie Ausprägungen und eingeschriebene Werte als auch Aneignungs- und Gestaltungsformen dieser infrastrukturellen Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet eine längst notwendige raumwissenschaftliche und gestalterische Perspektive über den Umgang mit urbanen Infrastrukturen in ihrer Alterungsphase. Es gibt Antworten, wie die infrastrukturellen Relikte der Moderne wahrgenommen und bewertet werden und mit welchen Mitteln ungeliebte Orte zu erfahrbaren öffentlichen Räumen transferiert werden. Dabei werden nicht nur international unterschiedliche gestalterische Ansätze untersucht, sondern durch historische und künstlerische Perspektiven eine Auseinandersetzung mit den Artefakten gesucht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch schließt an Debatten in der sozialwissenschaftlichen Infrastrukturforschung und der Raumforschung an, aber eröffnet einen neuen Debattenstrang über den Umgang mit infrastrukturellen Hinterlassenschaften. Diese werden bisher sowohl in den Diskussionen über Infrastruktursysteme als auch in stadtplanerischen Umbaudebatten als Untersuchungsgegenstand ignoriert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

»Infrastrukturlandschaften in Transformation« ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an alle Stadtliebhaber, Stadtflaneure und Gestalter urbaner Landschaften, die sich dem infrastrukturellen Erbe von urbanen Landschaften annähern wollen. Es lädt sowohl zu einer Spurensuche nach Zeugnissen vergangener Funktionen und Bedeutungen ein und verführt zum Nachdenken über Orte und Aneignungsstrategien aus historischen, geographischen, landschafts-architektonischen oder künstlerischen Perspektiven.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Transformationen von Infrastrukturen können unbeachtete Orte zu erlebbaren, öffentlichen Räumen verwandeln und die Buchbeiträge erzählen von Wandlungsprozessen und von Praktiken, Vergangenheit neu zu gestalten.

»Ein anschauliches Buch, in dem interessante Ideen für eine ökologische Umgestaltung städtischer Räume anzufinden sind und das damit lokalpolitisch Engagierten durchaus zu empfehlen ist.«
Herbert Klemisch, AKP, 3 (2017)
Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 8 (2016)
Autor_in(nen)
Antje Matern (Hg.)
Buchtitel
Urbane Infrastrukturlandschaften in Transformation Städte – Orte – Räume
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
218
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3088-6
DOI
Warengruppe
1725
BIC-Code
JFSG RGC
BISAC-Code
SOC026030 SOC015000
THEMA-Code
JBSD RGC
Erscheinungsdatum
2016-05-25
Auflage
1
Themen
Stadt, Raum
Adressaten
Stadtplanung, Architektur, Geographie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Stadtentwicklung, Transformation, Europa, Stadtforschung, Infrastruktur, Stadt, Raum, Urban Studies, Sozialgeographie, Kulturgeographie, Soziologie

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