Inflation der Mythen?

Zur Vernetzung und Stabilität eines modernen Phänomens
(unter Mitarbeit von Jakob Peter)

Scheinbar alles kann zu einem »Mythos des Alltags« werden. Doch auch in der Moderne wird nicht alles zum Mythos – und nicht jeder moderne Mythos ist in gleicher Weise vergänglich.

Wie verhält sich die scheinbare Inflation des Mythischen in der Moderne zu seiner möglichen Dauerhaftigkeit? Welche Institutionen, Medien, Diskurse, ästhetischen Strategien oder historischen Konstellationen tragen zu ihrer Persistenz bei?

Die Beiträge des Bandes zeigen exemplarisch Verbindungen und Zusammenhänge auf, die zwischen mythischen Figuren, Orten, Ereignissen, Dingen und Konzepten der Moderne bestehen und ihre relative Stabilität begünstigen.

34,99 € *

2016-04-07, 330 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3106-7

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Stephanie Wodianka

Stephanie Wodianka, Universität Rostock, Deutschland

Juliane Ebert

Juliane Ebert, Universität Rostock, Deutschland

... mit Stephanie Wodianka und Juliane Ebert

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mythen sind nicht nur Teil des antiken Weltverständnisses. Auch in der Gegenwart ist unsere Deutung der Welt von Mythen beeinflusst und geprägt: von modernen Mythen, die jünger sind als ihre antiken Vorfahren, aber eine ähnliche Funktion haben – die Welt begreifbarer zu machen. Moderne Mythen sind kein diffuses Phänomen, sondern haben ihre Ordnung und streben nach Haltbarkeit – das will der Band zeigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die bisherige Forschung hat seit den 50er Jahren immer wieder mit Roland Barthes betont, dass in der Moderne alles zum Mythos werden kann. Das sehen wir auch so - aber wir interessieren uns dafür, was moderne Mythen nicht nur zum allgegenwärtig-vergänglichen Phänomen macht, sondern wie man sich die Haltbarkeit mancher Mythen erklären kann: Vernetzungen machen Mythen stabil.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mythenforschung erlebt derzeit eine Konjunktur. Vor allem politische Mythen in ihrer Funktion für nationale oder transnationale Identitäten werden untersucht. Seltener steht im Fokus das stärker kulturwissenschaftlich orientierte Interesse, in welchem Verhältnis moderne Mythen zueinander stehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wir könnten uns ein anregendes Gespräch mit den Kollegen Roland Barthes und Lévi-Strauss vorstellen – leider ist es dafür ein wenig spät.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Moderne wird nicht von Mythen überschwemmt, sondern von Mythen gedeutet und geordnet.

Besprochen in:

DHIVA, 9 (2016), Ulrich Brömmling
Autor_in(nen)
Stephanie Wodianka / Juliane Ebert (Hg.)
Buchtitel
Inflation der Mythen? Zur Vernetzung und Stabilität eines modernen Phänomens
(unter Mitarbeit von Jakob Peter)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
330
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3106-7
DOI
10.14361/9783839431061
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC HBTB
BISAC-Code
SOC022000 HIS054000
THEMA-Code
JBCC NHTB
Erscheinungsdatum
2016-04-07
Auflage
1
Themen
Kultur, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaften, Soziologie, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Mythos, Moderne, Kanon, Persistenz, Kultur, Kulturgeschichte, Literatur, Kulturtheorie, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft

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