Nationalkultur versus Berufskultur

Eine Kritik der Kulturtheorie und Methodik Hofstedes

Wenn Kultur erforscht wird, stehen stets ethnische Gruppierungen (Stämme, Völker, Nationen) im Vordergrund. Das gilt auch für die Schriften von Geert Hofstede, der die empirische Kulturforschung bekannt machte. Seine IBM-Studie »Culture's Consequences – International Differences in Work Related Values« fand genauso viele Verfechter wie vehemente Kritiker. Lena Schmitz führt in diese Kontroverse ein und zeigt durch umfassendes Belegmaterial sowie eine eigene Studie, dass die Kritiker Recht haben: Der Kulturbegriff und das Konzept »Kulturdimension«, so wie sie von Hofstede verwendet werden, erweisen sich als ebenso wenig wissenschaftlich tragfähig wie seine empirische Methodik.

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2015-09-08, 276 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3110-4

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Lena Schmitz

Lena Schmitz, Universität Passau, Deutschland

... mit Lena Schmitz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Buch brauchen diejenigen, die sich für interkulturelle Probleme interessieren, aber Stereotype vermeiden wollen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Am Beispiel Hofstedes widerlegt mein Buch den allzu einfachen Kulturbegriff: Kultur sei Nationalkultur, was sich in einem Nationalcharakter äußere. D.h., der Mensch sei durch seine Nationalität so tief geprägt, das er sofort zugeordnet werden könnte. Ergo: Italiener und Deutscher sind sofort als solche zu erkennen. Dieses eigentlich anachronistische Weltbild zu widerlegen ist die Absicht des Buches.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch ergreift Partei in der Debatte um den Kulturbegriff, in der sich ein Paradigmenwechsel abzeichnet. Der Einfachheit des alten Kulturbegriffs wird ein vielseitiger neuer gegenübergestellt, der nicht nur ethnischen Gebilden (Völkern, Stämmen, Nationen, etc.), sondern allen Kollektiven (Fabrikarbeiter, Lehrer, Vegetarier, etc.) Kultur zubilligt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Migranten und interkulturellen Trainern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Mensch ist Mitglied in vielen Kollektiven und lebt viele Kulturen.

»Insgesamt gibt die Studie einen erhellenden Einblick in jene reduktionistischen Mechanismen, die Hofstede vornimmt, und die selbst in einer globalisierten, scheinbar postnationalen Welt einem nationalkulturellen Kulturbegriff noch immer große Bedeutung beimessen.«
Christiane Dätsch, Zeitschrift für Kulturmanagement, 2 (2016)
Autor_in(nen)
Lena Schmitz
Buchtitel
Nationalkultur versus Berufskultur Eine Kritik der Kulturtheorie und Methodik Hofstedes
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
276
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3110-4
DOI
10.14361/9783839431108
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC KJU
BISAC-Code
SOC022000 BUS085000 SOC026000
THEMA-Code
JBCC KJU
Erscheinungsdatum
2015-09-08
Auflage
1
Themen
Kultur
Adressaten
Kulturwissenschaft, Interkulturelle Kommunikation, Anthropologie, Ethnologie, International Business, Romanistik, Frankreichstudien
Schlagworte
Kultur, Geert Hofstede, Kulturforschung, Kulturbegriff, Frankreich, Werte, Nationalkultur, Berufskultur, Interkulturalität, Kulturtheorie, Organisationssoziologie, Wirtschaftstheorie, Kulturwissenschaft

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