Protestbewegungen und Stadtpolitik

Urbane Konflikte in Santiago de Chile und Buenos Aires

In Lateinamerika und weltweit sind Konflikte in der Stadtentwicklung von wachsenden Widerständen gegen vorherrschende Marktprinzipien geprägt. Vor dem Hintergrund eines vermeintlich postdemokratischen Zeitalters geht Corinna Hölzl der Frage nach, inwieweit urbane Konflikte in Santiago de Chile und Buenos Aires zu einem Wandel von Stadtpolitik und zu einer Politisierung und Emanzipierung der Bürger_innen beitragen.

Ihre interessante Gegenüberstellung von Protestbewegungen mittlerer und marginalisierter sozialer Schichten legt zudem die für Lateinamerika typischen höchst ungleichen Möglichkeiten gesellschaftlicher Mitbestimmung offen.

39,99 € *

2015-09-10, 422 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3121-0

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Corinna Hölzl

Corinna Hölzl, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Deutschland

... mit Corinna Hölzl

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil wir neue Ideen brauchen, um eine Gesellschaft voranzubringen, an der alle teilhaben können. Zu oft bleibt die Forschung darin verhaftet, die Stadtpolitik und soziale Bewegungen nur zu kritisieren. Mein Buch liefert Einblicke, wie sich Menschen erfolgreich gegen Gentrification, Wohnungsnot und massive Bauten zusammenschließen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wir wissen in Europa wenig über die sozialen und politischen Verhältnisse in lateinamerikanischen Städten. Mein Buch zeigt, dass es mehr Gemeinsamkeiten gibt, als man denken würde – und wie es gelingt, die viel stärker ausgeprägten sozialen Ungleichheiten aufzubrechen. Außerdem vergleiche ich in meinem Buch die Strategien und Erfolge von neuen sozialen Bewegungen und kombiniere demokratie- und raumbezogene Ansätze. Dies offenbart neue Ideen für ein demokratisches Miteinander.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Seit einigen Jahren häufen sich überall auf der Welt Protestereignisse. Daher kommt der Untersuchung des Kampfs um mehr Mitsprache in Städten und zukunftsträchtigen politischen Antworten eine hohe wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung zu. Hierbei möchte mein Buch auch dazu beitragen, Ideen aus dem globalen Süden und Norden stärker miteinander zu verknüpfen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Da fallen mir viele Menschen ein. Karl Marx natürlich. Oder Berthold Brecht, der mit seinem Solidaritätslied bereits vor 85 Jahren eine zeitlose Empfehlung für Solidarität und den Zusammenhalt der kleinen Leute verfasste. Oder die Aktivist/-innen in Santiago und Buenos Aires, die ihr Leben dem Kampf für ein Recht auf die Stadt widmen. Die Meinung von Michelle Bachelet und Cristina Fernández de Kirchner würde mich auch interessieren. Oder der US-Moderator Jon Stewart, der auf unnachahmliche Weise die politischen Machtstrukturen in den USA und weltweit hinterfragt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mein Buch zeigt, wie Menschen es gemeinsam schaffen können, gegen den Widerstand von Politik und Immobilienindustrie ihre Städte lebenswerter zu gestalten.

Besprochen in:

Fraunhofer IRB, 11 (2015)
Portal für Politikwissenschaft, 11.02.2016, Matthias Lemke
Autor_in(nen)
Corinna Hölzl
Buchtitel
Protestbewegungen und Stadtpolitik Urbane Konflikte in Santiago de Chile und Buenos Aires
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
422
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3121-0
DOI
10.14361/9783839431214
Warengruppe
1725
BIC-Code
JFSG RGC JPWF
BISAC-Code
SOC026030 SOC015000 POL003000
THEMA-Code
JBSD RGC JPWG
Erscheinungsdatum
2015-09-10
Auflage
1
Themen
Neoliberalismus, Stadt
Adressaten
Geographie, Soziologie, Stadtplanung, Lateinamerikastudien
Schlagworte
Lateinamerika, Stadtpolitik, Demokratie, Protest, Santiago De Chile, Buenos Aires, Stadt, Neoliberalismus, Urban Studies, Sozialgeographie, Soziale Bewegungen, Geographie

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