Leben nach Zahlen

Self-Tracking als Optimierungsprojekt?

Was ändert sich, wenn Selbsterkenntnis zum digitalen Produkt wird?

Ob Kalorien, Schritte, Blut- oder Stimmungswerte: Am Körper getragene mobile Geräte messen, überwachen und coachen alltägliches Verhalten und körperliche Leistungen. Die technisch vermittelte Erforschung, Steuerung und Optimierung des Selbst – das sogenannte »Self-Tracking« – etabliert nicht nur neue Verhältnisse von Körper, Technik und Wissen, sondern verwischt gleichermaßen die Grenze zwischen Selbst- und Fremdführung.

Die Beiträge des Bandes fragen nach den gesellschaftlichen Bedingungen und den Auswirkungen dieser Transformationen und den damit einhergehenden Veränderungen zeitgenössischer Selbst- und Körperverhältnisse.

29,99 € *

2016-08-29, 352 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3136-4

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Stefanie Duttweiler

Stefanie Duttweiler, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland

Robert Gugutzer

Robert Gugutzer, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland

Jan-Hendrik Passoth

Jan-Hendrik Passoth, Technische Universität München, Deutschland

Jörg Strübing

Jörg Strübing, Institut für Soziologie der Universität Tübingen, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Als Soziologinnen und Soziologen untersuchen wir neu auftretende soziale Phänomene und ihre Bedeutung für das Sozialleben. Selbstvermessung, Selbstoptimierung und Quantifizierung intimer Lebensbereiche sind solche neuen Phänomene, deren Funktionslogik und sozialer Stellenwert in diesem Band ausgeleuchtet werden. Es zeigen sich dabei Konturen veränderter Vergesellschaftungs- und Subjektivierungsweisen, deren Konsequenzen noch zu beachten sein werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

An den Beiträgen dieses Bandes lässt sich erahnen, welche sozialen Prozesse die ungezügelte Quantifizierung und Digitalisierung aller Lebensbereiche – auch der vormals als privat verstandenen – befördert. Dabei zeigt sich auch, wie unausweichlich ein analytischer Begriff des Mithandelns technischer und anderer Dinge ist. Denn diese bestimmen maßgeblich unsere sozialen, politischen und Selbstverhältnisse mit.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Selbstvermessung ist ein erst in den letzten drei Jahren aufgekommenes Thema an der Schnittstelle von Körpersoziologie und Wissenschafts- und Technikforschung, das etablierte und zentrale sozialwissenschaftliche Kategorien wie Handlung, Subjekt oder Wissen herausfordert. Zugleich ist das Phänomen selbst aber auch von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die gegenwärtige Entwicklung postmoderner Sozialzusammenhänge.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ulrich Bröckling, Hartmut Rosa, Deborah Lupton, Stefan Rieger.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Was passiert, wenn unser Selbstverhältnis mehr und mehr auf selbst produzierten technischen Messwerten und deren Objektivitätsversprechen beruht?

»Wie gestaltet sich die ›methodische Lebensführung«‹ also heute? Der Band liefert dazu interessante und hilfreiche Hinweise.«
Wolfgang Hippe, Kulturpolitische Mitteilungen, 158/3 (2017)
»Mit angenehm wenig Hysterie [...] findet der Versuch statt, sich dem Thema aus den unterschiedlichen Forschungsbereichen, wie zum Beispiel Medizin, Fitness, Gamification, Marketing u.v.m. anzunähern.
Die einzelnen Artikel bieten interessante Blickwinkel und zeigen spannende Forschungsfelder rund um das Thema ›Self-Tracking‹ auf.«
Julia Bast/Aline Braun, http://www.surveillance-studies.org, 20.06.2017
Besprochen in:
http://bundeswirtschaftsportal.de, 26.09.2016
http://www.frauenberatenfrauen.at, Bettina Zehetner
UniReport, 6 (2016)
Gen-ethischer Informationsdienst, 2 (2017), Isabelle Bartram
SPOLIT, 11 (2017)
Buchtitel
Leben nach Zahlen Self-Tracking als Optimierungsprojekt?
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
352
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3136-4
DOI
10.14361/9783839431368
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFD JHB
BISAC-Code
SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT JBCT1 JHB
Erscheinungsdatum
2016-08-29
Auflage
1
Themen
Medien, Zeitdiagnose, Körper
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Medienwissenschaft, Sportwissenschaft, Wissenschafts- und Technikforschung sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Self-Tracking, Selbstvermessung, Selbstoptimierung, Quantifizierung, Körper, Techniksoziologie, Digitalisierung, Lifelogging, Medien, Mediensoziologie, Digitale Medien, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung