Besetzungen – Japanische Entwicklungsräume in Palästina

Wie kaum ein anderes Land hat Palästina weltweit die Vorstellung eines »besetzten Landes« geprägt. Seit den 1990er Jahren steht das Land zudem im Fokus der internationalen Entwicklungspolitik – mit zum Teil absurden Effekten.

Sonja Ganseforth zeigt die Verwerfungen und Widersprüchlichkeiten entwicklungspolitischer Interventionen anhand einer für den Westen scheinbar außergewöhnlichen Perspektive – die der japanischen Entwicklungspolitik. Sie stellt sie in ihren historischen Kontext und deckt die unterliegenden Dynamiken von Raumbesetzungen jenseits des Militärischen auf, von denen Entwicklungspolitik nicht nur in Palästina geprägt ist.

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2016-08-24, 292 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3140-1

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Sonja Ganseforth

Sonja Ganseforth, Universität Leipzig, Deutschland

... mit Sonja Ganseforth

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Entwicklungsprojekte stehen oft in der Kritik, nachteilige Effekte für die Gesellschaften zu haben, denen sie eigentlich nutzen sollten. Gerade in Palästina, wo die Aussichten auf eine Lösung der politischen Krisen immer düsterer werden, sieht sich die internationale Entwicklungszusammenarbeit mit äußerst problematischen Dilemmata konfrontiert. Gleichzeitig wächst die Bedeutung der Entwicklungspolitik in einer zunehmend aggressiven japanischen Außen- und Sicherheitspolitik.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die japanische Entwicklungspolitik im Nahen Osten ist kaum bekannt und hat bisher in der deutsch- und englischsprachigen Forschung wenig Beachtung gefunden. Die Problematiken von Entwicklungszusammenarbeit im Allgemeinen lassen sich an diesem scheinbar exotischen Beispiel besonders deutlich aufzeigen. Durch die Auswertung auch japanischer und arabischer Quellen und Interviews ist es mir außerdem möglich, das Thema von sehr verschiedenen Perspektiven aus zu beleuchten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Ich untersuche, wie anhand eines Entwicklungsprojektes diskursiv, materiell und performativ Räume mit bestimmten Bedeutungen und Ordnungen besetzt werden. Damit eröffne ich eine kulturgeographische Perspektive in der kritischen Entwicklungsforschung, die die Zusammenhänge von Macht und Wissen sowie die soziale Produziertheit und Produktivität von Räumen in den Blick nimmt. Das Buch leistet außerdem einen Beitrag zur Erforschung der Entwicklungspolitik Japans sowie der Kontroversen um Entwicklungspolitik in Palästina.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde das Buch gerne mit meinen Interviewpartnern aus Entwicklungszusammenarbeit, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus Japan, Palästina und Israel sowie mit anderen Praktikern und Theoretikern der Entwicklungspolitik diskutieren. Außerdem bin ich gespannt auf das Gespräch mit Wissenschaftlern, die sich mit ähnlichen Fragen von Raumbesetzungen, Macht und Widerständigkeit sowie mit der japanischen Außen- und der internationalen Palästinapolitik beschäftigen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch beleuchtet die vielschichtigen Raumaneignungen und Auseinandersetzungen um ein kontroverses japanisches Entwicklungsprojekt in Palästina.

Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 11 (2016)
Autor_in(nen)
Sonja Ganseforth
Buchtitel
Besetzungen – Japanische Entwicklungsräume in Palästina
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
292
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3140-1
DOI
10.14361/9783839431405
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JFFS
BISAC-Code
SOC015000 POL033000 SOC026000
THEMA-Code
RGC GTQ
Erscheinungsdatum
2016-08-24
Auflage
1
Themen
Globalisierung, Raum
Adressaten
Geographie, Entwicklungsforschung, Nahostwissenschaften, Japanologie, Globalisierungsforschung
Schlagworte
Entwicklungszusammenarbeit, Japan, Palästina, Nahostkonflikt, Raumtheorie, Diskursanalyse, Sozialgeographie, Raum, Globalisierung, Kulturgeographie, Entwicklungssoziologie, Geographie

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