Picassos schriftstellerisches Werk

Passagen zwischen Bild und Text

Jeder kennt den vielseitigen Künstler Picasso. Doch kaum jemand hat sein immenses lyrisches und dramatisches Werk gelesen. Mehr als 300 Prosagedichte und zwei Theaterstücke locken uns durch wunderbare Wortkombinationen und stoßen uns in ihrer Länge und Unverständlichkeit oft ab. Wie findet man einen Weg durch dieses Sprachlabyrinth?

Nanette Rißler-Pipkas detaillierte Lektüren zeigen, dass Picassos schriftstellerisches Werk nicht aus einer Laune heraus entstand, sondern einen Platz in der europäischen Literaturgeschichte beansprucht.

34,99 € *

2015-09-08, 436 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3177-7

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Nanette Rißler-Pipka

Nanette Rißler-Pipka, Universität Siegen, Deutschland

... mit Nanette Rißler-Pipka

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Erstmalig in der internationalen und umfangreichen Literatur zu Picasso, liegt eine Studie vor, die sich mit den Schriften des Künstlers im Hinblick auf ihr literarisches Potenzial beschäftigt. Aus einer dezidiert romanistischen Perspektive können beide literarisch-künstlerischen Heimatländer Picassos, Spanien und Frankreich, sowie beide Teile seiner Schriften, die spanisch- und französischsprachigen Originale, erfasst und untersucht werden. In erläuternden Einzelanalysen wird dieser Teil von Picassos Werk zum ersten Mal dem deutschsprachigen Publikum näher gebracht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Schriften Picassos gelten als ›unlesbar‹ – hier werden sie zwar nicht ›entziffert‹ und damit ›entzaubert‹, aber doch in ihrer ganzen Komplexität mit den unendlichen Verweisen auf andere Werke des Künstlers selbst, aber auch auf die Geschichte von Malerei und Literatur im europäischen Kulturraum verankert. Zusammenhänge zur griechischen Mythologie, zum spanischen Barock und zur französischen Avantgarde werden aufgedeckt und geben dem rein sinnlichen Vergnügen der Lektüre Picassos einen Rahmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Während die Kunstgeschichte sich schon lange mit den Manuskripten Picassos auseinander gesetzt hat, blieb es bislang von Seiten der Literaturwissenschaft erstaunlich still. Trotz der immer stärker werdenden Richtung der Intermedialität, die sich auch den schreibenden Künstlern zuwendet, fehlte bislang eine literaturwissenschaftliche Untersuchung zu Picassos schriftstellerischem Werk. Hier werden nun nicht nur die Formen der zahlreichen Bild-Text-Beziehungen betrachtet, sondern auch in Bezug auf Picassos Gesamtwerk Überlegungen zur Arbeitsweise des Künstlers angestellt, die unter dem Stichwort einer ›Poetik der Metamorphose‹ zusammengefasst werden können. Außerdem kommen kulturgeschichtliche Aspekte zum Tragen, wenn es um die Frage von Heimat (Spanien) und Exil (Frankreich) in den Schriften geht, die in den schwierigen Zeiten des spanischen Bürgerkriegs und des zweiten Weltkriegs verhandelt werden. In der Theoriedebatte beteiligt sich die Studie an den Fragen zur Räumlichkeit in Literatur und Malerei, die anhand des Passagenbegriffs bei Walter Benjamin diskutiert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Menschen, die für die Zwischentöne von Kunst und Poesie offen sind und sich die Arbeit machen, Picasso auch zu lesen, statt nur zu betrachten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Picassos literarische Labyrinthe zu durchwandern eröffnet ein ganz neues Universum seiner künstlerischen Brillanz.

»Einzelanalysen [...] zu wichtigen und vor allem die bisherigen kunsthistorischen Betrachtungen ergänzenden und überschreitenden Ergebnissen, die das schriftstellerische Werk Picassos erstmals ausführlich und grundlegend aus einer literatur- und kulturwissenschaftlichen Perspektive würdigen.«
Berit Callsen, Philologie im Netz, 78 (20176)
»Ein entscheidender Beitrag zur Erforschung des Mediums ›Sprache‹ in Picassos reichhaltigem Oeuvre.«
Alexander Gaude, sehepunkte, 16/11 (2016)
»Rißler-Pipkas Habilitationsschrift repräsentiert einen entscheidenden Beitrag zur Erforschung des Mediums ›Sprache‹ in Picassos reichhaltigem Oeuvre, eine Übersetzung der lesenswerten Untersuchungen Rißler-Pipkas ins Englische würde zu einer Bereicherung des internationalen wissenschaftlichen Diskurses über Picassos schriftstellerisches Werk beitragen.«
Alexander Gaude, sehepunkte, 16/11 (2016)
Autor_in(nen)
Nanette Rißler-Pipka
Buchtitel
Picassos schriftstellerisches Werk Passagen zwischen Bild und Text
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
436
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3177-7
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC DSB
BISAC-Code
ART015000 LIT000000
THEMA-Code
AGA DSB
Erscheinungsdatum
2015-09-08
Auflage
1
Themen
Bild, Literatur, Kunst
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Romanistik, Romanische Literaturwissenschaft
Schlagworte
Picasso, Literatur, Malerei, Intermedialität, Avantgarde, Kunst, Bild, Kunstgeschichte, Allgemeine Literaturwissenschaft, Bildwissenschaft, Kunstwissenschaft

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