Legitimität

Gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Bruchlinien der Rechtfertigung

Ob Finanz-, Pflege- oder Bildungskrise – aktuelle Krisen bergen das Potenzial, die Legitimität von Herrschaft zu verändern. Die Stabilität von Legitimationsmustern ist gesellschaftlich, politisch und wissenschaftlich umkämpft und historisch jeweils neu zu reflektieren: Werden Formen der Legitimation etwa von Demokratie, Leistung, sozialen Ungleichheiten und Wahrheits- oder Herrschaftsansprüchen brüchig? Entstehen in Krisendiskursen neue Deutungshorizonte oder gewinnen bislang als selbstverständlich akzeptierte Rechtfertigungsmuster an neuer Überzeugungskraft?

Die Beiträge des Bandes untersuchen die Herausbildung und den Verlauf von Bruchlinien der Rechtfertigung in so unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft und Arbeit, Bildung, Wissenschaft und Medien.

29,99 € *

2015-07-16, 366 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3181-4

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Maria Dammayr

Maria Dammayr, Johannes Kepler Universität Linz, Österreich

Doris Graß

Doris Graß, Johannes Kepler Universität Linz, Österreich

Barbara Rothmüller

Barbara Rothmüller, Université du Luxembourg, Luxemburg

... mit Maria Dammayr, Doris Graß und Barbara Rothmüller

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Gegenwärtig beobachten wir, wie Legitimationsmuster bestehender Ordnungen an Überzeugungskraft verlieren, während sich zugleich alternative Rechtfertigungsnarrative herausbilden; an diesen Bruchlinien und den damit verbundenen Neuordnungen setzt der Band an. Die Autor/-innen diskutieren Wandel, Krise und Legitimation als miteinander verbundene Phänomene und zeigen, wie gesellschaftliche Ordnungen sowie Kritik und Umbrüche in normativen Diskursen und subjektiven Orientierungen verankert sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Herstellung und der Bestand sozialer Ordnungen können nicht allein im Rekurs auf materielle Bedingungen und Verteilungen verstanden werden. Vielmehr spielen Fragen der Legitimität eine wichtige Rolle und damit sowohl gesellschaftliche Diskurse als auch das (kritische) Denken und Handeln der Menschen selbst. ›Die Gerechtigkeit sozialer Verhältnisse‹ folgt damit der ›normativen Aktivität‹ von Akteur_innen, die sich in ihrer Bewertung an Prinzipien wie Gleichheit, Leistung u.a.m. orientieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und weitreichender Krisendiagnosen sind Fragen der Rechtfertigung von und Kritik an politischen, ökonomischen, sozialen oder wissenschaftlichen Ordnungen verstärkt wahrnehmbar. Der Band vertieft die Diskussion um die Bedingungen von Legitimität, Macht und Herrschaft, indem er in theoretisch orientierten und empirischen Beiträgen auf solche aktuelle Entwicklungen Bezug nimmt und Legitimitätsstrukturen sowie ihr Wandel analysiert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Uns freut der Dialog mit allen sozialwissenschaftlich und gesellschaftspolitisch interessierten und/oder engagierten Menschen, die sich in ihren jeweiligen Kontexten mit der Gestalt sowie den Begründungen herrschender Ordnungen aber insbesondere auch mit ihren Dis-/Kontinuitäten auseinandersetzen. Die thematische Breite des Bandes zeigt, wie anregend und konstruktiv es ist, mit Vertreter_innen aus unterschiedlichen Bereichen von Politik, Praxis, Wissenschaft und Forschung ins Gespräch zu kommen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band gibt einen Einblick in die vielfältigen Facetten von Fragen der Rechtfertigung von und Kritik an aktuellen, sozialen Verhältnissen.

»Insgesamt haben die Herausgeberinnen einen thematisch breiten und erfreulich reflektierten Band zur ›Rechtfertigung und Kritik von Herrschaft‹ in Krisenzeiten vorgelegt.«
Hendrik Simon, Portal für Politikwissenschaft, 12.11.2015
Buchtitel
Legitimität Gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Bruchlinien der Rechtfertigung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
366
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3181-4
DOI
10.14361/9783839431818
Warengruppe
1728
BIC-Code
JHB JPHV JFFM
BISAC-Code
POL010000 SOC026000 POL007000 SOC050000
THEMA-Code
JHB JPHV JBFQ
Erscheinungsdatum
2015-07-16
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Politik
Adressaten
Soziologie, Bildungswissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Legitimation, Normative Ordnungen, Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Politik, Gesellschaft, Politische Soziologie, Demokratie, Soziale Ungleichheit, Politikwissenschaft, Soziologie

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