Nach der Parallelgesellschaft

Neue Perspektiven auf Stadt und Migration

Die Bronx, Neukölln, Banlieues und jetzt Molenbeek – alle Bezirke tauchen in negativen Wissensproduktionen auf und werden als Parallelgesellschaften diskreditiert. Einmal mehr zeigt sich, dass sich so erkenntnishemmende Sichtweisen auf Stadt und Migration bilden. Marc Hill durchkreuzt stigmatisierende Großstadtdiskurse und betrachtet sie aus entgegengesetzter Perspektive. Dabei trifft er auf mehrheimische Biografien und postmigrantische Lebensentwürfe inmitten eines weltoffenen Bahnhofsviertels am Wörthersee. Fernab von Ballungsräumen ergibt sich aus der Erfahrung der Migration die Erkenntnis: Urbanität und Demokratie sind auf marginalisierungskritische Kompetenzen angewiesen, damit die Alltagsrelevanz von Vielfalt ins Bewusstsein gerät.

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2016-06-08, 252 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3199-9

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Marc Hill

Marc Hill, Universität Innsbruck, Österreich

... mit Marc Hill

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es geht darum, die negative Rede von der Parallelgesellschaft positiv zu besetzen und an den Rand gedrängte Wissensarten mit einzubeziehen. Was mir besonders gut gefällt ist die Win-Win-Idee, gesellschaftliche Machtverhältnisse aus der Erfahrung der Migration zu beleuchten. Es ist wie eine Testung von Schwachstellen national aufgestellter Systeme, z.B. wer bekommt wann, wie und wo eine bezahlbare Wohnung, einen sicheren Arbeitsplatz und Zugang zu diversen Bildungsmöglichkeiten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch stellt das Offensichtliche in den Mittelpunkt. Wenn erstmal die Relevanz von Migration zum Ausgangspunkt der Betrachtung gemacht wird, rücken Debatten über Krisen in weite Ferne.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die aktuellen Diskussionen müssen scheinbar durcheinander gebracht werden, um zu erkennen, dass das Projekt Migration zur Menschheitsgeschichte dazugehört. Momentan wird Migration im deutschsprachigen Raum eher als Ausnahmezustand beschrieben. Was geschieht aber, wenn Migration als Normalität betrachtet werden würde?

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wladimir Kaminer.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Migration urbanisiert und demokratisiert!

»Ein wichtiges Buch. Es bricht mit dem Integrationsdispositiv und dem Konzept des ›ethnic group research design‹.«
Henrik Lebuhn, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 26.06.2018
»Hill legt mit seiner Studie eine marginalisierungskritische Bildungsperspektive auf das vielfältige Stadtleben dar und formuliert zehn praktische Tipps für eine urbane Stadtpolitik.«
Angela Pilch Ortega, Stimme, 32 (2016)
»Interessant ist der Forschungsansatz einer subjektorientierten Perspektive mit der biographieorientierten Erforschung und Erkundung der Marginalisierungserfahrung der Betroffenen.«
Detlef Baum, www.socialnet.de, 01.09.2016
Besprochen in:
www.migration-news.ch, 21.07.2016
Literaturdatenbank ORLIS, 11 (2016)
www.kommunalweb.de, 11 (2016)
Forum Wohnen und Stadtentwicklung, 2 (2017)
Diplomatisches Magazin, 5 (2017)
German Studies Review, 41/3 (2018), Christiane Steckenbiller
Autor_in(nen)
Marc Hill
Buchtitel
Nach der Parallelgesellschaft Neue Perspektiven auf Stadt und Migration
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
252
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3199-9
DOI
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFN JFSG
BISAC-Code
SOC007000 SOC026030
THEMA-Code
JBFH JBSD
Erscheinungsdatum
2016-06-08
Auflage
1
Themen
Stadt, Migration
Adressaten
Bildungswissenschaften, Interkulturelle Pädagogik, Migrationsforschung, Stadtsoziologie, Diversity Management, Politik, Kunst, Architektur sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Migration, Diversität, Bildung, Urbanität, Marginalisierung, Parallelgesellschaft, Stadt, Urban Studies, Zivilgesellschaft, Soziologie

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