Mit Molekülen spielen

Wissenschaftskulturen der Nanotechnologie zwischen Politik und Medien

Wie antwortet universitäre Grundlagenforschung auf die an sie herangetragenen gesellschaftlichen Anforderungen nach »Nützlichkeit« und »Transparenz«? Und wie können wissenschaftshistorische Ansätze zum Verständnis einer Zukunftstechnologie beitragen?

Am Fallbeispiel Münchens untersucht Christian Kehrt die Entstehung nanotechnologischer Forschungsfelder und fragt unter Einbeziehung politischer, wirtschaftlicher, medialer und historischer Perspektiven danach, ob sich hier ein grundlegender Wandel der Wissenschaftskulturen abzeichnet. Kontinuitäten zeigen sich insbesondere im Bereich der experimentellen Halbleiter- und Biophysik, deren Akteure sich in den 1990er-Jahren am forschungspolitisch motivierten Diskurs der Nanotechnologie neu orientiert haben.

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2015-12-10, 276 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3202-6

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Christian Kehrt

Christian Kehrt, TU Braunschweig, Deutschland

... mit Christian Kehrt

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Nanotechnologie wurde eine enorme gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Bedeutung zugesprochen. Demgegenüber gibt es wenig Studien, die sich tatsächlich mit konkreten Innovationsprozessen und Forschungskontexten der Nanotechnologie empirisch befassen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch verortet die Debatten um neue Technologien in einem größeren historischen Zusammenhang. Gerade vor dem Hintergrund vergangener Zukunftsvisionen und älterer neuer Technologien und Technologiehypes lassen sich die forschungspolitisch motivierten Diskurse um neue Technologien besser verstehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Zukunftstechnologie wie die Nanotechnologie, die synthetische Biologie, die Gentechnik oder vor längerer Zeit die Kernenergie und ihre Verheißungen genießen eine große öffentliche Aufmerksamkeit. Die Frage nach der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Förderung der Nanotechnologie eröffnet tiefen Einblick in das Selbst- und Technikverständnis einer Gesellschaft und gibt Auskunft über den Wandel der Wissenschaftskulturen, die zunehmend technische, wirtschaftliche und politische Kalküle und Kriterien berücksichtigen müssen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Gerd Binnig, Wolfgang Heckl, Arie Rip, Alfred Nordmann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Nanotechnologie ist eine forschungspolitisch motivierte Erfindung, deren öffentliche Wahrnehmung und Diskurs nicht deckungsgleich ist mit den tatsächlichen Forschungspraxen und Innovationsprozessen.

Besprochen in:
Soziologische Revue, 40/2 (2017), Ariadne Sondermann/Meike Janßen
Autor_in(nen)
Christian Kehrt
Buchtitel
Mit Molekülen spielen Wissenschaftskulturen der Nanotechnologie zwischen Politik und Medien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
276
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3202-6
DOI
10.14361/9783839432020
Warengruppe
1724
BIC-Code
PDR
BISAC-Code
SCI075000 TEC052000
THEMA-Code
PDR
Erscheinungsdatum
2015-12-10
Auflage
1
Themen
Technik, Wissenschaft
Adressaten
Science and Technology Studies, Wissenschaftsgeschichte, Technikgeschichte, Wissenschaftssoziologie
Schlagworte
Wissenschaft, Technik, Innovation, Wissenschaftspolitik, Zukunft, Begleitforschung, Nanotechnologie, Science and Technology Studies, Wissenschaftssoziologie, Techniksoziologie, Soziologie

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