endlos

Zur Geschichte des Film- und Videoloops im Zusammenspiel von Technik, Kunst und Ausstellung

Die Geschichte des Film- und Videoloops ist zugleich eine Geschichte der gegenseitigen Beeinflussung von künstlerischen Experimenten, technischen Möglichkeiten und der Entwicklung der Ausstellungsgeschichte.

Franziska Stöhrs umfassende Studie analysiert entscheidende Ausstellungen wie »Information« (MoMA, New York 1970), »Prospect 71: Projection« (Kunsthalle Düsseldorf, 1971) und »documenta 5-10« (Kassel, 1972-1997) mit Werkbeispielen u.a. von Bruce Nauman, Dennis Oppenheim, Paul Sharits oder Bill Viola. Am Beispiel etwa von Teresa Hubbard/Alexander Birchler, Stan Douglas und Björn Melhus wird zudem eine umfassende Typologie künstlerischer Strategien in Film- und Videoloops entwickelt.

48,99 € *

2016-04-13, 432 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3209-5

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Franziska Stöhr

Franziska Stöhr, Kunstwissenschaftlerin, Deutschland

... mit Franziska Stöhr

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Film und Video sind heute wesentliches Ausdrucksmittel bildender Kunst und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil von Kunstausstellungen. Erst mit dem Format des Loops gelang es, bewegte Bilder dauerhaft und gleichberechtigt in Ausstellungen zu integrieren. Längst bevor die technischen Voraussetzungen der Digitalisierung dies wesentlich erleichterten, entstanden seit den 1960er-Jahren Film- und Videoloopinstallationen, die inhaltliche Konzepte mit Fragen der Präsentation verbanden. Das Buch gibt über einen Zeitraum von 50 Jahren erstmals eine umfassende Einsicht in die Entwicklung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»endlos« zeigt die Interdependenz, mit der technische Möglichkeiten, künstlerische Fragestellungen und Erfordernisse der Präsentation von Film und Video in Ausstellungen sich gegenseitig herausgefordert, inspiriert und vorangetrieben haben. Es sucht die Ursprünge des Film- und Videoloops in kunstfernen Kontexten auf, zeichnet anhand wegweisender Ausstellungen nach, wie Film und Video sich im Ausstellungsraum durchsetzten, und analysiert inhaltliche Strategien wichtiger Künstlerinnen und Künstler in der Arbeit mit Film- und Videoloops.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eine grundlegende kunstwissenschaftliche Annäherung an das Format des Film- und Videoloops steht bislang aus. Für die Praxis von Künstlern und Ausstellungshäusern ist der Loop als Format wie als inhaltliches Stilmittel aber ein zentrales Thema. Ziel des Buches war es daher, den Film- und Videoloop terminologisch klar zu differenzieren und zu definieren sowie einen ersten Einblick in seine weit verzweigte Geschichte seit den 1960er-Jahren zu geben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Würden die amerikanischen Künstler Paul Sharits und Dennis Oppenheim noch leben, hätte ich das Buch sehr gerne mit ihnen diskutiert, da sie Filmloopinstallationen bereits in den 1970er-Jahren sowohl von inhaltlicher als auch ausstellungsbezogener Seite gedacht haben. Heute wäre sicher eine Diskussionsrunde mit Künstlern wie Teresa Hubbard/Alexander Birchler, Dan Graham oder Julian Rosefeldt und Kuratoren wie Stuart Comer oder Chrissie Iles interessant.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch zeigt die Entwicklung des Film- und Videoloops im Zusammenspiel der drei Bereiche Kunst-, Technik- und Ausstellungsgeschichte auf. (139 mit LZ)

Autor_in(nen)
Franziska Stöhr
Buchtitel
endlos Zur Geschichte des Film- und Videoloops im Zusammenspiel von Technik, Kunst und Ausstellung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
432
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3209-5
DOI
Warengruppe
1583
BIC-Code
AFKV JFD
BISAC-Code
ART057000 PER004030
THEMA-Code
AFKV JBCT
Erscheinungsdatum
2016-04-13
Auflage
1
Themen
Museum, Bild, Kunst, Film
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Filmwissenschaft, Museologie sowie Künstler_innen und die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Loop, Filmkunst, Videokunst, Kunstgeschichte, Ausstellungsgeschichte, Technikgeschichte, Kunst, Film, Bild, Medienkunst, Video, Museumswissenschaft, Kunstwissenschaft

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