Die Zerstörung des Ichs

Das untote Subjekt im Werk Elfriede Jelineks

Im Zentrum dieser Neuinterpretation von Jelineks Õuvre steht die Figur des Untoten. Andreas Heimann analysiert die ästhetischen Stilmittel in Jelineks Werk mittels postmoderner Theorien, etwa von Lacan und Deleuze, und stellt sie hierfür in die Tradition von Autoren wie Goethe, Kafka und Baudelaire. So eröffnet sich ein neuer, erweiterter Werkzugang, der den Fokus nicht allein auf die gesellschaftspolitischen Implikationen richtet, sondern nach dem Leitmotiv des untoten Subjekts ebenso fragt wie nach der Autonomie des Subjekts und den Mechanismen unserer Realität.

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2015-07-28, 334 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3214-9

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Andreas Heimann

Andreas Heimann, Wiesbaden, Deutschland

... mit Andreas Heimann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mein Text wagt den Überblick über mehr als zwanzig Jahre in Jelineks Schaffen. Damit eröffnen sich bisher kaum bemerkte Brüche aber auch neue Kontinua. Insbesondere ›Die Kinder der Toten‹ wurde bisher kaum beachtet und dass, wo dieser Text als einer der großen des 20. Jahrhunderts gelten muss. Der Nobelpreis ist oft der Todesstoss für einen Schriftsteller und die ihn umgebenden Debatten, bei Jelinek war es eher eine Initialzündung. In ihrem Werk gibt es noch viel zu entdecken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Lange Zeit galt eine psychoanalytische Lesart als verpönt. Mit den Thesen Lacans lässt sich aber ein Diskurs eröffnen, der einen neuen Blick auf das Werk Jelineks gewährt und das Subjekt in den Fokus der Betrachtungen stellt ohne es zu psychologisieren. Es geht um Subjekte die flüchten, und dieser Weg führt sie bis in den Bereich des Untoten. Der Titel ›Die Zerstörung des Ichs‹ kokettiert damit. Manchmal muss etwas zerstört werden, um es zu restrukturieren. Auch unsere Sicht auf die Dinge.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Jelinek wird immer noch nicht in ihrer ganzen Wucht erfasst. In ihren Texten geht es um Zombies, masochistischen Sex, Gewaltexzesse und Ekelfigurationen. Das fordert einen neuen Blick doch förmlich heraus. Die aktuelle Debatte war mir oft zu einseitig, nahm die extremen Momente ihres Schaffens nicht wirklich ernst.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Selbstverständlich mit Frau Jelinek. Generell freue ich mich aber, wenn überhaupt diskutiert wird, weil es für mich ein Zeichen der Güte von Texten und Theorien ist. Slavoj Zizek wäre da natürlich ein interessanter Gesprächspartner. Seine Thesen waren ja auch für meinen Text von starker Bedeutung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Zwischen Tot und Lebendig eröffnet Literatur die Möglichkeit des Untoten.

Autor_in(nen)
Andreas Heimann
Buchtitel
Die Zerstörung des Ichs Das untote Subjekt im Werk Elfriede Jelineks
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
334
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3214-9
DOI
10.14361/9783839432143
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB AN
BISAC-Code
LIT004170 PER011020 LIT000000
THEMA-Code
DSB ATD
Erscheinungsdatum
2015-07-28
Auflage
1
Themen
Theater, Literatur
Adressaten
Germanistik, Literaturwissenschaft, Gender Studies, Philosophie, Psychologie, Filmwissenschaft
Schlagworte
Elfriede Jelinek, Lacan, Deleuze, Zombie, Subjekt, Germanistik, Literatur, Theater, Theaterwissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturtheorie, Literaturwissenschaft

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